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Herzl-Bund-Blätter · 1913-05-01 · 4/5 (Mai/Juni 1913) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1913
Issue
4/5 (Mai/Juni 1913)
Date
1913-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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29 Der Herzlkalender. Im Nachstehenden unterbreitet das Präsidium des H - B. seinen Mitgliedern einen Vorschlag, mit dem Herrn Oberlehrer Dr. Alfred Wolff (V. I. St. Berlin) an uns herangetreten ist Um von unserer Tätigkeit nach außen hin einen Beweis zu geben, wollen wir alljährlich einen Kalender herausgeben, der nach dem Namen unseres großen Führers Herzl-Kalender heißen soll, ähnlich wie es der Bar-Kochba Prag tut. Wir zweifeln nicht daran, daß jeder diesen Plan, wie er weiter unten aufgebaut ist, seine Zustimmung geben wird. Es handelt sich auch vielmehr um einen zweiten, den hauptsächlichsten Punkt, warum wir uns mit dieser Angelegenheit an die H.-C. wenden: die Geldfrage. Um diesen Kalender zu finanzieren, werden fürs erste ca. 600-1000 Mk. erforderlich sein. Es fragt sich, wie bringen wir dieses Geld zusammen? Sind die einzelnen Vereine oder Mitglieder bereit, diese Summe zusammenzubringen? Ein Risiko besteht unseres Erachtens nicht. Wir würden die Exemplare ohne weiteres absetzen können. Die Mitgliederzahl des H B des B. I. C, des K. Z V., der Bar-Kochba-Vereine und die Mehrzahl der Deutschen Zionisten leisten dafür genug Gewähr. Durch Berichte, die von den einzelnen Organisationen im Kalender Aufnahme finden können, wird das Interesse dieser Korporationen wesentlich gefördert. Eventuell auch soweit, daß sich diese sofort finanziell beteiligen resp. durch eine garantierte Anzahl von Exemplaren den Verkauf der Auflage sichern. Bundesbrüder, es handelt sich für uns hierbei um eine Sache, durch die wir uns in der Zionistischen Welt einen Namen machen können, der es uns erleichtert schneller vorwärts zu kommen. Wir hoffen, daß Ihr uns bei dieser Arbeit nicht im Stiche lassen werdet, die für alle von der größten Bedeutung werden kann. Helft uns die nötigen Mittel (eventl. leihweise) aufbringen. Wir erwarten Euern Bescheid. M. S. Aus einem größeren Plan, der sich mit der Wissenschaft von der Judenfrage und ihrer Organisierung beschäftigt, gebe ich hier einen kleinen Ausschnitt, dessen Ermöglichung im Rahmen und zu Nutzen der zionistischen Organisation leicht und notwendig wäre. Es handelt sich um die Schaffung eines alljährlich erscheinenden „Hcrzlkalcndcrs", der etwa im Format und Aufbau des Goethekalenders oder ähnlich eingerichteter Verlagsunternehmungen (Almanache etc.) in eigentümlichem und eigenartigem Stil aus unserem Leben, unserer Hoffnung, unterer Zukunft

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