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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-04-01 · 7 (1.4.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
7 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Gemeinbeblatt bet Israelitische» Weligt onigemeinbe Drerden Nr. 7 Amtliche Bekanntmachungen Vereinsnachnchten Zeittafel Semeindeamt, Ieughausstraße 3, Telephon 14051 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8 — 1 Uhr. Sprechzeit de» Syndikus u. vüroleiter Vr. Saalheimer, 11 — 1 Uhr, Dejchäst;führender Vorsteher: Herr Max Lesser (z. 3t. verreist: Vertreter: Herren vr. Walter Grün, und Hermann Schocken). persönliche Rücksprachen mit den Vorstandsmitgliedern vermittelt da» Gemeindeamt. Sprechzeiten der Herren Bakbiner. vie Herren Rabbiner find in fömtkichen seestorgerischen, besonders auch persönlich-religiösen Ungelegenheiten wochentäglich zu folgenden 3eiten zu sprechen: Rabbiner profeffor vr.winter, neue Adresse: Sedanstraße 24, Trdg., Telephon 47355, von 71-1 Uhr. Rabbiner vr. Wolf. Aeughaussttaß« 1,3., Telephon 14051 und 17887 Montag», Mittwochs und Freitag, von 10— >,,12 Uhr. - Der Gemeindedajan, Herr Rabbiner horowitz, Große 3wingerstraße 6, . täglich 4-12 Uhr Dohlfahrtsffelle: Sprechstunden Montags, Mittwochs und Freitag, von 4 —10H Uhr. chleiderkammer: Ausgabe zur 3eit nur auf schriftlicher Gesuch und erfolgte Bewilligung. Wirtschaftshilfe: a) Allgemeine Beratung und Auswanderung. Montags, Mittwochs und Freitags von 4— >&li Uhr, Donnerstags von 18-14 Uhr. b) Beratung für Berufsumschichtung: Montags von 6-7 Uhr, Mittwochs von 10-11 Uhr. Darlehenskasse: Mittwoch» von 4-^11 Uhr und Donnerstag von 18-14 Uhr. Mittelstandsküche: Essenausgabe täglich außer Sonntag von 12 —>.,2 Uhr, Ausgabe der Speisemarken Montag», Mittwochs und F>eitags von 12-1 Uhr in der wohlfahrtsftelle. wer den Preis von RM 0.45 bezahlt, braucht keine Speisemarken. Die Rüche befindet fich Seughausstraß« 1, Lrdg. I Bibliothek: Ausleihe: Sonntags von 11-12V, Uhr, Mittwochs und Sonnabends von 20 — 22 Uhr (Kostenlos). Lesezimmer: Geöffnet Mittwochs und Sonnabends von 20— 22 Uhr (Kostenlos). Jüdische Künstlerhilfe: (Kulturveranstaltungen) Montags bis Donnerstags von 10—12 und 3 — 6 Uhr, Freitags von 10—3 Uhr. Personalien Geburten: > 7. März 1935: Marion Hochmann, Tochter des Kaufmanns, Herrn Ehil Hochiftann und dessen Ehefrau Adele geb. Gütler, Zirkusstraße 22. 11. März 1935: Bernhard Teufel, Lohn des Kaufmanns, Herrn Georg Teufel und dessen Ehefrau Brunhilde Gertraude geb. Heyne, peflalozzistraße ll. Barmizwoh: Oer von der ZrauenarbeitSgeineinschast des E.-B. am 16. März zwecks Gründung eines Fonds für ein Heim des B. d. 3. 3. veranstaltete Bridge-Abend war erfreulicherweise sehr gut besucht. Wir danken Allen herzlichst, die durch ihre Teilnahme an dem Abend und durch persönliche Spenden die gute Sache fördern halfen. Mittwoch, den 3. Apn'l, abends 8.15 L!hr in den Bäumen der Fraternitas-Loge Bortrag von Frau Gunda Ealinger, wissenschaftliche Graphologin: »Oie Schrift, ein Spiegel des Menschen." (mit Lichtbildern.) 