Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 7 (7.1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Rr. 7 Seite B Gemein deblattder Israelitischen iReIiaioti#flemeinbe Dresden fiirforflc insgesamt 1270 JfröHc flcutclbct, bei denen in 717 Utillen Beihilfen zur PersüstUttst gestellt wurden. Äufgcwandt N'iirden hierfür rund IM (MM) M., das bedeutet eine durchschnittliche .(tnrbeihilfc von IW M. in, Einzelfall für eine durchschniltlicl^ liurdauer von drei Monaten. daS ist etiva ein Drittel der Gesamtkosten. Wesentlich ist. daß die Jüdische ruberknlosefürsorne durch eingehende Aufklärung und Beralung, insbesondere bei den kleineren Gemeinden, dafür sorgt, dast die,(lnr überhaupt ermöglicht wird, indem die restlichen zwei Drittel der kosten durch die lokale» öffentlichen und jüdisllren Wohlfalirtsstellen bziv. von Angehörigen beschafft werden. Berücksichtigt werden mich den bereits erwähnten „Richtlinien" solche Fälle, in denen die Mur in einer ärztlich geleiteten Heilstätte Aussicht auf Wiederherstellung der Gesundheit und Erwerbsfähigkeit bietet. Oberster Grundsatz ist, daß die zur Verfügung stehenden knappe» Mittel unbedingt nur p r o d u k t i v. d. h. für aussichtsreiche Fälle, verwendet werden dürfen. Tie finanzielle Basis für die gesamte Basis für die gesamte Arbeit ist durch grostziigige Zuwendungen, vor allem seitens des Landesverbandes jüdischer Gemeinden, aber auch vo» de» -anderen Landesverbänden, Grofzorganisationen, l^rostgemeinden, sowie .durch Mittel des Reiclies und des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose gegeben. Lotvolil die Erfolge, die in de» Heilstätten erzielt Iverde». als auch die ergänzende Mittelbereitstellung durch jüdisch? Woblfahrtsämter und durch den „Offenen Fonds" haben aber nur dann 2inn und nachhaltige Wirkung, wenn in den (Gemeinden selbst auf eine regelmästige, planvolle Aufklärungsarbeit sowie Uebernxichung und Fürsorge der Tuberkulosekranken und (R>fäbrdeten gehalten wird. Mit dem Anwachsen von Rot und Elend steigt auch die (Gefahr für eine Zunahme der Tuberkulose. Mehr denn je müssen wir datier beute be strebt fein, unsere jüdische Genieinscliaft vor einer weiteren Ausbreitung dieser gefährliclien- Volksseucl)e zu bewehren. Aus der Geuieinderatsfitzung vom 10. Juni 1031 (Amtliche« Protokoll» Ans Einladung de« Vorsitzcndou, Herrn Rechtsanwalts Pan! 2 n l i ii n c r, balle» sich zu der hontigcn Sitzung tre* Wemeinberat« die hierunter aenannten Herren eingefunden: Vorsteher: Tr. John Lcvy, Samucl W e i g e r, 3o»i* lätsrat Tr. $ i m in e r in a n n. (0 e in e i n d e v e r o r d n e t e : Rudolf A p t, Banmcistcr Fritz Brauer, Joseph (5 o h n . Mose« H an« in a n n , Mar L e s s e r - A. LoewcnthaI, Hirsch R e u in a i e r. Jakob Rein h o l d. Hermann schocken, Salomou Vogel, Simon Zigelnik Herr »»iabbiner Tr. Wolf nimmt an der Sitzung teil. Mil Entschuldigung fehlen > die Herren Vorsteher Tireklor Erich ' 3 ch a p i r a, Geineindeverordneten Egon Feuerstein, Tireklor Artur Glau her, 3aul Weinreich. Tireklor M. Hücker. Tagesordnung: 1. Eingänge und Mitteilungen. 