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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-09-01 · 17 (1.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
17 (1.9.1935)
Date
1935-09-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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n». '7 GemeindeLlatt der Israelitisch«» Religion! gemeinde Dresden Sette 3 jfiiiiiiimiiliiiiiiiiiiiiiitiiiilliilimiilliiiliiiiliHiillllltillliliillllimiliiliiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiitiiHiiiiiiiiiMiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiHimimmmiiiiuiiiHiimmiiiiiiimiiiiiimiMi im UHtdet 1935136 | Wie bereits in der vorigen Nummer bekanntgegeben, wird die Arbeit der Jüdischen Künstlerhilfe von dem | Jüdischen Kulturbund Dresden fortgesetzt, der dem Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland angeschlossen ist. _ | I Gemäß den auch in der Tagespresse veröffentlichten behördlichen Bestimmungen ist der Besuch der Veranstaltungen nur | I Mitgliedern des Kulturbundes gestattet. In einer Besprechung, an der teilgenommen haben der bisherige Vorstand der - | Künstlerhilfe, sowie Vertreter des Gemeindevorstandes und -,er Organisationen, die sich bisher für die Kulturarbeit eingesetzt | | haben, wurde die Künstlerhilfe zum „Jüdischen Kulturbund Dresden“ umgegründet und dessen Vorstand bestellt. * | \y Es herrschte Uebereinstimmung, daß möglichst jedes Gemeindemitglied auch Mitglied des Kulturbundes werden soll. Die ,| § Vertreter der Organisationen werden sich dafür einsetzen, daß die Mitglieder ihrer Organisation, deren Ehefrauen und erwachsene 1 1 Kinder dem Kulturbund möglichst vollzählig beitreten. Sie werden darauf hinwirkeh, daß die Meldung durch die Organisation - | übermittelt wird. - Der Jahresbeitrag wurde so niedrig bemessen, daß weitesten Kreisen die Möglichkeit des Beitritts eröffnet ist. Er | § beträgt RM 3.— und wird auf die Entnahme von Eintrittskarten in folgender Weise angerechnet: Die Mitgliedskarte (Lichtbild- - | aus weis!) enthält 6 abtrennbare Gutscheine zu je RM —.50, die je mit ihrem vollen Wert bei sechs verschiedenen Veranstaltungen | - in Zahlung genommen werden. - - Es besteht, wie in den Vorjahren, die Möglichkeit, die Veranstaltungen zu abonnieret,. Den Abonnenten wird der volle | | Mitgliedsbeitrag auf das Abonnement angerecnnet. Es wird ein Abonnement A und ein Abonnement B eingerichtet werden, | § ersteres für die Veranstaltungen im fremden Saal, letzeres für die im neuen Gemeindesaal. Die'Abonnements umfassen zunächst - | je 4 Veranstaltungungen und bieten gegenüber den Einzelpreisen wesentliche Vergünstigungen. - | Die Eröffnung der Veranstaltungen im Abonnement A findet voraussichtlich am 28. Oktober 1935 statt. Näheres, insbe- - - sondere über das Programm in der nächsten Nummer. - Anmeldungen zur Mitgliedschaft werden schon jetzt entgegengenommen. | rillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllMlllllllllltlltllllttlllllllllllMlllllllllllllltlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIimillllllllllllllllllMlllimillllllllllMIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIM, Volk mit dem schweizer Volk verglich, indem er den Zionismus und den Freiheitskampf der schweizer Geschichte auf einen Nenner brachte? Zeder Kongreß bringt in seinem Verlauf Höhepunkte.. Oer feierlichste ist immer die Eröffnung. Dem diesmaligen Beginn sah man mit großer Spannung entgegen. Schon vier Tage vor dem Anfang waren die 2000 Plötze im Kongreß-HauS auSverkaust. Go wurde eS notwendig, baß eine Übertragung der Feier in daS Stadt-Theater erfolgte. Auf dem großen Platze vor dem Kongreß-HauS brannten in hohen Kandelabem FesteSfeuer. OaS HauS selbst war mit Fahnen außen , und im Innern festlich geschmückt. Äon der Stirnwand im Saal grüßt daS