Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1913
- Issue
- 8 (September 1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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51 Euch selber danken! — Unsere Zeit ist knapp, wir stehen alle im Leben und haben tagsüber zu arbeiten. Aber wir müssen und wir wollen Opfer verlangen von jedem Einzelnen. Nur wofür wir opfern, wofür wir leiden, nur das wird uns heilig, nur dadurch werden wir unlösbar an eine Idee gebunden. — Kurt Blumenfeld hat einmal ausgeführt, daß wir Zionisten, wenn auch noch nicht „neue", so doch bereits „besondere Menschen" sein müßten und daß für uns eine der vornehmsten Bedingungen die „innere Wahrheit" sei. Und weil wir so sein wollen, deshalb auch müssen wir mehr von uns verlangen, als sonst von unseren Altersgenossen gefordert wird. — Mehr Ernst und ein kräftigerer Wille — dann erst dürfen wir verlangen mit, besonderem Maße gemessen zu werden! Die Bewegung des Herzl-Clubs ist auf dem Marsche. Wir haben jetzt eine umfassende Organisation, die uns alle zusammenhalten und einander näher bringen soll. Die aber auch bestimmen soll die Art und Weise unserer Arbeit. — Der Weihnachten 1913 zusammentretende Herzl-Bundestag wird uns neue Direktiven zu geben haben. Eine der ersten Forderungen, die an ihn gestellt werden muß, ist die Einführung der obligatorischen hebräischen Sprachkurse in sämtlichen Herzl-Clubs! Vorstehende Ausführungen tragen die Absicht in sich, alle Bundesbrüder von der Notwendigkeit und der Möglichkeit hebräischer Sprachkurse zu überzeugen, und in ihnen den Gedanken der Selbstbetätigung auf diesem Gebiete zu wecken. Einen Teil ihres Zweckes aber sieht der Verfasser schon erfüllt, wenn eine recht rege Diskussion über diese Frage im Kreise der Clubs wie auch in den I l.-B -Blättern die Frucht seiner Arbeit ist. Otto Lehmann. H.-C. Berlin. Der Her/1-Kalender. Zu der in der No. 4,5 der H.-B.-Blätter erschienenen Anregung de« Herrn Dr. Alfred Wolf (V. J. St. Berlin). Die Fragen, die vor der Inangriffnahme eines so großen Projektes, wie es die Herausgabe eines Almanachs durch den verhältnismäßig kleinen Herzl - Bund darstellt, zu beantworten wären, müssen nach drei Gesichtspunkten hin gestellt werden. Einmal wäre zu fragen: Besteht die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein Herzl - Kalender nicht nur augenblicklich, sondern auch als dauernde Institution wird halten können? Hiernach: Wie finanzieren wir das Unternehmen? Und drittens: Was soll der Kalender enthalten?