Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 8 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Nr. 8 Leite 4 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Jwei Legenden i Irim'tmol* wollten die Hilden dem römischen .Eoiier. der eben i» Lin ien, alio i» ihrer;>c'ähe. weilte, ein <'SeictK«f übern'iide» und berieten,- nvr wobl an, geschicktesten wäre, ihm solches zn überbringen. To koinen sie überein, R. Rohit-n ans Wimio;n senden. Rohilin wor ein frommer nnd gelehrter Monn, dem (>iott ithoti moncho-:- Wunder hotte geicheheu M'ien. Tie süllten olio ein zierlictx's .»lästäx'ii mit allerlei .»toftborteiten mit Perlen und Edelsteinen und i'ibergobcn es de n Rohnm. doi-, er es dem .»ioifer bringe. Aber in einer verberge, die er unterwegs einniol anfitidvtt liinßte. hotte nion gemerkt, daß der Inhalt de-.' .Uäfteben* ein toithorer sein müsse. bemächtigte i'icl, des stäfteften#. leerte es ons nnd füllte es nneder mit Erde, damit Rohnm nichts merte. Als dieser dos .»iästäx'n öffnete, um noch leinem 2ei.obe zn sehen. >oh er statt dessen die Erde. Er erichrok heitig. beruhigte nct' ober gleich und sprach. wie immer, wenn umi etivas Pöfes inidersnhr: „täin, I.-lxl,-," iWos t'iott tut. dos in wohlgetan!> nnd setzte seinen Weg zum grosser 'Ort. Tort anaelangr. überreichte er hos Miiiuh-'ii mit der Pikte, der >taifer möchte diö <tZobe. die ihm die Hilden lcii'.dt.'it gnädig oniiehmen: er ivine jo. sie ivären mir arme Veurc. Ter >!oiier nohm dos .»iiiftcbeii srenndlich an; doch ols er es öl'nete und eitel Erde dorin iond. geriet er feilr in;!oni »nd rief: „Teilt her. ivie die Inden meiner fvotte-i! Eine Lade voll mit Mot! Tos sollen ne sürivcihr mit ihrem ^eben büßen!" To erhob nch einer von des »loifers Roten, ein olter Monn, nnd sprach: „Mein faiferlidter Herr. beeil' dich nicht dos Todesurteil onsziisvrcclx-n. du könntest leicht.nn'ctmldig Plnt vergießen. Pernimm zuvor, nxis idi zn sogen »reift. Mir ivord von olters her die »tiinde. dos; Abroham. der Stammvater der Hilden, sobold er sich vor Feinden schützen wollte, eine Hondvoll Erde von dem Poden hob nnd gegen di. 'e Feinde schleuderte. To ivord der Staub zn Tchwenern. die die Feinde töteten. Ruch Pfeile wurden dorons. wenn er von dieser Erde ons die Feinde ivcirf. Vielleicht, dos; in dem .goncheil iolctle Erde ist!" Ter olio sprach.. ivor niemand onders ols der Provhet Elios. der vlötzlich erschienen ivor nnd die (>Seftalt eines der koiseriichen Räte ongenommen hotte, nm die (Gefahr, von den ^nden obznwenden. Run ivor der .»toifer eben im Pegriss gegen eine onrrührerische Provinz zn Ielde zn ziehen, und ols er von der .ivnnderlxiren Er^ hörte, dachte er: „Tos wäre mir jo eben recht: ich will's einmol.versuchen." To zog er vor die größte Ttodt der Ieinde. wors eine vondvoll Erde ons dem .»iästclvn gegen sie und siehe da. es wurden eitel schweiter dorons! Nun ivor die Ttodt gar hold bezwungen, nnd der .»toiier ließ die kostbare Erde in seiner Tchotzkammer sorgfältig onshenlcihren. Tie.Lode ob-r füllte er mit Perlen nnd Edelsteinen, übergab sie^dem R'oHnm ols (»iegengesclienk nnd entließ ihn mit großer Ehre und Auszeichnung. Hl bete utt i gez ho l)i t d )fe erberge kam. in welcher mon onbt lind dann mit Erde genult, was er denn dein Ätaifer icidniet worden sei. io ihm nichts anderes über* mitgenommen." e Pöielvichter, „so wollen wir .eichtnm holen." füllten also brachten sie dem »laiscr nnd unsre Gabe an, es in diebrocht." aifer nnd versuchte sie. -de ivor. wie jede andre, -vord Ten ^nden ober vlieb er .he Als er nun wieder zn der ■' fein hästkilen seines Inhalts füllt hotte, fragte mon ihn nonß gentx'nkt hohe, daß er so ans To ontivortete er: „Ich geben, ols Ivos ich von Hinnen „Wenn dos io ist." dachten uns auch die große Ehre nnd il .inen »tostenmit Erde an, wrochen: „Herr Marler, nimm e selbe Erde, wie der Jude dir ge „stoßt sehen," sprach der .» Als er ober fand, daß es Eier zornig »nd ließ ne olle töte wohlgesinnt fein Leben lang. Terselbe Rohnm zog eines iToges zn seinem schwieget - voter. Trei Eiel triuzen die (tk’irfx'itfe. die er ihm überbringen ivollte: herrliclx' speisen nnd (Getränke nnd süße Irnchte To begegnete ihm ein hungriger. Armer und 'vrach: „Ach, Rabbi, gebt mir etivos zu essen!" „(tfednlde dich ein wenig." rjref ihm Rohnm zn. „ich will von einem Eiei hernnterholen, jdonn will ich dir geben." Toch ehe er damit fertig liHljr, brach der Arme znsomnielt und gov seinen Weift auf. Tchmerzlictie Rene erfaßte da den RoHnin. er mors sich ont den Toten nnd. ries ans: „To! mögen die Angen, die dein Elend gesehen nnd sich deiner nicht erbormk hoben erbtinden! Tie .Hände, die sich deiner nicht erbormten, müssen obgeschnitten iverden! Tie Iüße, düe sich deiner nicht erborntten. daß sie eilten, müssen lobm werden! Jo mehr: der ganze Veit»- des Unbormherzigen verdient, von Gott gestraft zn inerden!" Tie Perivünschling des srommen Mannes ging nur ollzniehr in Ersüllnng. Er erblindcte, beide Arme mußten ihm obgenoinmeu werden, den ganzen, Mörder bedeckten Geschwiire. nnd ons beiden Iiißen ward er lohm. To lag er elend nnd hilflos ans seinem Pette, dessen Ttollen im Woiser stonden. da: nit dos Ungeziefer nicht zu ihm hinonskrieclx'. nnd in einer ärmlichen Hütte, die jeden Tag den Einstnrz drohte. Ta her machten ihm seine Tchiiler. die in Treue an ihrem sroninien Lehrer hingen, das Anerbieten, ihn samt dem Pette ans der bonsälligen Hütte heronszntrogen: dos übrige Hausgeräte wollten ne danach gleichfalls heronsschoffen. : Aber Molinm sprach: „Tolaiige ich selbst in dieser Hütte iveile, wird sie nimmermehr znschnmenbrechen." To mochten sie sich denn zuerst dormi, sein Honsgerät hinanszuschofre'!. nnd dann erst trugen sie dos Bett mit ihrem teuren Meister hinans. .ft»um ober wor der draußen, so stürzte die Hütte zusammen. All dies Elend ertrug Nolinni mit Geduld, nm feig Vergehen in.diesem gelten obznbüßcu nnd so die ewige Seligkeit im fünstigen Leben zu erwerben Herz- und magenkranke und nervi Konsumenten bestätigen mir. daß edelten und daher leicht bekömmlic 5se Sie meinen verdien IDEE-KAF ohne irgendwelche Beschwerden J.J.DARBOVEN, HAMBURG Das große Paket von 200Gramnn kostet nur 1,5 Überall käuflich "FEE trinken können 15 DRM.