Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1914
- Issue
- 18/19 (Juni/Juli 1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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130 Tin zweites brauchen wir noch: die Freude. Man spreche nicht immer von dem Ernst des Judentums und der Schwere der Zeit. Haben wir die Freude nicht, so wird unsere Begeisterung Fanatismus und unsere Kraft Verbissenheit. Freude und Kraft, sie sind die Grundlagen, auf denen allein eine begeisterte und zu < i rolle m fähige Jugend erwachsen kann, sie zu pflegen ist die Aufgabe derer, die das Frhe unseres Führeis verwalten wollen. Josef Rosenblüth. Aus einem Briefwechsel. ... und sehen Sie, wir reden Worte und wir brauchten es doch gar nicht, wir verstehen uns ganz einfach auch so, was wir meinen ist eins und es ist uhrig, es noch einmal ZU sagen. Trotzdem will ich es versuchen . . . \X'as wir wollen im HC das ist mehr als Bundesbrüderlichkeit, ist mehr als das, was ich unter diesem Begriff verstehe, — und es ist vielleicht auch weniger — es ist jedenfalls nicht „das unbedingte Verantwortungsgefühl des einen für den andern", wie es pathetisch heißt, und „das geschlossene Auftreten nach außen" min, das ist es nicht. Es ist ganz einfach der Wille zur Freundschaft, Freundschaft in einem besonderen Sinne, so wie es eben hier nur möglich ist, nicht aller zu-einem und eines zu allen, sondern einzelner untereinander. Es liegt eine Natürlichkeit darin und ein freiwilliges Mull, Wille zur Freundschaft, das ist Voraussetzung unseres Zusammenkommens und — Bedingung unseres Zusammenseins. Wie eine Kette zieht sich diese Freundschaft durch den HC und verbindet alle ihre Glieder miteinander, auch das erste und letzte, eben weil die anderen dazwischen sind. Und haben wir das, dann sind wir dort, wo alle Fragen erst in Erscheinung treten und auftauchen, die einen, um bald wieder zu verschwinden, andere, die uns.jetzt kompliziert erscheinen, um einfacher zu werden und endlich wieder andere, um überhaupt erst anzufangen. Die f rage der l instimmigkeit, das „Problem" von heute, zerfall* in sich seilet, is ist selbstverständlich; daß 15 20 Freunde keinen zu sich nehmen, der ihnen nichts sein kann, tun! dem sie nichts neben können. Einfacher werden alle Bildungsfragen zionistische wie allgemeine denn sie werden heruntergenommen von dem offiziellen lach, wo sie bis jetzt lagen und ganz von selbst in das Verhältnis der einzelnen zueinan lir gestellt, als der staudige und tutur.ichc Austausch von Meinungen as die selbstverständliche Wechselw irkung von Geben und Nehmen d i einen vom andern. (Dali ich nicht an Kursen