Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 2 (15.1.1937)
- Date
- 1937-01-15
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. » Sftt« S Gemeintzeßlatt der Israelitisch JtDISCHEB KULTURBUND DRESDEN ZeughausstraBe I, II. Fernruf 18 4 18 Geöffnet werktäglich 10—1 Uhr Außer Abonnement' Mittwoch, 20. Januar 1937, 20 Uhr, Henriette-Schie Saal Weiteres ßonjert Bella-Erdoes (Sopran) „Volkslieder aus aller Welt“ in 9 Originalsprachen, sowie auf vielfachen Wunsch: Moderne Schlager Walter Goldmann und Siegfried Sonnenschein spielen an zwei Flügeln unter anderem: Frühlingsstimmen - Walzer Rosenkavalier-Walzer 2. Rhapsodie von Liszt Original-Jazzkompositionen für zwei Klaviere Preise B: RM 2.50, 1.75, 1.25 Für die Betreuten der Winterhilfe steht eine beschrankte Anzahl von Karten bei der ^Vohlfahrtsstelle unentgeltlich zur Verfügung. < Pressestimmen über das Wiener Auftreten von Äella Erdoes-Herzfeld im Jtov. 1936: Jteue« Wiener Tageblatt (Abendausgabe) Nr. 318: Schon die linguistisch« Leistung rechtfertigt« den Erfolg der Abends, den Bella Erdoer kürzlich mit Volksliedern aus aller Herren Ländern errang. Sie hatte au» 15 sprachlich verschiedenen Gebieten eine reizvolle musikalische Auswahl getroffen und mit Geschmack und feiner pointierung trug sie nun die Volksweisen vor. Am Anfang stand immer ein kleiner Kommentar, der in das nachfolgende Merkchen einführte und di« lebendige Vorstellung der Künstlerin wesentlich unterstützt«. 3hr musikalischer fjelfer am Klavier war Alfred Gießer. Das Och», Nr. 267: Lieder-Abend Bella Lrdoes. Bella Erdoe» ist eine Sängerin von besonderer Eigenart. Vier zeigt sich deutlich bei ihrem Lieder-Abend .Volkslieder aus aller Welt" am Sonntag in der Urania. Sie meisterte die schwere Aufgabe, Lieder von 15 Nae«i Neltgiontgemeinde Drelden tionen verständlich zu machen, mit seltenem Geschick, vie schöne, überaus kultivierte Stimm« und der ausgezeichnete Vortrag unterstützten st« darin. Besonders reizvoll war der Einfall, die Lieder in fremder Sprach« durch eine kleine Eonference zu erläutern. Der starke Erfolg des Abends rechtfertigt den Nuf. der der Künstlerin vorangegangen ist. hoffentlich Hat man bald Gelegenheit, diese Liedersängerin charmantester Prägung in einem größeren Nahmen zu hören. Oer Tag, Nr. 4855. (Prof. Meller schrieb).Bella (Erboes Volkslieder aller Nationen. Bewundernswert ist die wandlungs- .fühigkeit der jungen Künstlerin mit der fie auch fremdsprachige Lieder dem fjörer zum Verständnis brachte, von Alfred Gießer am Llllgel musikalisch unterstützt, fand Bella Erdoes.eine Neuerscheinung im wiener Konzertsaal, beim Publikum viel Beifall. Oer Morgen (Montagrblattl Nr. 49. Lieder in 15 Sprachen. Bella Lrdoes sang in der Urania „Volkslieder aus aller Welt", Lieder von 15 Nationen in den Driginalsprochen Dhne Zweifel ein einzigartiger Abend und eine außerordentliche Leistung der in Wien noch nicht bekannten jungen wiener Sängerin. Es ist schwer zu sagen, war mehr zu bewundern ist: die Sicherheit, mit der Bella Lrdoes di« Sprachen von 15 Nationen beherrscht L darunter so schwierige, wie russisch, tschechisch, ungarisch, polnisch — oder di« schöne und gepflegte Stimme, die auch die kleinen musikalischen Zeinheiten ■ dieser Lieder herauszuholen gestaltete. Vie Varbietungen fanden begeisterten Beifall. An dem Erfolg hatte auch der Begleiter, Alfred Gießer, seinen Anteil. Menschen in Weiß Äon Or. Hans Auxbaum »Menschen in Weiß" (Men in White) ist der Titel eines Schauspiels des jungen Amerikaners Sidney Kingsley, das im Siurm sich überall, wo es gespielt wurde, die Bühne eroberle: in der gesamten angelsächsischen Hfalt, in der Schweiz, in Wien. Es ist der Eerienerfolg der letzten Jahre. Er wurde auch auf der Leinwand bestätigt,- km Film hat das Stück ebenso die Menschen gepackt wie im Theater. Zum ersten Mole seit langer Zeit begegnet uns wieder ein Stück, das aktuelle Probleme anrührt, die aber gleichzeitig dauernd gültigen Inhalt besitzen, das Menschen unserer Zeit auf die Bühne bringt, sie in ihren Konflikten und Spannungen zeigt und, ohne sich billiger Effekthascherei hinzugeben, im äußerstem Grade dem Theater gibt, was des Theaters ist. „Menschen in Weiß" ist ein Berufsdrama, ein Ärztedrama. Nicht zum ersten Male sind Probleme des ärztlichen Standes auf die Szene gebracht worden. „Professor Bernhardt", „Oer Arzt am Scheidewege"' befassen sich mit Konflikten des Arzttums. Sie lösen einzelne, in. der Berufsausübung entstehende Probleme heraus und versuchen in irgendeiner Form ihre Lösung zu zeigen „Menschen in Weiß* begnügt sich nicht mit einem Einzelkonflikt, es geht um % % % 4 % » m 1 I i JÜDISCHER KULTURBUND DRESDEN Zeughausstraßei, II. * Fernruf 18418 * Geöffnet: Werktäglich 10 — 1 Uhr 6. Abonnemeni-Veransialiuno Mittwoch, den 27. Januar 1937 20 U h r — Trianon, Ostra-Allee Das kürzlich mitsensationellem Erfolg uraufgeführte Aerzte- Drama des amerikanischjüdischen Dichters Kingsley. Das Hamburger Kulturbund-Theater gastiert mit MENSCHEN IN WEISS Schauspiel-in 4 Akten von Sidney Kingsley :- Regie: Hans Buxbaum; Bühnenbilder: Alfred Müller S" Darsteller: . % Die Damen: Marie-Luise Bruch,- Erna Cohn-Lorenz, Jakoba Eltenzweig, * Emmellne Gadlel, Lotte Müller-Oppenhelmer, Rita Nachum. Die Herren: Kurt Appel, Fritz Benschen, Klaus Brill, Julius Kohlen, Fritz I Melchior, Kurt Schindler, Georg Sello(Selinitz), Max Wächter: jg - Einzelpreise A RM 3,50, 3,—, 2.25, 1,50