große Bild von Theodor Herzl. Oer Gaal füllt sich, die erwartungsvolle Erregung unterbrechen die drei Hammerschläge, daS Zeichen deS«BeginnS. Herein tritt die Exekutive, geführt von dem Präsidenten Gokolow, und mit ihm kommen die Vertreter von Staat, Stadt, der Gesandtschaften und der südischen Körperschaften. Ansprachen der Begrüßung folgen,- besonders muß die Nede des Völkerbund - HochkommisiarS für die Flüchtlinge, Mar Donald, hervorgehoben werden, in der er der zionistischen Organisiatton den herzlichsten Dank dafür auSspricht, daß sie Palästina weit geöffnet, hat: Denn alle anderen Länder seien, so sagte er, verschlossen. ES gäbe so gut wie keine nennenswerte Aufnahme in ein anderes Land. Ein Wort zu emstem Nachdenken, besonders für alle die, die auch heute noch Illusionen nachjagen. Von gleichem Ernst, aber noch viel tieferer Gründlichkeit, ist die groß angelegte Eröffnungsrede deS Präsidenten durchdrungen, der in seinem bedeutenden Neferat die Lage in der Galuth schilderte und dem gegenüber alS die einzige Lösung der Iudmfrage den Aufbau von Erez-Israel hinstellte. Nach der Feier strömte die Menge inS Freie, und draußen waren im weiten Umkreis die Häuser festlich beleuchtet, während unmittelbar vor dem Kongreß-Saal eine große Zahl von Jugendlichen sang und Horrah tanzte, die Horrah, die in ihrer ErlebniSsieigerung den Abschluß deS AbendS bildete. Oer bisherige Verlauf — eS sind erst drei Arbeitstage, da der Gabbath frei ist, - läßt bereits die Größe und Vielfältigkeit der Aufgaben erkennen. Hervorgehoben sei daS großzügige Neferat von Ben Gurlon, der, wie mit weitem Blick für die Ferne, auch die Aufgaben deS TageS scharf umriß. Oie Darlegungen von Ussisch kin, dem Leiter deS Kerem Kajemeth, der in seinem hohen DerantwortungSbewußtsein der zionistischen Bewegung ein Stück Muffar laS, gipfelten inder Forderung, die großen Möglichkeiten für Bodenerwerb auSzunützen. Am Wichtigsten, gerade für die Juden in Deutschland, scheinen jedoch zwei der bisherigen Vorträge gewesen zu sein: der eine von Nuppin über 2^Iahre kolonisatorischer Tätigkeit in Erez-Israel, eigentlichem Bericht seiner eigenen Arbeit, da er über ein VierieljahrhundeXdieseS Gebiet leitet: hier wurde auS den kleinsten Anfängen, ohne große Mittel, entgegen den Widerständen größter Teile der Iudenheit ein Werk zu so beachtlicher Höhe emporgeführt, daß in den letzten zwei Jahren 100 000 Juden ausgenommen werden konnten. Und zum Zweiten: die Ausführungen von Miß Gzold über die Iugend-Alijah auS Deutschland. ANe Mütterlichkeit, alle hingebende warme Fürsorglichkeit sprachen auS ihren Worten, die einen lebendigen Eindruck von der großen und immer weiter auszubauenden Arbeit der Überführung und Einordnung der 15 bis 17jährigen Jugend auS Deutschland nach und in Erez-Israel vermittelten, Oer,Kongreß brachte der hochverdienten Frau, die gerade ihren 75. Geburtstag feierte, in seltener Einmütigkeit stürmische Kundgebungen bar. Und eS war nicht nur ein Bonmot, sondern herzliche Mitfreude, alS der Präsident bei Bezugsgebühren des Gemeindeblaiies Oie Bezugsgebühren deS GemeindeblatteS wurden auf NM - .50 pro Quartal festgesetzt. Diele Gemeindemitglieder haben der Einfachheit halber die Gebühren für daS gesamte Kalenderjahr 1935 mit NM 2.- auf einmal bezahlt. Im Interesse deS ungestörten FortbezugeS und de?' Ausrechterhaltung deS Blattes bitten wir alle Semeindemitglieder, di« mit der Bezahlung noch im Nückstand find, den Betrag umgehend bei der Gemeindekaffe einzuzahlen evtl, in Briefmarken zu übersenden, oder aber auf Postscheckkonto 10288, bzw. eines unserer Konten bei den Bankhäusern Gebr. Arnhold und G. MatterSdorff zu überweisen. Dresden, im August 1935- Der Vorstand der Ifxaelittfchen Neligionsgemeinde zu Dresden. i

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