Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 9 (9.1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Nr. 9 Leite 4 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Irmii-lv. Tik- Antlitz des Abraham - diese Runzeln ans der Stirn. diele furchen nin Nase und '.hkiiitif, und vor allem die'e Vlmn-it. die. rief in ihren Höltten liegend, die Er- 'ckvinnng annarren die von Lieht und Dunkel seltsam nmivoben,. als der Bote einer anderen Welt, plötzlich da m — das lind die Augen eines Mensctien. der das Ungeheuere erfitwnt. das. iMj hinter den Dingen in. das Unheimliche, das Mnsrerinm, das ganz Andere, das Göttliche, aber nicht in ü'iiu'r saniren, liebevollen Gestalt, sondern als das Schlauer- Thomaß Lindenaustr. 1^ Reichsstr.4 Ffrmruf <«1028 SCh RANK-KOFFE» HAN DSCH PAN K-KOFFER BAHN -KOFFER N*u«rhgt STAOT-KOFFEP AUTO-w MUSTER-KOFFER 10967061 Nureigne Herstellung öesteJb 3n i «Jrigste Prer^^ i Jahre später, da das Leben ihn « Ta spricht der durch tausend Bit ttünstler spricht, der seiner Zeit li'j Zukunft bereiten hilft. Abraham Antlitz, das ist Rembrandt selbs zeln, das sind die Wunden, die.; die Angen. das sind Rembrandt . ersclxmt. das Ungeheuere, das ihtj | hält, wie es dereinst den Abra n die Schule genommen Hat. ernisse geläuterte Mann, der it voraus, der Seher, der die nit dem schmerzdurchwühlten die Narben und die Rnnas Schicksal ihin geschlagen, Augen, die das Ungeheuere packt und schüttelt und festliam packte. Und Jsak, das - olle, als das ..Nanro". das Ehriirrchtbare. als. der (ltott, denen schreckliche Erhabenlieit ivir armen sterblichen niniiii'rmehr begreifen, vor dem ivir aber immer ivfeder in namenloser Sehen anbelend in die >inie sinken. Nun zur Darstellung des ^sak. Man kann sich nicht leicht envas Rührenderes deuten als diele-Gemalt: halb Jüngling, halb ttnabe. der jngendsiche Ztörper leicht über das ,'tnie des Paters gebeugt, den .'topf in kindlichem Pertranen an die hickiik. an das Herz des Paters gelehnt, ganz Hingabe. ganz Dv'er. Pater und >iind verbunden durch die gleiche Liebe meinander. durch die gleiche Liebe zu Gott eine er 'chütlernde Darsletlnng des Pibellvories, ..ivaielchn schnebem!.ick<doiv", ..Die gingen beide zusammen". besondere Peachtnng verdient, das', Rembrandt, der sonst den, bibli'chen Bericht getreulich gefolgt, an dieser Stelle be vu'zt abiveicht. Die gebundenen. Hände -des D'ütk, ani dem ciiren Pilde deutlich sichtbar, hier sucht man ne vergebens.!')an; frei, die Arme völlig gelöst, lo liegen ne an der Seite des Jünglings. Woher dieser Wandels Die ,Trage iit nur •>n beanlivorken durch die seelische Entwicklung des Meisters. v'ti dem Pilde 'einer Engend ivar es die Macht der Autorität die tllembrand: zur Darstellung brachte. Das Alter beüehlt. die Engend gehorcht. Pater und Sohn, beide umschlungen i erde unentrinnbar iengehalte» durch das ehrwürdige P.md einer heiligen Tradition. Das Mittelalter., das jüdische ivie di-:- nichtjüdiiche. mit seiner Pindnng in es. das in jener Darikelliing cienalt geivann. * Und darin liegt das Eharatleristische des Pildes. Allein brandt gibt wieder, was jeder empfand. Anders zivrnizig Cmr. das ist ebenfalls Rembrairdt, seine Seele ist es, die sich durch das,erfahrene Leid frei gemacht-Hat von allem Truck! und aller Zettel, die - in gläumgem (Gehorsam demütig sich schmiegend an die Prnst des Himmlischen Paters — in freiwilliger Pindnng ehrfurchtsvoll Sind wir noch bei Rembrandt. sind wir noch in der Per gangenhett? ^st es uns nicht, als von nuferen Angen iveggenomm plötzlich inmitten des .'tämpfeus, inmitten des Suchen-:- nuferer Zeit^ Wir.fühlen, die lockert, die alten Autoritäten sind steigt herauf, ein neues Geschlecht, eine neue Engend. Nene ich niederwirft vor Gott. ob der Meister alle Schleier n hättet Stehen wir nicht alten Pziidiingen sind gegeschwnnden: eine neue Zeit müssen konimen. Mensch'». Ser Pergangenheit und sich die Ehrfurcht vor jenem n sie. ivie kaum eine andere Menschen wollen, neue Menschen die frei sind von deir fesseln dennoch gebunden fühlen durch großem geheimnisvollem Gott, de <'Generation erhebend ins Antlitz gefchiant, bereit, ihm zu diene» in opferivilligem freien tstehorsam „mit ganzem Herze», mit ganzer Seele und mit ganzer Ztraft". Als Rembrandt znni zweiten, Mate die 'Dpiernng ^saks darftellte, da hat er das Sckiauervolle der ganzen Szene ge mildert durch das Licht, das ans vorbrechend in dichten Strahle, ^lak, den Engel liebevoll einhüllend, alle drei geboren im Lichte himmlischer Gnade. Ei i Widerschein von diesem Lichte füllt mich' in unsere Seele trachtnng dieses .ttapitels gettill nicht mehr.- Wir glauben. Wir l lr. B r. I t cc I i <• n c geheimnisvolle» Höhen her heniiederflntet: Abraham. Wir scheiden von der Pee» Herzens. Wir zweifeln beten. r. iPerliner Ge, leindc-hlcttt.f Ihr neuer Ztnzug soll ein Eger-Standard sein. Denn unsere Sfandärd=Anzüge hßben eine ganz besondere Verarbeitung und sind aus besonders dafür hergesfellfen Stoffen angeferfigt. Sie müßten sich einmal solch einen Anzug ansehen oder besser noch anziehen. Das überzeugt auch Sie sofort und macht Sie zum begeisterten Anhänger ticr {guten £0£r«C?icfIfftff EGERrSOWH nur Johannstraße