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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-02-01 · 3 (1.2.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
3 (1.2.1935)
Date
1935-02-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3 Gemetvdebkatt »er Israelitisch,» Religton-grmeinde Drelde» Sette Z Der Haushaliplan -19SS In der Sitzung vom 16. Januar 1935 hat der Gemeinderat nach eingehender Beratung den Haushaltplan der Gemeinde für das Kalenderjahr 1935, abschließend mit JtDt 267 642.88 auf der Einnahmenwie Ausgabenseite einstimmig genehmigt. Gegenüber dem Vorjahre ist eine Erhöhung der Abschlußzahlen um etwa NM 24 000.- eingetreten, die hauptsächlich darauf beruht, daß für Wohlfahrtsleistungen im Jahre 1935 NM 23 000.- mehr ausgesetzt sind. Es liegt jedoch nicht eine Mehraufbringung in dieser Höhe vor, sondern freiwillige Spenden und Leistungen der Vereine, welche dem Wohlfahrtsamt der Gemeinde zufließen, sind in den Haushaltplan eingearbeitet worden. Das Hauptbestreben der Verwaltung bei der Aufstellung des Haushaltplanes war, das Steueraufkommen' gegenüber dem Vorjahre trotz gestiegener Anforderungen nicht zu erhöhen, well eine Vermehrung des steuerpflichtigen Einkommens der Gemetndemitglieder nicht erwartet werben kann, und eine Heraufsehung des Steuersatzes vermieden werden soll. Oie Steuereinnahmen für die Gemeinde sind also ln gleicher Höhe wie im Vorjahre eingesetzt worden. Eine Erhöhung der Ausgaben war nötig, da durch die Erweiterung des Aufgabenkreises der Neichsvertretung der deutschen Juden auch die dorthin zu leistenden Beiträge eine Steigerung erfahren haben. Da der Haushaltplan der Neichsvertretung von deren Haushaltausschuß schon verabschiedet ist, und die Höhe der notwendigen Beiträge festst^ht, konnte der aus unsere Gemeind« entfallende Antell schon berücksichtigt werben. Trotz der großen für die Finanzgebarung der Gemeinde erforderlichen Sparsamkeit ist bei der Bedeutung, welche die Neichsvertretung als Zentrum des jüdischen Ltbens in Deutschland gewonnen hat, diese Mehrausgabe notwendig und auch zum Nutzen unserer Gemeinde. Für die zum l. April 1935 geplante jüdische Volksschule, welche der Jüdische Schulverein ins Leben ruft, ist ein Veitrag von 6 000. - neu eingestellt worden. Diese Erhöhungen werben ausgealichen durch Erspamiffe bei verschiedenen Einzelpositionen, vor allem durch Verringerung des Schulbendienstes« der Gemeinde. Ein Teil der Einnahmen, nömlich die Erträgnisse der beiden Wohngrundstücke der Gemeinde, die Kultuseinnahmen durch Betplatzmieten und Grabstellengebühren sowie die Beiträge zu Wohlfahrtsleistungen gus Stiftungserträgnissen, Spenden und Vereins- Zuwendungen werden durch Ausgaben auf den gleichen Gebieten ausgeglichen. Außer den Gemeindefleuem bleiben daher der Gemeinde als Nein-Einnahmen nur ein geringer slberschuß der beiden Häuser, die infolge ihres Alters erhebliche Aufwendungen für Unterhaltung erfordern. Für ihre Finanzwirsschaft ist daher die Gemeinde völlig auf den Eingang der Steuern angewiesen, sodaß im Gemeinderat 'bei der Behandlung des Haushaltplanes auf die Notwendigkeit, die Steuern im vollen Umfang zu erfassen, mit Nachdruck hingewiesen wurde. Von den Ausgaben enssällt ziemlich genau je ein Viertel auf Wohlfahrtsleistungen, die gesamte Verwaltungstätigkeit und die Kultusaufgaben, während 18 für daS Schulwesen und die Förderung geistiger Bestrebungen, 6 %. auf den Gchulbendienst der Gemeinde aufgewendet werden. Es bedarf keines besonderen Bankhaus öebr.NrnholS Vres-en Verltu *$**?•* IM4 ®rr«&nfr Hauptgeschäft: watsenboutftpa-» 16-22 Nrlii»r Sau»: VerUu w 6 Vedneastrast« 62-63 Nastrales« Tkroftmg In allen 6»p«<hrsrn >, «nmdstlstckm-rlellra-ellra Hinweises, daß bei der Festsetzung der Ausgaben die größte Sparsamkeit beobachtet worden ist. Dies wat allerdings schon in den letzen Jahren die Nichsschnur der Verwaltung, da schon mehrere Jahre lang die schwierige Finanzlage der Gemeinde die Drosselung der Ausgaben erforderte. Wenn es bei dem neuen Haushaltplan dennoch gelungen ist, gegenüber dein Vorjahre eine ganze Neihe von Ausgabenposistonen herabzusehen, sodaß die Mehraufwendungen für die Neichsvertretung und für die Vollsschule dadurch wieder ausgeglichen wurde, so zeigt das am besten die ernsthaften Bemühungen der Verwaltung zu sparsamster Wirsschastsführung. Bei der Vorlegung des Jahresabschlusses für das Rechnungsjahr 1934 wird rin Bericht über die Tätigkeit der Gemeinde sowie über ihre Finanzlage dem Gemeinderat erstattet und im Gemeindeblatt bekanntgegeben werden. Or. Gr. Das nächste Gemeindeblatt erscheint am 15. Februar 1935 4 invei^j ssa&t Zfoue Spofaitcltse datu %ZeuStoM gibt Ihnen^die'Antwort in seinen Schaufenstern i

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