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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-11-01 · 21 (1.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
21 (1.11.1935)
Date
1935-11-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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. Nr. 21 Semetutzedlatt »er Israelitische« Aeligiousgemetude Dresden Sette Türkisch8 Amtliche Bekanntmachungen -er Siitzßilhe» AneMtze» »mei>-eiertzsv-er Le-rerfort-il-ungstaguag 14. bis II. Oktober Oie durch die Vorankündigungen recht populär gewordene Tagung nahm ihren programmäßigen und recht harmonischen Verlauf. Oie Beschickung aus Mitteldeutschland war schwach, dagegen aus Sachsen, besonders aus Leipzig, sehr stark. Oie Hörerschaft setzt« sich ebenso stark aus Laienwie auS Lehrerkreifen zusammen; die Zahl der jugendlichen Hörer war überaus groß und das Interesse derselben besonders erfreulich. - OaS Kolleg Prof. Or. Bon dys (Frankfurt) über .Schule, Elternhaus und Iugendbünde" ' war sehr lebendig und anregend, auch bas Korreferat des Jugendlichen Kurt Gold man «-Leipzig hatte besonderen Äelfall. Das Interesse an dem Thema war so stark, daß am ersten Abend noch spontan eine Arbeitsgemeinschaft zum Kolleg eingelegt wurde. - Ebenso fand Direktor Adler-Stuttgart für seine Arbeitsgemeinschaft .Meodthik des Musikunterrichts" eine von Lesung zu Lesung steigende Zahl von Hörern, besonders aus Laienkreisen. Seine überaus lebendige, von erstaunlicher Intuitton beschwingte methodische Äehandlung des Singens, besonders des Eingens mit - Jugendlichen, war. von überraschender Wirkung und vermittelte eine Fülle von Anregungen für die Lehrerschaft. - Den gleichen Vorzug der Vermittlung eines gewaltigen Reichtums an methodischen Anregungen modernster Art hatten die Kollegs des Herrn Or. Epstein-Frankfurt über den .Deutschunterricht an der Iüdkschea Schule". Oer Dozent konnte aus dem Vollen seiner reichen Erfahrungen, seines ttefen stofflichen Wissens und seiner angeborenen großen methodischen Geschicklichkeit bieten und hat seine Hörer ttoh des nur einen Nachmittags außerordentlich gefördert. - Ein« aus gründlichster Kenntnis des Landes geschöpfte, flüssig und interessant dargeboiene Stoffsammlung über paläfltnakunde, welche Sr. Franz Meyer-Äerlin seinen Hörern darbot, wird in der kommenden Schulzeit ohne Zweifel reiche Früchte tragen. - Recht interessant, weil vielfach ganz neu, war auch eine Arbeitsgemeinschaft der beieen Äerliner Herren Vektor Veschke und Lehrer Aß.- „Oer Film an der jüdischen Schule". Oie zahlreichen praktischen Filmbeispiele, mit Hilfe einer neuarttgen, billigen Schmalfilmapparatur vorgeführt, machten die Darbietung sehr nützlich. Oie beiden Herren brachten auch eine für die Schulverwaltungen bestimmte Denkschrift zur Verteilung, die für die Äeschaffung der I gezeigten Apparate und Filme werben sollte. - Oer Leipziger Meister ' des Hebräischen, Herr Or. WoSkln hatte sich wieder in dankenswerter Weise, für ein« Anzahl von hebräischen Sprachkursen zur Verfügung gestellt, die den Erfolg erzielten, daß sich ein« Arbeitsgemeinschaft zur Fortsetzung der wichttgen hebräischen Gpracharbeit in den Weihnachtsserien zusammenfand. Oer Vorstand der Leipziger Gemeinde ehrte die Hörerschaft durch einen,Empfangsabend, bei dem neben gastfreundlichster Bewirtung Herr Vorsteher Goldschmidt liebenswürdige Begrüßungsworte sprach. Herr Prediger Sünsberg-Zwickau dankte für die Erschienenen herzlich. Oie Lehrerschaft verließ die Tagung mit hoher Äefttedigung und sprach sich auch außerordentlich dankbar über die großzügige Gastfreundschaft der Leipziger jüdischen Bevölkerung auS, die zahlreich« Quartiere für die gesamte Tagungszeit zur Verfügung, gestellt hatte. Samuel Hades, Leipzig, SO Lahre Am 31. Oktober kann der stellvertretende Vorsteher unserer Verbandsgemeinde Leipzig und langjährige Vertreter seiner Gemeinde km Ausschuß unseres Verbandes, Herr Samuel Hobes, auf die Vollendung von acht Lebenchahrzehnten zurückblicken, BUCHHANDLUNG KARL STRAUSS WAISENHAUSSTRASSE 25 FERNSPRECHER NR. 14 535 Iahrzehnte, erfüllt mit restloser Arbeit, beglückt aber auch durch den Erfolg der Arbeit. Stets ist es uns eine hohe Freude, den würdigen Greis mit dem jugendfrohen und gütigen Älick bei den Sitzungen des Gemeindeverbandes hier in Dresden zu sehen. Möge es uns und möge es der Leipziger Gemeind« vergönnt sein, daß wir uns noch recht lange an dem Nugen Rat des Iubtlare erfreuen können. Herrn Hobes selbst wünschen wir weiter die volle Frische des Körpers und des Geistes und die volle Harmonis der Seele, die alle Menschen, die ihn kennen, so hoch schätzen. Vereinsnachrichien Zionistische Ortsgruppe fSekretariat: Grunaer Stt. 13, Ruf: 14240) Am 3. November 20 ilhr findet unser 1. Heimabend im Saale der Fratemitas-Loge, Morihstr. 1 b, statt, bei dem über das Thema .WeShalb Zionismus?" diskutiert werden wird. Oer Heimabend wird vom Gesang hebräischer Lieder umrahmt. Wir erwarten, daß sämtliche Mitglieder zu diesem Heimabend pünttlich erscheinen und sich lebhaft an der Diskussion beteiligen werden. Auch Gäste sind willkommen. Für das Winterhalbjahr ist die Abhaltung von Heimabenden in regelmäßigen Abständen geplant. In Schulungskursen werden aktuelle zionistische Fragen besprochen werden. Ein Lhug Iwri wird ebenfalls eingerichtet. Interessenten für die Schulungskurse und den Ehug Iwrk wollen sich im Sekretariat umgehend melden. JÜDISCHE RUNDSCHAU Das einzige jüdische Blatt in Deutschland, das-zweimal in der Woche — an - jedem Dienstag und Freitag zur Ausgabe gelangt Bezugspreis nur RM 2.— monatlich oder RM 5 75 pro Quartal B ejs.t e 11 e n S ie bitte die JÜDISCHE RUNDSCHAU bei Ihrem Briefträger, bei einer Poetanstalt oder direkt beim Verlag|Ber!ln*W 15, MeinckestraBe 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU

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