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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1936-05-15 · 10 (15.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
12 (1936)
Issue
10 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 10 Seite 5 * ©emeinbeMatt der Israelitischen Reltgtonsgemeinde Dresden Jüdischer Kulturbund Dresden rnniraiinfflnmmmnmnfflfflnmnffiinnnnnmmRTmnnnffinfflmn^^ ■ .'~"l-■’ '' Jüdischer Kulturbund Dresden 10. Abonnement-Veranstaltung«^ Mittwoch, den 20. Mal 1936, abends 8 5 Uhr, Neuer Saal Abend Dresdner Künstler Walter Goldmann - Siegfried Sonnenschein spielen auf 2 Klavieren Werke von Bach, Reger, Mozart und Busoni Herta Mautner-Falk singt Lieder von Tschaikowsky, Marx und Richard Strauß Siegfried Lewinsky liest Gedichte von Chaim Nachmann Bialik Nur Mitgliedsausweis und Eintrittskarte zusammen berechtigen zum Eintritt Es findet stren-ie Kontrolle t er Mitgliedsausweise statt. Die Mitgliedschaft kann für den Rest der Spielzeit zum ermäßigten Preise von RM I.— erworben werden. (Lichtbild mitbringen) Pretsgruppe A: RM 2.50, 1.75, 1.25. Vorverkauf: Zeupbausstr. 1,1. f—12 Uhr; 15 18 Uhr Tel 1H4 1H Relchsaussteltung Jüdischer Künstler im Jüdischen Museum zu Berlin Oie Beichsaussiellung Jüdischer Künstler ist der Initiative des Sekretariates für Bildende Kunst im Beichsverband Jüdischer Kulturbünde zu verdanken. Oie Künstlerschast aus zehn Städten ist vertreten und zwar aus Breslau, Dresden, Düsseldorf. Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim, München und Stuttgart. Oie Berliner Künstler haben zu Gunsten ihrer Kollegen im Beiche auf die Beschickung dieser Ausstellung verzichtet. In dieser Ausstellung wird zum erstenmal über das Schaffen jüdischer bildender Künstler in ganz Deutschland Rechenschaft ab' gelegt. Gleichzeitig wird mit ihr die große jüdische Gemeinschaft auf das Schaffen unserer in Deutschland lebenden jüdischen Maler und Bildhauer aufmerksamgemacht und angeiegt, ihr Schaffen zu unterstützen. Das Gesamtbild der Ausstellung ist überaus mannigfaltig und die Qualitätshöhe der gezeigten Arbeiten erfordert Bespekt. Aus Dresden haben sich drei Künstler an der Ausstellung beteiligt. Ihre beachtenswerten Leistungen lassen es bedauern, daß im Bahmen dieser Veranstaltung wegen Baumnot (es sind im ganzen 150 Bilder ausgestellt) nur einige Arbeiten von ihnen zu sehen sind. Da gefallen vor allem die qualitätvolle südliche Landschaft von Alfons Brock und bas ansprechende Blumenflück von Bruno Gimpel, dessen spezieller Beiz in seiner leuchtenden Farbgebung liegt. Bruno Gimpel zeigt in Lithographien der Prager Synagoge auch ein feines Gefühl für Schwarzweißwirkung. Die Plastik vertritt eine Frau in Dresden, nämlich Bose Simon mit einer ansprechenden kleinen Bronzefigur. Aus dem Kunstzentrum des Bheinlandes, Düsseldorf, stammen die ausgezeichneten Arbeiten von Max Stern, dessen »Hafenarbeiter'^ stark in Bewegung und Ausdruck find. Oer bekannte Düsseldorfer porträtisi Wesifeld ist mit einigen seiner charakteristischen Bildnissen vertreten. Der Kölner Maler Hans Elhbacher hat eine »Bhelnlandschaft* ausgestellt, die wundervoll die Atmoshäre und Stimmung des Bheinlandes wiedergibt, Isidor Aschheim, Breslau, hat von einer soeben beendeten Studienreise in Polen ungemein lebendige Zeichnungen mitgebracht. Bei der Hamburger Gruppe ist die Plastik besonders gut vertreten. Ein „Kinderkopf" von Iohannes Ilmari zeichnet sich durch Schönheit und Weichheit der Ausführung aus. Von Benno El kan, ist ein sehr schöner weiblicher Torso zu sehen. Den Stempel guter moderner Kunst tragen die Arbeiten des Frankfurter Malers Ernst Dreyfuß, dessen Selbstbildnis und Kongobild eine Vorliebe für dunkle Farbgebung verraten. Oer tanket des Frankfurter Biedermeiermalers Morih Oppenheim, Alfred Oppenheim, Frankfurt, führt die künstlerische Tradition seiner Familie weiter. Sein schönes »Blumenflüd* fand allgemein Beifall. Den Einfluß der Kunst der älteren Münchner Schule zeigen die qualitätvollen Gemältze von Siegfried Ziegler, München. Moderne und sehz>eUrnwfllige Kunst schafft die Gruppe Münchner Künstler um Budolf Ernst. Oer Bei; der Ausstellung liegt zum großen Teil -m>in, daß marn. einer Anzahl junger aufstrebender Taleüte begegnet)^L>as bedeutendsthunter Ihnen ist Elisabeth Springer, München, eltre-iunae Bilbbmlerin. die die sehr beachtete Gruppe »Mutter und Kind" schuft. VqN dfn Arbeiten der süddeutschen Künstler sei noch das perspektivisch und farbig ausgezeichnete Straßenbild des Stuttgarter Malers Igffonz Kckufmann erwähnt, Lnter der Fülle der Bamen und Bilder findet der Kunstfreund die Gemälde von Edwin Oppler, Hannover, die sich dem Schaffen seiner Familie würdig anreihen. Oie Berliner Beichsaussiellung Iüdischer Künstler zeigt, welch eine glückliche Idee es war, einmal in Berlin, der größten Gemeinde Deutschlands und dem Zentrum der deutschen Iudenheit, das Schaffen jüdischer bildender Künstler im Beiche zu zeigen. Über Themenwahl - Landschaft - Iudentum hinaus zeugt sie von einem ernsthaften Streben zur Kunst upd Kunst ist das wirkliche und einzige Thema dieser Ausstellung. Or. Irmgard Schüler. Gastspiel des Hamburger Kullurbond- Theaters Sonntag, 7. Juni Montag, 8. Juni Schwester und ich“ „Liebelei" Musikalisches Lustpiel Schauspiel von Benatzky von Schnitzler Beide Vorstellungen im Trianon Preise: RM 3.50, 2.50, 1.75 für 1 Vorstellung RM 6.50, 4.50, 3.— für beide Vorstellungen Eine jüdische private Musikschule in Berlin Sine Absicht, seit Iahren gehegt, ist endlich, beschleunigt durch den Übergang des ehemaligen Sternschen Konservatoriums in den Besitz der Stadt- Berlin, zur Ausführung gelangt: Am 15. April 1036 wurde in Berlin eine jüdische private Musikschule eröffnet, als deren Leiterin Susanne Landsberg-Hollaenver bestellt wurde, die Tochter Gustav Hollacnders, der jahrelang der Direktor des Sternschen Konservatoriums gewesen ist. Es werden alle Fächer Günstige Gelegenheitskäufe gebrauchter Sch l*CI b IH aSCh i P e II Saliy Mayer, Lültichaustr. I Ruf >2045 Unter*ooUu.wu.w, £

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