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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1936-05-15 · 10 (15.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
12 (1936)
Issue
10 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seit« 4 ®emetnlellatt der Israelitische« Relt>io«»>emei»de Dresden Nr. >o da es weniger ein Spiel als vielmehr wiffensmäßi'ge Beschäftigung sei und zur Sabbatfreude beitrage. 2m Westen wird selbst von Qrthodoren am Sabbat Schach gespielt, im Osten hingegen in frommen Kreisen unterlassen, da es, abgesehen von Bedenken wegen Mukze, auch als immerhin profane Beschäftigung nicht als der Weihe und Heiligkeit des Sabbats entsprechend gilt. An dem von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ab be> ginaenden bedeutenden Anwachsen der Schachliteratur sind jüdische Autoren in hervorragender Weise beteiligt. Hier seien nur die folgenden genannt: Elias Stein (Nouvel essai sur Ic jeu des echecs Haag 1789), Moses Hirsche! (1784), Rabbi Aron Alexander (Encyclopedic des echecs, Paris 1837). Hirsch Eilberschmidt (1826) und vor allem Julius Mendheim, der 1832 eine wertvolle.Sammlung von Schachaufgaben und Endspielen herausgab und auch als praktischer Spieler einen großen Ruf hatte; er gilt als Begründer der »Berliner Schule", die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts für die Entwicklung der Echachkunsi ganz Hervorragendes leistete. Eine neue Ära in der Geschichte des Schachs nahm 1851 mit dem ersten Turnier der besten Schachspieler aller Länder in London ihren Anfang. Bei den seitdem häufigen, öffentlichen internationalen Schachwettkämpfen war der Prozentsatz der Juden an erstklassigen Kräften ein ganz unverhältnismäßig hoher. Meister wie Harrw'tz, Löwenthal, Kolisch, Steinitz, Zuckertort in der zweiten Hälfie des vorigen Jahrhunderts haben in den Annalen des Schachs einen unvergeßlichen Ramen. Aus dem Londoner Tunier 1883 ging Zuckertort als erster, Steinitz als zweiter Sieger hervor. Drei Jahre später erwarb Steinitz die Weltmeisierschast. Er wurde erst 1894, bereits an der Schwelle des Greisenalters stehend, geschlagen, aber der Sieger war wiederum ein Meister jüdischen Stammes, Emanuel Laster. 27 Jahre lang behauptete dieser die Weltmeisterschaft, die er. gegen mehrere Rivalen, darunter wiederum zwei jüdische Meister, Janowski und Tarrasch, siegreich verteidigte, bis er 1921 einen Wettkampf gegen den Kubaner Eapablanca verlor. Damit lag zum ersten Male die Schachweltmeisterschafi in den Händen eines nichtjüdischen Meisters. (Ein abschließender Artikel folgt.) ftaltRlarini flr.iit Zeit vom 22. Rai bi; 6 Sani 1936 Synagoge ' Iller Ditos V uf - ■£ , ZS a> « S £ ü .S, u — 2 * c « Sh - s rc " ac v - -o at £_■ c o "i £ £ Szi< Sb 5 X. « - o -a_ -e .2 <e e« u jz i,c c 2 o s «= 5 Fr. 22 I 7* 7 Rausch Chaudcsch 7> 7» Sa. 21 .2 9 8in~ Kamldbor H-fr. Hos.a 2>>- Scbrifterklärung Spr d V 6 8*> 4» 755 8M So. 24 3 7»' 7 Mo. 25 4 730 - 7 Di 26 5 "7» 11 Eiew Schowuau* 1 830' 9 Mi. 2. ft Do -28 7 9 7 9 r>2> 9,,:’ 1 Tag Schowuaits Predigt 10» Rabbiner Dr Wolf 4 2 Ta* Sibowuaus Predigt und Seelen!. 10.« Rabb Prof. Dr Winter 8»' 8 9 80i yos Fr. 2‘t 8 7*’ 7! : 780 Sa. Zo 9 9 S'-M 9"> No-au H ft. Richter 13 * Schrifterklärung Spr. d V. 1 8»> 4») S04 9 5 So Zl 10 7-" 7 Pfingsten x! ,; Mo Jll.ni 11 7*u 7 Di 2 12 7*» 7 i Mi 3 13 7m 7 Do 4 14 730 7 Fr. 5 15 7». ~ 7 Anspache in der Sy acoge: Rabb Dr Wolf 7».i Sa ti ift 9 8*" 9>- R’haatanb’cho Haft. 8e 'a«ja 4? Schritte Klärung Spr d V 2 8»» 4»i 9IS ** Jugendgottesdienst im Gemein tegottesdienst mch »Ucm Rhu«, „Ad*** Jetchurufv4, MoriUHrtfie 1b, I. — Ansprache Rabb Königshöfer Die geHrtene Zeit de* Lichtanziin lens liegt jeweils 15 Minuten vor Beginn des Freitagabendgotteidienste« beim Gottesdienst nacb altem Ritus. 64001 Kraftdroschken-Ruf 64011 «1 Logier u. 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