Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1914
- Issue
- 18/19 (Juni/Juli 1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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133 gekommen, aber vielen unter uns ist in der Arberl des Alltags der ideale Schwung verloren gegangen. Einige haben sich gar dem realistisch scheinenden „Zynismus" in die Arme geworfen. Vielleicht hilft es, für eine Zeit alles UrÜbeln zu lassen und in die Natur hinauszuwandern, um wieder ganz jung, ganz wir selbst zu sein die vorwärtsstürmende zionistische Jugend. Erich Roth. < i e i > r g Israel. Aktivität. tili Zeichen von gesunder Kraft unserer jungen Her/I-Bund- Organisation ist es meiner Ansicht nach, wenn andauernd neue Fragen und neue Probleme in organisatorischer Beziehung an uns von selbst herantreten, und wir gezwungen werden, sie möglichst schnell und praktisch /u lösen'. So beschäftigte uns seit etwa drei Vierteljahren das Problem der Bundesbrüderlichkeit, die ja nun seit dem Bundestage trotz der Nörgler und Dreher und Skeptiker, die uns Kliqucngcist und Nachäfferei und sonst noch schone Dinge vorwarfen, der großen Mehrzahl unserer Bundesbrüder so in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß wir heute über vereinzelte Rückschläge, wie sie leider immer noch vorkommen, glatt zur Tagesordnung übergehen können. Das Problem, das wir jetzt zu lösen haben, und das zunächst in Hainburg, Halberst.idt, Berlin I akut geworden ist, das aber über kurz oder lang auch an die anderen Clubs herantreten wird, ist das der Aktivität unserer Inaktiven, l'iul da geht es meiner Meinung nach nicht an, daß diese I rag« in den einzelnen Klubs verschieden gelöst wird, sondern es muH auch hierin eine gewisse Einheitlichkeit geschaffen werden. Wenn Hamburg einen besonderen „Alten Herren"-(Jub grün« den will, wenn Halberstadt von seinen auswärtigen, d, h. inaktiven Mitgliedern jährlich zwei schriftlich ausgearbeitete Referate verlangt, wenn Berlin I endlich gräubt, ifie Frage dadurch lösen zu können, daß man sich überhaupt nicht »der wenigstens sehr wenig um die Inaktiven kümmert (das kürzlich eingeführte Puxensystem kann doch nur bedingt als eine Beschäftigung mit dieser Frage betrachtet werden), so glaube ich, daß uns m keinem der drei Clubs die richtige Lösung gegeben wird, und daß die trage nach wie vor akut bleiben wird. Um ei vorwegzunehmen, die Hamburger Losung halte ich, wie ich schon unseren Freunden bei meiner Anwesenheit in Hamburg sa^te, für gefährlich, die beiden anderen sind natürlich unzureichend Aus welchen (irundcu, wird mau aus meinen weiteren Ausführungen entnehmen können. Unsen Herzl-Bund-( )rganisatiou ist auf einer Nachahmung unserer national-jüdischen Studentenorganisation aufgebaut. Wir