Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1913
- Issue
- 1 (Februar 1913)
- Date
- 1913-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4 1 Gründung spräche. Schließlich erklären sich die beiden Hamburger Vertreter mit der endgültigen Schaffung des Herzl-Bundes einverstanden. Es folgt eine eingehende Beratung der Statuten. Vom Berliner Herzl-Klub liegt ein Statutcnentwurf vor, zu dem die Halberstädter mehrere Abändcrungs-Anträge gestellt haben. Der Statutenentwurf und die Anträge waren vor Beginn der offiziellen Sitzung bereits besprochen worden. Nach nochmaligen längeren Beratungen* in denen jeder Paragraph neu besprochen wurde, wird das Statut in der endstefeenden Form definitiv angenommen In das Präsidium werden darauf die Herren Max Sternberg als Präsident, Josef Kosenblüth und Alfred Frank, alle in Berlin, gewählt. Auf eine Anfrage wird die Stellung zu den neutralen Jugendvereinen einer Besprechung unterworfen. Man einigt sich dahin, dal.t für den Herzl-Bund vorläufig keine Veranlassung vorliege, zu dieser Frage besonders Stellung zu nehmen, da die Haltung der Mitglieder durch die für alle Zionisten bindende „PosenerResolution" bestimmt ist. Die Debatte wendet sich nun der Herausgabc der „Herzl- Bund-Blätter", der Angelegenheit eines genauen Mitglieder- Verzeichnisses etc. zu. Alle Vorschläge werden dem Präsidium als Material überwiesen. Die Herausgabe der Herzl-Bund-Blätter wird von allen Seiten als sehr wünschenswert bezeichnet. Auch die Frage der Aufnahme von Akademikern in den Bund wird ausführlich besprochen. Es wird einmütig als wünschenswert bezeichnet, in den Städten, in denen es sich durchführen läUt, möglichst ohne aktive Mitgliedschaft der Akademiker zu arbeiten. Man ist sich ferner darüber einig, datt Damen nicht als Mitglieder aufgenommen werden. Ein Antrag Salinger, das Statut solle nur provisorische Geltung haben, wird darauf abgelehnt. Dagegen gelangt folgender Antrag l'cuerring zur Annahme: „Die heute angenommenen Statuten sollen auf dem nächsten ordentlichen Bundestage ausnahmsweise mit einfacher Majorilät abgeändert werden können". Ucbcr die Finanzfrage referiert kurz Trank. Es wird beschlossen, daü jeder Klub für jedes Mitglied einen Monatsbeitrag von mindestens 10 Pfennigen an die Bundeskassc abzuführen hat Die Bundeskasse soll außerdem durch freiwillige Beiträge gestärkt werden Ein Antrag, der die Schaffung eines Normal-Statuts für die Herzl-Klubs verlangt, wird angenommen. T'cuerring schlieüt um 81Uhr die Tagung und gibt seiner Freude über das Zustandekommen des Bundes Ausdruck.