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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1936-09-15 · 17 (15.9.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
12 (1936)
Issue
17 (15.9.1936)
Date
1936-09-15
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 17 Gemeindeblatt bet Asraelitische« Religion*gemetnbe S)te*ben Sette 3 Kinderhort auch die Kleiderkammer der Gemeinde untergebracht werden. Oer Gaal wird etwa -150 Plätze fassen und an den auch Abenden für Vortrags'- und ähnliche Zwecke zur Verfügung stehen. Oie Übergabe des Heimes erfolgt im Oktober. Bei der zunehmenden Überalterung der Gemeinde wird es eine weitere Aufgabe sein, zu prüfen, ob neben oder im Zusammen- Ferienlager Porschendorf hang mit dem Henriettenstift nicht eine Möglichkeit zur Aufnahme einer größeren Zahl von alten Menschen geschaffen werden kann. Das nach dieser Dichtung bestehende Bedürfnis bedarf keiner Begründung. Oie Überwindung der bestehenden Schwierigkeiten wird sich die Gemeinde angelegen sein lassen. Don den Veranstaltungen des Kulturbundes vermittelten die stärksten künstlerischen Eindrücke wohl die Konzerte des Winawer- Chores, des Kammersängers Kipnis und des Ouos Josef und Doris Schwarz. Auch die beiden Aufführungen des Hamburger Kulturbundtheaters am Schluffe der Spielzeit konnten viel Äeifall erringen. Und gerade von den Aufführungen dieser Truppe erwarten wir auch für die neue Spielzeit besondere künstlerische Eindrücke. Wir wollen dabei vergessen, daß der Hamburger Regisseur bei der Auswahl der ersten Vorstellung keine glückliche Hand hatte, und möchten lediglich dem Wunsch Ausdruck geben, daß die Stücke, die uns gebracht werden, unS inhaltlich etwas zu geben vermögen und daß es möglich sein möchte, auch ein Stück jüdischen Sujets in den Spielplan aufzunehmen. Mannigfache Erwägungen waren es, aus denen heraus die Gemeinde vor kurzem eine Sing- und Znstrumentalgemeinschaft geschaffen hat. Oie beiden wesentlichsten scheinen uns die zu sein: die starke gemeinschaftsbildende Kraft, die in jeder chorischen Laienvereiniguug (sei es auf vokalem oder instrumentalem Gebiet) steckt, und ferner: der eminente Kunsterziehungswert einer solchen Betätigung; denn nur derjenige kann zum vollendeten Höhrgenuß eines Kunstwerkes gelangen, der selbst einmal an der Gestaltung eines — noch so bescheidenen — Kunstwerkes mitgewirkt hat. . üm diesen Ausblick mit dem Hinweis auf ein festliches Ereignis abzuschließen, sei schon heute des 50-jährigen AmtSjubiläumS gedacht, bas unser verehrter Herr Dabb. Prof. Or. Winter Ende September feiem kann und das im Hinblick auf die dazwischenliegendenden Hohen Feiertage am 17. Oktober f. G. w. festlich begangen werden wird. Über die Einzelheiten der Festfeier, deren i Schulausflug Anlaß - 50 Fahre heiliger Dienst an einer Gemeinde - nicht nur für unsere Gemeinde von einmaliger Äedeutung ist, sondem wohl in der Geschichte der jüdischen Gemeinden überhaupt sehr vereinzelt dasiehen dürste, wird die in Aussicht genommene Festnummer des Gemeinbeblattes Einzelheiten bringen. Um ernstes Jahr gebt zu Ende. Allen ihren Mitgliedern, auch ihren früheren, die heute in Erez Israel oder sonstwo draußen in der Welt darum ringen, sich einen Lebensraum zu schaffen, entbietet die Gem^indby in diesen Tagen ein herzliches pL’schoÄo tauwo“. Auszug aus der Synagogenordnung Unter Hinweis auf § 19 der Synagogenordnung wird dringend ersucht, jede Störung des Gottesdienstes zu vermeiden, jedes Gespräch und insbesondere aber jede Art von Äegrüßung, Beglückwünschung ufw. sowie lautes Mitbeten zu unterlassen. Es muß unter allen Umständen größte Ruhe und strengste Ordnung gewahrt werden. O«n Anordnungen der Aufsichtsbeamten ist unweigerlich Folge zu leisten. Oer Beginn des Gottesdienstes, speziell der predigten, wird an anderer Stelle bekanntgegeben. Oie Besucher des Gottesdienstes werden dringend gebeten, rechtzeitig zu kommen - die Gänge der Synagoge werden vor Beginn der predigt abgesperrt — und die Synagoge nicht vor Beendigung des Schlußkaddifch, an den Vorabenden der Festtage nicht vor Adaun aulom, zu verlassen. Kindern unter 6 Fahren ist der Zutritt in die Synagoge - außer am Gimchas Thauro - nicht gestattet. ..um.im.....ui.in...in.. Sichern Sie die Zukunft Ihrer Kinder durch Ausbildung im: Landschulheim Florenz 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben u. Mädchen v.ö—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten — Sprachenpflege 5. Eigene Haushaltschule, Stenographie, Schreibmaschine 6. Werkunterricht, Land* u. Gartenarbeit 7. Vorbereit, für Auswanderungsländer 8. Hausärztliche Überwachung, individuelle Förderung 9. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 10. Erstklassige Verpflegung, zeitgemäße Preise - keine Transferschwierigkeiten, Neuaufnahmen zum Wintersemester Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberreg.-Rat a. D. Dr. Werner Pelser Dr. M. Goldstein Florenz, Villa Pazzi, Plan dei Giullari

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