3- T. S>. B. Bar Kochba Km 28. März 1435 fuhr von Trieft aus die 400 Mann starke Mannschaft de» Deutschen Makkabikreise» zur 2. Makkabiah, darunter die 2 Dresdner Fritz Falik und Ernst Hammer, die den Deutschen Rrei» im Fußball und in der Leichtathletik vertreten werden. Außerdem nehmen noch 6 Dresdner Bar Rochbaner an dem Aufmarsch und den Maffenvorführungen teil. Über den Verlauf der Makkabiast>»erden wir berichten. r Jüdischer Zugendbund Dresden vereinsräume Moritzstraße 1 b 4. April Vortrag, Vr. Isaak, .Diereligiöse Entwicklung de» deutschenIudentumsim 14.Jahrhundert.» Buchbesprechung Klvert Lewkoroltz: Dar Judentum und die geistigen «trö mungen de, 14. Jahrhundert». (Grundriß der Gesamtwis. senschaft de» Judentum».) Breslau 1435. Das umfangreiche, geradezu aktuelle Buch stellt fich die Aufgabe die zwischen dem jüdischen und europäischem Geistesleben im letzten Jahrhundert stattgehabte Wechselwirkung zu untersuchen. Indem der verfaffer den 3usammenhängen nachgeht, kennzeichnet er nicht nur den Einfluß der abendländischen Rultur auf da» Judentum, sondern weift auch die Bedeutung auf, die da» Judentum für da» religiösstttliche Bewußtsein Europa» erlangt hat. Die mit der einflußreichsten Erscheinung der abendländischen Geistesgeschichte, mit Immanuel Rant beginnende Darstellung läßt prominente jüdische Denker hervortteten, deren Gedankenwelt den kantischen Einfluß auf da» Judentum erkennen läßt. Über Hermann Lohen führt die Darstellung vom Rationalirmu» zur Weltanschauung der komanttk, deren Vertreter die objektiv« Erkenntnis der Judentums fördern und ihm zur Anerkennung seiner weltgeschichtlichen Bedeutung verhelfen. Auf dieser vasi» «mpfängt die mit dem Rampf um die Emanzipation einsetzende wiflenschast de» Judentum» starke Impulse, und in ihren bedeutenden Erscheinungen äußern sich die immer stärker werdenden gegenseitigen Be- Ziehungen zwischen der jüdischen Geisterrdelt und dem romano-germanischen Rulturkreise. Der letzte große Teil de» Buche» bringt zusammenfastend die Vorstellung der naturalistischen Seitströmung, an deren Überwindung auch bedeutende jüdisch« Denker hervorragend beteiligt find. Au» dem groß angelegten, tief schürfenden Werk erwächst den Führern der Iudenheit die Ausgabe, fich immer wieder mit dem Geistesleben der 3eit auseinanderzusetzen, um die Ewigkeitswerte de» Judentum» stet» von neuem hervortteten zu lasten. Dt. 3 In der Synagoge, Zeughausstraße 1b - 13. Apn'l 1935: Gerhard pfingst, Sohn des Kaufmanns, Herrn Arnold p fing st, Godeffroysiraße 47. Sterbefälle: 19. März 1935: Frau Maria Mendelssohn geb. Segal, Werderstraße 18. 20. März 1935: Herr Lewy Bübin, pn'vatus, Etephanienstr. 19. März 1935: Frau Minna veno. Ikenberg geb. Kahn, Badeberg, Hauptstraße 34. 23. März 1935: Frau Oorris Sternberg geb. Falk, Kaiher Straße 76. Verlobung: 23. März 1935: Fräulein Hanna Ikenberg, Walderseeplatz 1, mit Herrn Fred Estreicher, Wallotstraße 22. Personalnotiz: 2. Apn'l 1935: Trauung des Herrn Babbiner Emanuel Königshöfer, Dresden mit Fräulein Buth Goldschmidt, Schlüchtern, in Wiesbaden, Bitters Hotel. Singegangen find folgende Bücher (Linzelbesprechung behalten wir uns vor): Maria Wertheimer, Alle Tage Deines Leben, ... Ein Buch für die jüdische Frau. I. Raufmann-Yerlag, Frankfurt a. M. 1435. Elieser Smolly, Der Retter von Ehula. Jüdische Jugendgeschichten au» dem neuen Palästina. Au; dem hebräischen übers, tzt und bearbeitet von Fritz Kronftein und M. p. Bloch. Erich Reiß-verlaa. verlin 1434,35. Max Samt er, Die Versuchung. Eine Erzählung. Vortrupp- Verlag. Berlin 1434. Amalienstraße 19 n Ruf 14236,46712 Elektrische und Licht-Behandlung ISprechstunden: 10—12 u. 16—17»® Zwei leere Zimmer eventl. mit etwa4 llüchenbenutzung von älterer vame für l. Mai gesucht. Offerten u. 692, Anzeigenverwaltung Jak. Eternlicht, Oresden-A. 19, Gtübel-Allee 35

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