2. Bcschlusstassung über die vom Vorstand und vom Schachtaiisschuh getroffenen Matznahmen zur Turchsührnng der nach der Festsetzung der Gemcindrhaushaltplaiis für 1031 notwendig gewordenen Erhöhung dev Einnahmen und Verringerung der Ausgaben für die Schechita. - Hierzu: Antrag der Herren Gemeindeverordneten Loewenthal. Reinhold und Hausmann: .Kündigung und Entlassung der Maschgichim und 3tellungnahme dazu. 3. Geheime Sitzung. Ter Vorsitzende eröffnet, die Sitzung kurz vor 0 Uhr. Tas Protokoll der Sitzung vom 31. März 1031 wird verlese». Auf Antrag des Herrn Gemeindeverordneten Reinhold wird in dem Satz „Für die Wahl in die Lrthodorc .(lultuskommission hatte Herr Gemeindeverordneter Reinhold weiter die Herren Aron Trinezer und Markus Rappaporl vorgeschlag.-n, er zieht seinen Antrag aber nach Aussprache zurück" vor dem Worte ..zurück" das Wort „zunächst" eingefügt. Herr Gemeindeverordneter Vogel beantragt bei dem Satz über die Ablehnung des Subventionsgesuchetz des Vereins Ahawas Reiim zuzusetzen: „Auf Antrag des Herrn (»»emeindeverordneten Vogel sagt der Vorstand zu, das; die Gemeindeverwaltung sich nachdrücklich dafür einsetzen wolle, das; die Mietzinssteuer für die vom Verein Ahawas Reiim gemietete'» Räume vom 3tadtjtener amt erlassen wird." H err (Oemeindeverordneter H a n s m a n n vermisst die Begründung des Subventionsgesnches des Vereins Ahawas Reiim. Auf seinen Antrag wird der betreffende iiiti so geändert: „Tie Gewährung einer 3ubve»tion wird aber aucli in diesem Falle trotz der eingehenden schriftlichen Begründung abgelehnt. da für höhere'Ausgaben als die angesetzten keine Testniig. vorhanden ist." Aus Antrag des Herrn Gemeindeverordneten R e u in niet wird die Ablehnung des Subventionsgesnches des Vereins Tvmche Rizruchim besonders vermerkt, auf Antrag des Herrn Genieindeverordneten Schocken wird zugesetzt, das; er beantragt habe, die Subvention der hebkäischen Sprachschule, die aus 00» M. festgesetzt worden' ist. wic für 1030 mit 000 M. zu bewilligen. Mit diesen Zusätzen wird das Protokoll genehmigt. 1. Eingänge und Mitteilungen Ter Gemeindehaushaltplan 1031 ist von der >ireishaiiptmannschaft unbeanstandet zurückgegeben worden. Tas Ministerium, für Volksbildung hat durch Verordnung vom 23. April 1931 die Verlängerung der Geltungsdauer der Tteuerordnung bis ,., zum 31. März 1032 und durch Verfügung vom 3. Juni 1031 die Erhebung der Gemeindesteuervorauszahlungen für das Jahr 1031 genehmigt. Tas Fürsorgeamt der Stadt Tresden bat die Rechnung der Wilh -Schie-Ttiftung für das Jahr!930 geprüft und für richtig befunden. Mit Tank nimmt Kollegium von der spende eines Gemeinde Mitgliedes Kenntnis, das keine Veröffentlichung darüber wünscht. Tnrch die Mainummer des Gemeindeblattes ist zur allgemeine» Kenntnis gebracht worden, das; Herr L'berkantor H o f st e i n am 1. Juni 1031 sein vierzigjähriges Amtsjubiläum gefeiert hat. Nach dem Freitagabendgottesdienst am 20. Mai, hat in der Svnagoge eine Begrützungsstier statlgesunden. Schließlich berichtet der Vorsitzende über den Fortgang der Verhandlungen mit der «tadtgemeinde Tresden scher einen Landerwerb zur Vergrößerung des Friedhofan der Trinitatisstraß-.' 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