Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 21 (15.11.1936)
- Date
- 1936-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 21 Seite 3 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden * JÜDISCHER § Zeughausstraße I, II. * die prelle unellt: I lese Milche» famMenblstt: es waren rwel 5tunden detter jüdischer ftletnkunN .... Pas Publikum ging begeistert mit . . . laailche RumHcftau: Du Publikum rourik Im rrlten ünllurm rrobtn ... Die Linien Dcrtinlatai Nch > zu einem au» Ton, färbe und Bewegung mell« gtblndlgkn Wirbel.. . Oa« ganze III witzig und von llkrarltdxm Niveau. C. D.-Zeitung: . . . ftlflnhuntt bellen Format» ... Dk Bunttkll und redend gtzeil »rinnen vieilach an den „»lauen Vogel". KULTURBUND DRESDEN { Fernruf 18418 * Geöffnet: Werktäglich 10 — 1 Uhr | Sonderveranstaltung außer Abonnement Einmaliges Gastspiel der führenden Jüdischen Kleinkunstbühne £ PER BUNTE KARREN - Sonnabend, den 21. November 1936 im Trianonsaal 20.3d Ohr . Ein west-östlicher Querschnitt des jüdischen Lebens und Humors __- . Das Programm der Zeit- - Eigene Dekorationen, Kostüme, Texte und Kompositionen Karten zu RM 2,50, 2,—, 1,50 und 1,— irrt Kulturbundbüro und an der Abendkasse - Es empfiehlt sich den Vorverkauf zu benutzen 2. Veranstaltung des Kulturbundes: „Dame Kobold" Lustspiel von Lalderon . .. . Wie anders wirkt dies Zeichen auf uns ein! Unsere Hamburger Freunde hatten »versprochen, uns einmal spanisch zu kommen", wir danken ihnen, daß sie ihr Versprechen schön erfüllt und uns einen km ganzen sehr befriedigenden Abend der Phantasie vorgezaubert haben. Liebe alte Dame' Kobold, bist du wirklich so gefährlich, daß du vor rund hundert Zähren unter Deck, hem bekannten Dresdner Dramaturgen, einen Theaterskandal - eine für uns kuriose Vorstellung! - entfesseln konntest? Wir sahen dich hier zuletzt vor zehn Zähren und stellten, wie auch jetzt wieder, dabei fest, daß dir in der sprachkünstlerischen Gewandung durch den uns nahestehenden Hugo von Hofmannsthal deine Zugend erhalten Jüdischer Kulturbund Dresden Voranzeige Oer neue tylolnar Der große Wiener Theater-Erfolg GROSSE LIEBE , Komödie von Franz Molnar gespielt vom Hamburger Kulturbund-Theater am Sonntag, 6. Dezember >936 1m Trlanon 4. Abonnement-Veranstaltung. (Bis zu dieser Veranstaltung ist der Eintritt ins Abonnement noch möglich; man sichert sich feste Plätze zu wesentl. verbilligtem Preis ) Sonntag, den 6. Dezember 1936 nachmittags 2 30 Uhr I n Henriette-Schie-Saai DieChanucka-Überraschung des Kulturbundes für unsere Jugend Handpuppenspiele des Hamburger Ensembles bei ganz kleinen Preisen geblieben, ja vielleicht erst richtig geschenkt worden ist. Kein Wunder jedenfalls, baß gerade er, der Wiener, sich seiner feinnervigen Art gemäß mit Wonne aus die von glitzernd spielesischer Theaterhaftigkeit erfüllte Degen- und Zntriguenkomödie stürzte, und daß sie auch jeden Regisseur reizt, seine Kraft an sie zu verwenden. Dr. Buxbäum, der sie schon an einer großen-Sühne mit Erfolg inszenierte, hat den Wesenskern, die gegebene Etilart, richtig erkannt und seine Einfälle auch in dem jetzigen beschränkten Vahmen geschickt zur Geltung gebracht. Man erwäge dabei vor allem die Schwierigkeiten der vielen kleinen»sich fast wie in der opera buffa vollziehenden Einsätze, Auftritte und Verwandlungen mittels eines primitiven Bühnenapparats! Umsomehr verdient Anerkennung, daß sich aus den einzelnen Elementen, dem Kosiümlichkn (Käthe Friedheim) sowohl wie dem Szenisch-Dekorativen (Alfred Müller), wobei nur das Straßenbild nicht recht ansprach, ein erfreulicher Gesamteindruck ergab, die nach Bilderbuchart zusammenklappbaren Kulissen wirkten dabei als im wahren Sinne ulkiger Drehbühnen-Ersatz, durch sie wurde das siott« Abrollen der Bilder ermöglicht und damit zugleich der Fluß der Zllusion gxwahrt ... Diener treiben mit ihren Herren ihr oft belustigend unbotmäßiges Spiel im Spiele,, auf geheimen Gängen huschen nächtens spukhafte Gestalten flüsiemd in dunkle Zimmer, immer dichter scheint das Liebeslabyrinth sich zu verwirren, bis am Ende sich nicht nur vier glückliche paare wohlgeordnet verneigen sondern sich auch — welch hübsche Symbolik! - der zuerst geflüchtete Griesgram aus der Versenkung der allgemeinen Freude zugesellt. ' Zn den Vollen der beiden verliebten Mädchen Donna Angela und Donna Beatrice sah man Vuth Fesiersen und Marie-Luise Bruch, beide für uns und im Ensemble neu. Sie bewegten sich nid?f ungeschickt, und was namentlich bei der zweiten an Befangenheit über ihrer Sprache und Mimik lag, dieses noch Unroutinierte, Tastende und Suchende jungen Künstlertums, gab ihren Erscheinungen ungewollt erhöhten Veiz. Dabei brachte die eine, eben die Dame Kobold, mehr das Listige und Draufgängerische des Liebesspieles, dessen Seele sie ist, die andere mehr das Schwärmerisch- Verhaltene ihrer Vegungen zu betontem Ausdruck. Don den Herren berührte Herr Melchior wieder angsnehm durch seine Männlichkeit, als sein drolliger Diener Eosme wußte Kurt Appel, ein klein wenig zu selbstgefällig, wieder alle Vegister seiner dankbaren Volle zu ziehen, sein Kollege, auch recht munter, war V. W. Feldheim. Die unterschiedlichen Brüder wurden von Klaus Brill und Kurt Schindler gegeben, von den Zofen trat die der Angela, Edith Hersflik, welche Volle T926 I hier Zenny Schaffer spielte, hervor. Die musikalischen Zutaten steuerte, diesmal mit Unterstützung durch