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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-10-01 · 10 (10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
10 (10.1931)
Date
1931-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Seite 3 Nr. 10 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Oscar Lessers Am 23. C ft ober tt.heitft innere ('iemeinbe in Iier ^lieber Perel,riing ihres Ehreiworftandes. Revräsentant einer glückliclx'ren;fait, in der fern ooit Parten'iikäinvfc'» die Mitglieder der (Gemeinde «ich einig in der, Pflege des .Mults ziisaiiiiiieiiiaiiden. ragt die ehrwürdige (Gestalt dieses Mannes in nufere Tage. Tie Arbeit eines Eelnrnsalters, die er mit Umsicht und Energie ans den oer fchiedeiifteii (Gebieten der (Gemeindeverwaltung geleistet hat, wirkt heute noch lebendig weiter, und heute noch gibt er. dem wie gütige Porfehiing Frische des (»leistes bewahrte, manchen ,'tiat und manche Anregung denen, die fein tüsferf zu wahre» und ans»,baue» haben, lind fo in Tscar Eehers Gebxrts- 80. Geburtstag , tag willkommener Anlass, ihm. dem aufrechten wie fcbl-ichten.! jeder iinneren oeriönlidK'ii Ehrung sich entgehenden Mann^. mit herzlicher Olefiiiniing;» dante» mW ihm alles teilte und alle Freude zu wünsche», T» diefeni Zinne grünt ihn a» seinejii Testtag die gange ('(emeinde. - l>r. I.. V. *;fa Ehre» Csccir v'eiiers blaut die (hineinhe g u g n n st e n d e s \i e n r i e t t e n ft i f t s , das , bekanntlich Tscar Eener »iiemiüdlich betreut, ein. Z n n a g o g e n konzert für Ende November, Programm und Einzelbeite» werden iwch bekanntgegeben. EHaMdttche Tie geräumige Wvlintiiig Eine am»' thMtme mit vielen Minbern kam vor den Rabbi von Talnoie und klagte sehr, wie eng es in ihrer kleinen ihfoh innig mit den viele» mindern fei. Ein Zimmer und ei» lleiiwr Perichlag für den vx'rh; und ('leid hohe sie auch nidit. Ta fragte sie der Rabbi, ob iie.eine .Mnh, ob sie eine;siege, ob iie. •Viihner habe. Tas hatte sie alles. To sollte sie die .vmlmer ins Zimmer »ist bineinnehnien und binneiii einer Woche wiederkomiiieii. Rach einer Woche erschien sie wieder vor dem Rabbi und klagte, das; es jetzt noch fchlimmer geworden fei. Ter Rabbi verlangte, das; iie auch die; siege mit in die Re oh »niig nehme und dann wieder z» ihm komme. Abermals nach einer Woche erschien die thfitme ganz verzweifelt vor dem Rabbi, der ihr aber befahl, nun auch »och die Mnh mit in die 2t»be hinein,niiehme». Es ivnrde fo eng. fo diimvfig, fo n» rein in der Wohnung. dar, die Witwe es eine Wodie nicht ans halten konnte und schon am dritten Tage wiederkam. Ter Wohin hörte ihre .Mlagen und gestattete ihr, die .vUliner a»s der Zlnbe zu jagen. Als sie eine Woche sväter;»>» Rabbi kam, dankte sie ihm lUifiir, das; es mm begiiemer geworden lei. 'seht erlaubte ihr der Rabbi, die tsiege ans der Ztnbe zu entfernen. v'n der luiiiiften thMche dankte die Witwe noch mehr. Es wäre schon ganz erträglich in der Wohnung. Ta lief! der Rabbi das Weih die .Mnh wieder in den Ztall iiellen. Am anderen Tage schon eilte die Witwe >»m Rabbi, um ihm ’,n danken dafür, das; es jetzt fo schön, fo hell, fo geräumig in der 2t„be fei. Und glücklich und zufrieden lebte die Tran mit ihren Minder» in der Wohnung. bis die Töchter verheiratet waren und die Zähne ein (bewerbe gefunden batten. Ter Wunsch x\it den kleinen jüdischen Ztädten fitzen nach vollbrachter Arbeit bis spät in die Rächt die Alten und die 'siiiigen und halten sich gegenseitig mit Erzählungen wach. Ereigniiie ans vergangeiij.'» Seiten, Taten und Wunder der grofzen Eelirer, Geschichten das Zchickfal iin ('falns werde» erörtert, Tragen de>> ('Monbens nnd des ('(eiehes werden aufgeworfen und diskutiert. Mondhell war die Rächt, und iie iaf'.en a» de» Ztuieii des Petlianies und gönnte» sich die knavven Ztmideii der M'iifze nach einem schwüle» Zomiiiertag. Zie waren zu müde, in» wie gewöhnlich •>» öis'biitieren. iie gaben sich den Träumen hin, wie jeder sein ('(lück erhaschen und gestalten wolle. Ter eine wünschte in das gelobte Eand -,» vilger». dort seine lebten Tage tu vollende» und in geweihter Erde zu ruhen. Ei»- anderer wünschte sich ei» gennfzreiches Eeben vcch irdischer Treude» und Ehre». .Minder, Enkel und Urenkel. Ein dritter ivollte die. ('Geheimnisse der .Mabbala ergründen und mit -fahlen und Worte» einen Weg ans der Perbaiiiiiing finden. T» lcinge» Erzählungen schilderten sie ihre Wünsche und' \>off »»»gen. Ein vierter drängle seine Wünsche »»d .Hoffiiniigen i» zwei Worte mimnmen: viel Cield. Und io erzählten und laii'chten sie. Einer sar, aber 'da, der Armseligsten einer, und voll Begierde glänzte» ihm die Augen bei all,dem Zchöne» »nd ('Miiiflidien, was da geivrochen wurde. Endlich fing er auch iii’: „,'rii wüiifche mir ein fürstliches Zd^ofz, nmringt von einem ('(arten voll blübender Roten »»d uralter .fapreifen. Tch wünsche, das-, .vmnberte von Tieiiern mich von dem Ztndinm des Talmud abhole» und kostbare Tevviche unter meine ,viir,e breiten »nd mich über Marmortrevven in die Poil,alle des Palastes führen, und andere Tiener sollen mir c iztgegenkoiiiiiien und feinstes Einiieii und koftbarfte ('(e wc..:der mir bringe». Und ich will mich kleiden wie ei» Tzm'U und den Patau durchwandern und mich auf einem üvvige» Eaaer;m Wnbe begebe» und mich mit feinc-n warmen Taiineiibctten ziidecken. Und ich möchte eiiischliimmer» und schlafen bis Mitternacht und anfgewec-kt werde» durch den Zchrei Teuer!, und von meinem Eager ailiivriiigen und durch di> »'Wiiiächer fliehen, und der ganze Palan mit allen feinen Zchihei mit meiiiev köstliche» Mleidem sollte in T'iammei. anfgchen. m.d ich sollte nur mein nacktes Eeben retten mir Ihr neuer tfänzug soll ein Eget »Standard sein. Denn unsere Standard» Anzüge haben eine ganz besondere Verarbeitung und( sind aus besonders dafür hergestellten Stoffen angefertigt. Sie müßten sich einmal solch einen Anzug ansehen oder besser noch anziehen. Das überzeugt auch Sie sofort und macht Sie zum begeisterten Anhänger der 0Uten Cger-WeidunU EGER i SOHtl * nur Johannstraße

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