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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-04-01 · 7 (1.4.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
7 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2 Gemetatzeblaii der gsrae!t1i1che»Nelt>to»»ß«mei«de Drestzea Sette s Mitteilungen Über Dresdner jüdische Kulturveranstaltungen. Dresdner Jüdische Künstlerhife Kulturveranstaltungen 1934/1935 Donnerstag, den 11. April 1935 abends 8.15 Uhr, Im Großen Saal der Dresdner Kaufmannschaft Letzter Abonnements - Abend I HEITERE KLEINKUNST Camilla Spira (die „Rösselwirtin" des Großen Schauspielhauses Berlin) mit Chansons Else Dublon in Ihren seriösen und parodlstischen Tanzen Max Ehrlich, der beliebte Ansager und VortragskOnstler Eintrittskarten zu RM. 250. 1.75 und 1.25 Im Gemeindeamt, Theaterkasse Reka und Buchhandlung Strauß. Jugend-- karten durch die JugendbOndd; an der Abendkasse nur gegen Vorzeigung der Mitgliedsausweise der Bünde. preffestimmen über Elfe-Ieannette Dublon L.-V.-Zeltung: 3» der Erinnerung haften am stärksten - - die Tänze von Elfe-Ieannefte Dublon, die man nicht oft genug sehen kann. Sie fügte zu chrem Rebbe und Schadchen noch zwei neue, von denen besonders das anmutige Kinderspiel von den »sieben Kindem* gefiel. Sei ihr vereinigten sich tänzerisches Können, Musikalität und kluge mimische Kunst zu einem beglückenden Zusammenwirken ... Jüdische Rundschau: Das große Ereignis des Kleinkunstabends ist der chassidische Tanz »Wenn der Rebbe* von Dublon. Das kleine Lied berichtet von den Ehasstdim, die alles nachmachen, was der Rebbe tut: wenn er nießt, wenn er lacht, wmn er weint, wenn er tanzt, wenn er schweigt. Was aber diese reizmde Künstlerin an Ausdruck, an Anmut, an Seele in dieses Stück hineinlegt, wie chrr feinen Hände, sprechen, ihre Augen schalkhaft funkeln, wie fle wirklich mitlachen und mitweinen, mittanzen und - mitschweigen läßt, das ist von ganz hohen Rang und hinreißend für den in den Sann gezogeneck Zuschauer. Sie offenbart in Tanz und Wesen etwas von der naiven Innigkeit des Ehassidismus. Es ist ein Kabinettstück, das seinen Weg durch di« Welt machen kann.' Drücken zur biblischen Wett war das Thema, über das Rabbiner Or, Joachim Pr nz im Rahmen der Kulturabmde der jüdischen Künstlerhilfe sprach. Dem Redner war es dämm zu tun, an Hand von ausgewählten Äibelstellen aufzuzeigen, daß die Sibel daS universellste Such barstellt, das alle Höhen aber auch alle Riederungen des menschlichen Lebens und Strebens widerspiegelt, Prinz bemühte sich in {feiner bekannt eindringlichen Sprechweise, das Interesse für die Sibellektüre von dem (Michtspunkt aus zu erwecken, daß hier - aiich soweit pa> triarchm- und Prophetengesialten in Frage kommen -{Menschen aus Fleisch und Slut gezeichnet sind. Er betonte am Schluffe seiner Ausfühmngen ganz besonders, daß diese rein subjektiv bewertet werdm möchten. Lediglich einen Weg, seine Srücke zur Sibel, habe er dm Hörem nahe bringen wollen. Wie stets!bei prinz'schen Vortragsabenden war die zahlreich erschienene Zuhörerschaft stark gefesselt. -! Konzeri des Wittenberg,Trios Oie im Jahre 1933 gegründete Kammermusikvere{nigung (Prof. Alfred Wittenberg, Violine - Paul Slumenfeld.! Vkoloncell - Walter Goldmann, Klavier) hat sich bereits bei! ihrem erstm Auftreten in Dresden, im Oktober 1933, viele Freunde erworben. Sie hat sich inzwischen noch weiter zusammengespielt un{d etnenshohm Grad kammermusikalischer Exaktheit und Delikatesse Erreicht. Sei dem Geistertn'o von Äeethoven, welches den Abend eröffnete, erfreuten die streng »klassischen* dynamischen Schattiemngen, wobei besonders die vomehme Zurückhaltung des Pianisten auffiel. Das schwungvolle H-0ur-Trio von Ärahms gah Gelegenheit zur Entfaltung blühmden und schwelgerischen Klanges. Im Mitteltett brachte Herr Älumenfeld das slello-Konzert von Dvorak zum Vortrag. Ist dieses Konzert dusch seine ungewöhnliche technische Schwierigkeit an sich schon ein Prüfstein für den Cellisten, so muß eine Aussühmng, bei der das{ Klavier die Stelle des reichbesetzten und farbig instrumentierten Orchesters,zu vertreten hat, geradezu als ein Wagnis angesprochen werdm. Paul Slumenfeld entwickelte eine bis in die höchste- Lagen des Insimmentes im. großen und ganzen zuverlässige Technik - die sehr schwien'ge Kadenz kam sogar untadelig - und bekundete vor allem musikalischen Geschmack und sicheres Etilempfinden. Walter Goldmann war ihm ein zuverlässiger Segleiter, der auch die heiklen Tutftsiellm am Flügel geschickt wiederzugeben! wußte. Ihre diesjährige durch Bücherrevisor Dr. Hans Pohly, Viktoriastr.l 2, Ruf 19450 Mitglied des Verbandes der Bücherrevisoren u. Steuerberater Zur Aufführung eines jüdischen Oratoriums mit ersten Berliner Solisten werden QOSUCllt Oesangs-(Choristimmen (Sopran, Alt, Tenor, Baß) mit Kenntnis im Blattlesen, ferner Streicher (Violine, Viola, Violoncell, Kontrabaß) mit/CRvas Ensemble-Erfahrung. Eilmeldunuen an das Gemeindeamt, Abi KUnstlerhilfe, erbeten. Frühjahrs-Neuheiten für den eleganten Herrn HERM. HAUGK NACHF. Inhaber: Max Strelzyn — Dresden-A., Prager! StraBe 37 ssattssasaaassaasf a—— sssassss«« ssesisMa«msnsaeesee>M«ssss» — eeeaaeeaeaeea eeaaaeeeeeaoooeeoaMdfoo^oaeaao——a Das Dc&scUm! TAglich nachmittags und abends das große Programm Nachmittags Eintritt frei / Kein Qedecku. Weinzwangl Waise nhausstra Be / Telefon 122944 I

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