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Herzl-Bund-Blätter · 1913-09-01 · 8 (September 1913) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1913
Issue
8 (September 1913)
Date
1913-09-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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52 Di« erste Frage, die ich selbst nicht beantworten kann, da mir jegliche Kenntnis und Erfahrungen in Dingen des Buchverlages abgehen, stelle ich auf Grund der Tatsache, daß es ähnliche Unternehmungen bereits bestanden haben, ohne sich halten zu können. Daß der erste event. auch der zweite Jahrgang Absatz findet, wird nicht zu bestreiten sein, ob und warum auch die späteren Jahrgänge Aussicht auf Erfolg haben, mußte beantwortet werden. Folgendes wäre darzulegen: Woran kranken die bisherigen ähnlichen Unternehmungen und warum maßten sie eingehen? Weshalb liegen die Verhältnisse bei unserem Projekt anders als früher, bezw. worin unterscheidet sich dieser Kalender von seinen Vorgängern, sodaß Grund vorliegt, auf einen besonderen Erfolg zu rechnen? Ohne der Sache etwa besonders skeptisch gegenüberzustehen, meine ich doch, daß man lieber etwas vorsichtiger kalkulieren solle, als sich der Gefahr eines Mißerfolges auszusetzen. Zur Beantwortung der dritten Frage wäre es zweckmäßig, in jedem Club an einem Abend speziell über die Aufmachung des Kalenders zu diskutieren. Zwar sind die Richtlinien im großen und ganzen ja bereits von Herrn Dr. Wolf festgelegt worden, doch könnte vielleicht durch eine Besprechung im größeren Kreise noch manche brauchbaren und werlvollen Vorschläge gegeben werden, die dann schriftlich niedergelegt und dem Präsidium zur event. Berücksichtigung unterbreitet werden müßten. Zu der zweiten Frage betreffs Finanzierung des Unternehmens will ich hiermit einen Vorschlag machen. Es wird — so bedauerlich es ist — unmöglich sein, die vom Präsidium vorgeschätzte Summe von ca. 1000 Mk. aus eigenen Mitteln aufzubringen. Wir werden vielmehr sowohl wohlhabende Gesinnungsgenossen als auch einige Vereine und Korporationen um Mittel angehen müssen. In welcher Form wir die Beiträge erhalten, richtet sich natürlich jedesmal nach dem Wunsche des Gebers. Wenn leihweise, so greift die nachstehend beschriebene Art und Weise Platz, falls als Geschenk, umso besser. Jedenfalls aber hätten sich die Vorstände und Mitglieder der Herzl-Clubs tatkräftig zu bemühen, geeignete Personen zu interessieren und zur Hergabe von Beiträgen zu bewegen. Rechnen wir, daß es auf diese Weise möglich sein wird, ca. Mk. 500, aufzubringen, so blieben noch Mk. 500,— die von unseren Mitgliedern zusammenkommen müßten. (Die Summen sind natürlich nur ungefähr geschätzt und können sich je nach der Sachlage erheblich Indern.) Nun können wir ruhig annehmen, daß es kaum einen der Bbr., da wir ja alle durch unsere zionistische Tätigkeit pekuniär überaus in Anspruch genommen sind, möglich sein wird, auch noch hierfür etwas zu spenden. Es kirne wohl nur leihweise Hergabe in Betracht und in größeren Beträgen

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