Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 10 (10.1931)
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/4892693-5739414-5770032--1833-4894419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Nr. 10 iemeindeblatt der Israelitischen Religion-gemeinde Dresden! bilde auf altorientalische Mutter zurückgehend. Altes »ud Neues glücklich verbindend. Deutlicher noch zeigen die uralt vertrauten formen des Ehaiiukkah-Lcuchters diese verschiedenen künstlerischen Tendenzen. Zkalxrne mit seiuein Wurdleuchter mit ornaineutal verzierter Rückivaud und ^rd.ikoivs Standleuchter mit den >mölf SymbosdarsteUungen knüpfen hier stärker an die alte 'i'A'iii’ au. JaiTOiini zeigt der große Bronzelenchter von L » d - ^Materials bestechen die Glasarbeiten von Mirjam Rosen», t h a l; ganz besonders ihre Becher, Büchsen und Zeiger. — Dagegen erscheint der-gläserne Ehanukkahleuchter trotz der spinuwebseinen Aederung der Säulcljen doch ein wenig gcnxigt durch den Zwiespalt zivischen dchn zerbrechlickzen Stoffe und dem Zwecke des Gebildes. Welche festliche Wirkung vom Glase auf weißgedccktem Tische ausgelien kann, das offenlxirt in überraschendem Bcäße die große .'-i’Wprirhimd des u,elfederschiisfel des viel- J Im ri.TT » HÄ 7 ^ZlM*!- Xbaraodr&ana von jö.irro R tfntbul CSbnmiffnbleurbtcr von hlirlatn Siotenlbal ir i g Wolpert schmucklose zilarbeit edler Linien in seinen auf festem Schaft parallel aun'teigenden Rundungen. Und der kleine Silberleuchter der Einmy Roth fügt zu der Strenge des Rechtecks noch den Strahle)iglan; edlen Materials. Damit haben mir bereits den Weg zu einer der begabtesten jüdischen .ttüuttleriiineu auf diesem (Rwiete gefunden: der Silberichmieöiu Ir m nt n Rot b. Ihre .üidöuschbecher, Besomunbüchseu. Esrogdoicu.find alle mit der Hand aus dem Silbers geichlagen und stellen sich 'in dieser liebevoll sorgsamen .Haudfrommigkeit ganz nabe zu den alten Ztulturarbeiten. von denen wir sprachen, während sie in ihrer sicheren Zweckhaitigkeit und Ehrlichkeit der Linie »cueflen Iordermrgen gerecht werden. Durch die Zartheit des kostbaren ieitigen Ludwig Wolpert. — Aber auch die keramische Seder vielleicht unbewußt an ttöpfcr im Italien des Auge in ihrer schüssel von Friedrich Adler — die die alte Tradition der jüdischen .Ou»s 1 *». Jahrhunderts anknüpft —, erfreut da; glücklich anheimelndcu Iarbwirknug. Alles in allem: Mag der einzeln^ mit der Reuformung des altvertrauten (Geräts mehr oder! weniger einverstanden sein — nieinand, der offene Augen und ein Herz für jüdische Werte Iwt, wird verkennen, das; sich hier eine höchst' bedeutsame Weitereutivickluug unserer alten jüdischen Bolkskunst offenbart. „Altes anfheivahrt l mit Treue, offen aufgefaßtes Reue" — das scheint mir der Geist unserer neuen ha jüdischen religiösen.itunst. (rt airks. Gemeinheblatt.) \ TJ. ISbamiffableiiibter v»n Ludivia Wolverl Fernsprech - Anlagen jeder Art in höchster Vollendung, in Kauf und Miete führen aus H« Telephon- und Telegraphenwerke, AG., Verwaltungsbezirk Sachsen, 1, Wilsdruffer Straße 15 . Fernsprecher: Sammelnummer 25651 Auskünfte und Ingenieurbesuche kostenlos und unverbindlich Büros in Görlitz, Bautzen, Zittau