Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 6 (6.1930)
- Date
- 1930-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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jette 4 iSemciiideblatt der Israelitischen N e ti gtottsgeineinde Dresden Neunzig Jahre Synagoge in Dreisen .UII Tauviruausfesle wurde in idilidu,.'. Wcisc b.u-iiii erinnert, daß Sie ^rc-r-bncc SniutflOttc nnieflroßcn Cpfcrn vor HO Fahren geweibl wurde. (iS ivird unsere i'teineiude>uiigljeder iuieressiereu, vo» einem '.lugen- und 'Ibrenzcugen über den feierlichen vlfi der L>eibe etwa* zu hören, tiutij Lehmann ich.eibl darüber in seinen, ..Otesaiiiinelieu 3ctiriftcn": Tie liiniiH'ilmiti] ronö Freitag, den tf. Mai lMü-<5. Isar '•‘fMi». ad.ude statt, „am Vorabend des Tabbats" (Hatodeich) nne Tr. Beer in der Zeitung des Judentums darüber berichtete 1IM0. 2.;)12t. „oit lueldtem die Hanvtgrnndlettren der motai'ckten Religion: Teid heilig! hiebet den Nächsten! hiebet den Fremden! ans der Tltora porgelefen wurden". . Es lear eine glänzende, erhebende Feier! Tie Tynagoge n-.n dicht be'etzt. int Tcktiff von den eingeladenen Ehrengästen, nnederuin den höchsten Ttaatsheainten und Vertretern der Behörden. auf den übrigen Plätzen von der ('femeinde. Ter Eintritt war nnr gegen »arten gestattet. Als »oininissare lvaren tätig: Wilhelm Tchie, Inlins Tatonion und Bernhard i'inkmann mm Emptang der Minister und hohen Beamten und zu deren Unkerbringting in den fünf ersten Tcktinsbänkeib Elias Mendelcobn und Moritz Aaron Meyer zur »artenabnanme aiit-Eingattg, Tr. Hivsckx'l und Moriy Meyer für die erite ('Kilerie. Joseph Bondi die znx'ite, Inlins Mendelcolm und Anton Levi als .»erzenträger vor dem Zuge. Eonard ^tr'ch und Tottis besser als mldte hinter dentselbcn. Ter Eltor war dnrdt Munk verstärkt. Nach dem (besang des Biatoivn ward Psalm 21 vorgetragen. Tr. Frankel, die Vorliebe e der Gemeinde und der Wohltätigkeitsanstalten. unter ihnen mein Großvater Lazarus Lehinanir, „ein Greis von F.rltren und allgemein geehrt" «Beridit des Tr. Beer), und die übrigen hierzu bestitninten ('feineiiideniitglieder zogen ans der anstoßenden sogenannten Wnitersmiagoge mit den restlich geschmückten Thorärollen unter Vortritt und 'Nachfolge der brennende .'ierzen tragenden »ommiöore tmd hielten einen siebenmaligen Umzug dnrdt die Tynagoge unter dem V'.ilmge'ang uint ndonnf. 'Nachdem Tr. Frankel das'l.Höre. Israel" geiprockten. die ''te'evrollen unter den »längen des Uwnnckta janmar .znni erstenmal in die heilige Lade gestellt worden, hielt Tr. Frankei die Wetberede'. den ergreifenden (tstänz. und Mittelpunkt des Fenes, Anknüptend an die Psalinenverse ( 12, 2.„2o, mie das diel' ititdi frt’riiett CitcUett idimndjtct, so schmachtet meine 2eeie, dott. nackt dir. Es lecktzet meine Teelc nach dem Herrn, des Gebens Quelle. Wann komme, ickt und zeige ntickt vor ('>ott! ’ - führte der Festredner ans: Ter Tempel entspricht ganz dei Inschrift die er an seiner Ttirn trägt, „Mein Hans werde genannt ein Hans der Andacktt allen Völkern." Wer in Einbeit^Gottes hier eintrete, der finde liier Erbauung. det 'iiltle liier stcki heimisch. „Es nutr nicht rmr ein Fest der Erhebung iür die israeiitiidv ö'eineinde". so heridttet Tr. Beer in der Zeitung des FildcnNims. „sondern die Ttadt Tresden feierte gleichian: ein Bniidessest der 'olennen Aiifnaltine des israeliti'ckien x^nitns unter den ge'etzlich anerkannteti ('fottesverehrnngen des Landes.'^ Wie sehr die Einweihnngsseier und das für damalige Zeit - namentlidt in Anbetracht der beschränkten Mittel scktöne und edle Bauwerk die Anfinerksainkeit und. Teilnahme in 1 „Tie Heiligung de-:- ('iolleshauses". :>iede bei der Einweihung S.r n.ncn Tiiuagoge zu Tresden d. 7>. Fjar.HON, *. Mai I84N, g.'