Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 7 (7.1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. 7 Gemeindsblatt der Israelitischen Religio nSge in ein de Dresden t ohr iUutö in voll von Silber und Cvioliv, iinertiicfllid) sind ihre Reicknümer. ,thr Land in voll von Pferden, i'nermeigick in ihrer Wage» ,jnhl. ,">br Land in voll von dörren, ihrer Öiinde Werk Helen sie on, ivocidre Tinger'gelnlde:. Toeti gesunken i>r der Mensel, und der Mmin ii: erniedrig! liiininer vergib» du ihnen! Höre. mein Solni. ivie er die Kranen feiner;5eit schildert: Hockinülig sind die Töckter .iionc! Mir iteitrerftem v\,Ugehen sie einder. _ die eiligen um siel, iversend. eriL'ivint> gehen sie. klirrend nn: ihren Tnszringen. 'Ter Herr „:,nnii weg ihren Sckmnd : giir.sckiuen, Aevc und Monde, Chrgehange, Mitten und Sehl ei er, Moor zeuge, Sduinfctrdieii und ('Wirtel, :'i!ed,flufdKt,e:i und '.'Imnletfe, Wiige-rringe. und Aasenringe. ,<enkl>'ider, Mäntel, Ilederwürfe und Toidie n, Spiegel, LiNienheiiidiMn, Mopkl'iuidt und Sdilcier. lind welch ein Pild vom Periall der 'Minner! '.'litt Tage Mit',brauch und Petrng. am Abend Trinkgelage und Sinne» rausch: Weh euch, die ihr V'aiic-;n Hanesiiget und Vtrfer jvi '.Hder, t.;- eckeinen i'laum mehr gjhi. Weh e»il>, die ihr früh am Morgen aufiteht nnd naeli starken ('Veminfeit jage!. e:e ihr spai an, Abend sipek und eneh am Wein erlnvei Harren nnd Psalter, Pauken nnd Tlöien nnd Wein hahen üe hei ihrem ,'jeckgelage. Weh eiiil,. die ihr iieniiet dac- Bote gnt und das' ('alle Hör-, die ihr macliet Tiniteriiie-;h Vidit nnd Lick:;n /vtitfrvrtiic-. Weh eiidt. die ihr nxife seid in euren Augen nnd i,d, rühmet eurer »lugheii! Der Junge: Es ist ektvas.Niederschmetterndes für uns alle in Jesajas Strafpredigt. Die ganze Erde erscheint wie ein belagerter Plab, wo ein schreckerstarrtes Volk mit um* nebelten Sinnen in (flennfzrarerei ertrinkt wie es Jesaja so anschaulich malt: „Trend nnd Wonne! Man tötet Rinder nnd schlachtet Schate, man verzehrt Tleifch nnd trinkt Wein: Lasset uns eitett nnd trinken, petiit morgen werden wir nerben." 1 Dn Im ft meine Augen geöffnet, "Meister. Ich atme jetzt dcn^jusammenlMttg in Jesajas ('JeiMitfeitmclt: ivie fein litt* bedingtes (flottvertranen ihn;n (flednld ttnd EntlMltiainkeit führt, wie fein (fllaube ihn lcbrtJ allen ikebereifer nnd alle Pieltnerei verachten. Der .(trieg orfcheint ihm nicht nur nntNenschlich, sondern auch nnverntinftigl der Herr, der das Weltall lenkt, wird auch mit den Menfchenfchickfalen fertig werden. Die Ordnung der Welt wird mit friedlichen Mitteln anfrechterlialtett werden. . Und nach eines lehrtest du mich, Meister. Du offenbartest mir die^rnnere Perbnndenheit zwischen dirieg nnd Untergang der Sj?ele, .zwischen Trioden nnd Heiligung des Lebens. Dennoch flehe ich vor einem Rätsel: Wollte Jesaja mit diesen llntergangsmenschen sein erträumtes Meinasreich anfbanen^ Der Alte: Das ivollte er dtirchaii der Wesenstinterschiede zwischen unserem. Er erwartet den neuen mit Trioden im-Her.zen, geläutert füllt vom lebendigen Wissen »nt wird eine lebteHeimsuchung über beerender als je. diese tvird nnsero die Herrlichkeit (Lottes schauen lass Kt die hie s nicht. Darin liegt einer, nein Triedenstrantn nnd Menschen, den Menschen »irch den Tag (flottes, ergöttliche (flegenwart. Es > Menschen kommen, vor Angen össnen nnd uns eit: „Der Tag des Herrn der Heerscharen komnit über alle Stolzen nnd Hochmütigen, über allis Hohe nnd Niedere, über alle Tedern des Libanon, die liehen nnd stolzen, nnd über alle Eichen Bafans, über jeden Innen Tnrm nnd über jede reite Mauer, über alle Schiffe vcht Tanis nnd über alle Pracht nnd Schönheit. Dann wir) der Hochmut des Menschen gebongt werden und die Hoheit der Männer wird niedersinkeli und der Herr allchn wird erhaben fein an diesem Tage. .. .An dem Tage wird der Mensch feine (»iöfeeit von Silber nnd seine (flöhen von lflold binwlrfen vor die Maulwürfe und vor die Tledermänje, tun in Tflsenspalten und in Berg schlnchten zu gelien vor der hohen ".kiajestät des Herrn, wenn Er anisteht, die Erde zu schrecken. ILasset ab von dem Menschen. denn was bedeutet er!"! w»-. - Famili'cn Schwimm«. Luit«1 und Sonnenbad Kurort Wiß. HirlcIvBülil au l Dresdens schönste und modernste Badeanlasc Zu erreichen: Autobuslinie E oder Straßenbahnlinien 11 und 111 bis Straßenbahnhof Bühlau ihwii iiinMiiirrr ...