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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-11-01 · 21 (1.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
21 (1.11.1935)
Date
1935-11-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 Gemeindeblatt der Israelitischen Sieligionrgemeinde Dre-den Nr 21 Israelitische Religionsgemeinde' zu Dresden Jüdische Wrnterhilfe 1935/36 l Konten Postscheckkonto der Gemeinde _Amt Dresden Nr. 10288 oder Gebr. Arnhold „Sonderkonto Jüdische Winterhilfe 1935 36“ 8. Mattersdorff An die Juden Dresdens!;Das Winterhiifswerk des Deutschen Volkes betreut in diesem Jahre jüdische Hilfsbedürftige nicht und zieht die Juden auch nicht als Spender heran. Nach den von dem Herrn Reichsbeauftragten für ^as Winterhilfswerk genehmigten Richtlinien führt die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Verbindung mit den jüdischen Gemeinden Deutschlands die Jüdische Winterhilfe durch.“ So lautet die Mitteilung der. großen jüdischen Organisationen, mit der — auch in unserem Gemeindeblatt — zur Jüdischen Winterhilfe aufgerufen worden ist. Wir wissen; es ist bei der Jüdischen Winterhilfe des Jahres 1935/36 nicht nötig, zu betonen, daß die Not groß ist und die Hilfe .dringend. * Wir wissen, daß es keines besonderen Appells bedarf, die Juden Dresdens zur Erfüllung einer Pflicht aufzurufen. Die Sätze des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes, die auch für die Jüdische Winterhilfe Geltung haben, beantragen: für selbständige Einkommensteuerpfichtige monatlich 3°0 der Einkommensteuer 1934 für Lohn- und Gehaltsempfänger monatlich 10% der Lohnsteuer ' jeweils für die Monate Oktober 1935 — mit März 1936. Es gibt keine Gründe sich auszuschlieOen, die auch bei strengstem MaBstab für ein sittliches Handeln bestehen könnten. Die Leistungen, die für die Jüdische Winterhilfe erforderlich sind, sind ungeheuer groß, weit größer, als die meisten ahnen. Die Opfer — das ^wissen wir —, die insgesamt von der jüdischen Gemeinschaft gefordert werden, sind ebenfalls sehr groß: Winterhilfe und Sammlung für Hilfe und Sammlung für Palästina. Und trotzdem wiederholen wir: Es gibt keine Gründe sich auszuschlieOen, die auch bei strengsten MaBstab für ein sittliches Handeln bestehen könnten. Nur dann, wenn die Judenheit des Jahres 1935 sich aus eigener Kraft, durch ungewöhnliche Opfer, selbst hilft, wird sie vor der Geschichte des. jüdischen Wegs durch die Jahrtausende gerechtfertigt sein. Auch in den gewohnten Formen der Eintopf-, und Kleidersammlung tritt die Jüdische Winterhilfe an die Juden Dresdens heran. Auch hierbei heißt es, gleiche, wenn nicht größere Leistungen erbringen als in den vorhergehenden Jahren. DRESDEN, im Oktober 1935 / Tischri 5696 Vorstand und Rabbinat der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Max Lesser Hermann Schocken Dr. Walter Grün Rabb. Prof. Dr. Winter Erich Schapira Samuel Weiger Dr. Artur Rosenbaum Rabb. Dr. Albert Wolf Das Komitee für die Jüdische Winterhilfe Dresden Rudolf Apt, Dr. Kurt Arnhold, Karl Bochner Fritz Brauer, Dr. James Breit, Dr. Max Eger, Dr. Richard Elb, Max Estreicher, Egon Feuerstein, Emil Fisch), Nathan Friedmann, Moses Hausmann, R.-A. Bernhard Hirschei, Julius Lewin, David Maerzon, Hans Mattersdorff, Dr. Leopold Prinz, Max Stern, Dr. Emil Zimmermann, Meiir Zucker.

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