- -nallcn von Tr. Frankel, Überrabbi uer in der israeluischen >'.e'. ineulde gi Tresden und Leipzig, eins Veranlassung der Wemeiiibc in Trug gegeben, dum Vesten der Tnuagogenka'se zu Tre-.den. Trc'sdei), Meinbold u. Töhne. 1840. ' Tresden erregte, das bekiini'eten zioei Tpenden, die am Morgen des Festtages bei d christlicher Bürger, ein früherei Vorstand stO Taler als Beitrag Qiberte civile et religieuse pour Wniisdx': „vast fortschreitende in Vorstand eingingen. Ein Ttadtverordneter, sandte dein ,;n den »osten mit deiki Motto: tout!e monde, und mit dein Aufklärung und Bildung die Israeliten and) noch zu dem för)ern möge, was ihnen nock) ,;itt gänzlichen Gleichstellung feh Ein anderer. Advokat Voland, sandte seine Tpende M Taler) mit dein Tinnsprnch: „Wir glauben alk an einen hfett!" Tas Hostheater tündigte an, das; die Vorstellung des Abends erst nach Beendigung der T ynagoge nei nweih11ngsieier be Wie die heiligeLade in der stnne.. Tynagoge ein ('loidioitf zweier beten. 2ie ist nackt einer Zeichr banes herrühren, bereits ltS^JJS Iildentuins (2. 2.">) beridjteij: mir einigermaßen bemitteltes jcherflein dazu beigetragen." Ter (tiesanitansn'aiid für Taler! davon r»l.“>0 Taler für dön Bauplatz, 2I OU7 Taler für den Ban. Antgebracktt wurde Nr. 6 —«- Brüder, so ist die silberne Lampe mit dem <von Ludwig Wolf geilisteten)!>!»binglas ein E)esM'nk, das die nnverhe'iralete» (''-eineindeinitglieder der 2ynagoge bei ihrer Erricktlnng ipen nng Tempers gearbeitet. Tie Taminlniig erfolgte durch Moritz Eger und Ernst Meyer, der Taininelbogen trägt das Mott, ans 2. B. M. -i-V»: Nehmet von dem Ewigen eine Gabe avf, dein Ewigen zu Ehren. Es beteiligten fickt auch liicmn arme Gemeindemilglieder in wödx'ntlichen und monat ickten itstüträgen zu 1.2 und l Groickten. Mit Necktt konnte )ccher Tr. Beer, der »nerinüdlickx -veber lind Leger des Werkes, von denen .<>ind fast alle Eingaben. Tcktristen und Protokolle in Tackten des Tynagogender Allgeinei-nen Zeitung des Nicht ein einziges auch Mitglied der hiesigen israelitischen Gemeinde hat sich von dien Beiträgen .znni Tempelbän ausgeschlossen. Togar mehrere ganz Unbemittelle haben ihr Tein Professor Temper verehrte die l'semeinde einen Pokql. zu dem einzelne Mitglieder Beiträge gespendet. die Tynagoge betrug Fl)2«>l dieser Answand durch 17 ls: Taler Tnrleltcn der (itemeindeniitglieder. . Taler 2n (^rosckxn Tcktenknngen derselben, 2-'>7>l Taler 27> Groichep Ertrag iür verkaufte Betplätze Im Ialtre 1SI<; waren die Tcktiilden bis auf etrva MMJ Taler getilgt. Tie Tarleltns. lieber verzichteten zumeist ans Zinsen. Tie i'tescktcmke fetzten i fickt ans solgenden Posten znsaihnien: Grosckxm kN'lübde von Aaron Timonsoltn bei der Gmndsteinlegnng. ltsroschen Markus Bond! htroichen Mend ü Tcktie. (itroschen Tr. Veer. ('fröschen »oinn erzienrat Michael »askel. Groschen Abraltjam Talomon Bondi, dessen Jonas Tater 1! M M1 Tatet :,(Hi Talei .'41(1 Taler ()•)(> Taler 27.0 Taler 200 Taier 100 Taler 100 Taler l» Taler 27, Taler , 7-0 Taler l Taler 11 Taler Taler Groschen Lehmc »ltb Grosckten Advok ans Nachlas; dnrck> seinen Tolm Bondi. ('frosckten Iontna Bondi. Grosckten Wolf Timon Le'vi. Grosckten Talomon Heine in Hamburg. Meiter. inbeer. annt. tt Voland. (tfrosckten Trej diesige Bürger. Tie Tynagogenbanschulden l-f-V'j getilgt. Telten wird eit) Bauwerk dieser Art mit so geringen Mitteln und unter so gestellt worden sein. wiirden allmählich, der Nest erschwerten Verhältnissen herfSTOliWERCI-( Kakao Schokolade I Pralinen