Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 5 (4.1.1930)
- Date
- 1930-01-04
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 jette 2 iemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden -?--- unmäßige? Irjien und Trinken. iinBercbelidx'r (>ieschlechlsitemii; „iw. iicti linbeiMiiitt entziehen. An? der Vielheit der erzieberiidien Vetrad'tninten dieser Art. die zit Tausenden einzelner i>inniifttei»e da-? Wefamtbild de-? Religionsgeseve? uiuriftlrrticr und ntiiiiMid'er Art ttodi kommentierend ergänzen. Mieren ivir liier nur: .Veim Mensdx'ii soll der xiörper der Tiener de-? l>>ei'ie? 'ein nnd da-? ansiübren. ina-? dieser geplant tiat. Jeder irdi'dx' Clennß liahcz. nur den ^weck. den xörper aeiniid zn erlialien. damit.der Mensch imstande sei. zn lernen nird zu lehren. zn erkeniien nnd zn verkünden, die Wahrheit in err.eid'en nnd nd) den Wegen Wette?, gerieten >ei irr. aniiisdiliesien. »in da-? einige Leben >>> erlangen. >Menaiiro banieanr de-? R. Isaak aböab.) ..Ter Iromme if;t;>kr Tättignng seiner Teele: der Iromme nnd Einsichtige ißt ine'iiig. »in sein Leben;nm Ttenne de-? Heiligen, gelabt sei irr. zu erbaUen, der Vöie und dei Tor aber essen. »NI ibren >törper zn erirenen. ne 'lillen ibren Leib nnd 'dieneu nidit die Verschwendung, raeil ne denken, die'e Welt in nnr znin Essen nnd Trinken er'd'ai'en. und niebr verlangen ne nid't van dieser Welt." «Midrasch Tillint zn Tpr. )-!, 2.">.) ' t lt li nnd i e 1 de? ReIigi a n -? g e s e h e? ist an-?- ge'brachen der. immer wieder jiidisdie Momdien zn erziehen, die da? .'jörperlnhe tabue lebeit?sremde Aszese!) dnrdi da? Weisrig-Morali'die da überwinden. >va die etbiidw Weifte?* l'altnng de? iWeiiübeii dnrdi da? Ileberiviegen nngebeinniter il'vn'd'er Vediiiniiiie gefährdet ivird. Ter i ii d i s di e Hf o n id) soll alle? tu n. n tu s i d) g c s u n d z n erbalt c n. s e i n L e b e >t eiirWo11 e? g e j di e n k. ö a? ö ii r d) M c ii i d) e ii l i e b e. n nd tätige Lar g e für alten in erden soll i b in ii b e r k o in »i e n e n ii n g e s d) in älert » n d d i e A l l g e ni e i n b e i t a b g e ( in verlängern nnd di e b i o l o g i s di e n Erbgüter durch .st r n h f b c i t e ii nicht verkü in in e r t sei n e n .mindern z n ü b e r m i 11 e 11 :. Und die p r alt i s di e n V a r s di r i s t e n. wie: besondere Pflege des Familienleben?. dasWebot der Irübebe und der ehelichen Treue. Tdionung der Iran in allen für sie sclxvierigen Seiten, die sdian besprochene Mänigkeit im Essen nnd Trinkei. die Regelung de? Tagesleben? dnrd) die lfebetszeiten. dif ein trübe? Ausstelien nnd demgemäß . ein Perineiden de? nnnätig (ander? al? .inin „Lernen") die „Rächt zum Tage" niadten mit ndi bringen -• iie alle beeiiifüi'ieii die g e s a in t e L e b e n s b a l t u ii g de? jüdiidien Menidien in einem .Ll'aße. dass unbedingt eine lebenverlängernde, engenisdi und biolagisdi wertvolle Wirkung erzielt wird. R i d> t i k l e i n e b v g i e n i s d) e Mitteldien zur stückiixusen ^Veeinslnssniig und Veeindrndnng eine? sonst dnrdi Peru» ist. Etbo? und Verantivortlidikeit?gesübl gegenüber dem bio ogifdien Erbe nidn gezügelten Leben-?, sondern eine gesunde g e s a m t l, a l t n n g sind ' die getreu dem jiibikhen (»ietetj ndi Einzelnen und ganzer Wenerat onen. Ein Volk, da? der Thora gemäsi lebt, vermag sein Tein voll nnd ganz in seelischer und körperliclxr (ifeßnnhlreit und damit Leistniigsiabigkeit ansznsdiövsen nnd wirdj damit andi.. der Menidibeit am meisten leisten'! nnd vernünstige L e b e ii? Begleitersdieilinngen eines abspjelenden Dasein? des WirklicHkeitssinn und Aygiene Von Niabbincr l)r. Felix (.ojdmunn, Leipzig Tie Taisacben find nidit zu iiberieben! Die stellen seit! In allen 'einen Lebensänßernngen bat da? Indentnm idion rar , Iibrtansenden WriinMäbe venvirklidit. die al? ein Poransabnen m oder n er b n g i e ii i i d) e r Iorder n n g geinertet inerden müssen. Tb e? ndi mti die Vetämpsiing von sirankbeii »nd Tendx bandelt, ob dnrdi Tanberkeit und natnrgemäße-W'eoensweife dem .störper die Erkrankung serngebalten :i ird. ob d»rd> Kontrolle der Lebensmittel — insbesondere de? Ilei'dx'? die l'fesnndbeit der Mensdien gefdiübt wird, überall . nnd e? lassen sich der einielnen <'»ebiete 'und Vei- 'niele noch hunderte nennen - waltet ein ('leist der süriorgluhen Pronbnlare. die den m e n i di l i di e ii .M o r per > ii - alei d' ’ di ii t e n » n d d e -n A n g r i i s e n aller l e b e n i e r it o r e ii d e » 'JJi ä di t e g e g e n ii b e r si ii r t e i:;r 11 I. Taneben aber gebt eilte -v> ngie ii e d e r i e e - l i ' eb e ii P o r g ä n g e. die Erziebnng zur Lebensirende. die fiele Mavniing zur Mäszigkeit nnd die Envediing de? leben?- inniigen Lntiini-?»!»-?. io daß man im Indentnm eine grundlegende Hinneigung zur iimtassendston Hvgiene ebenso fort - 'teilen tann lnie die Ilm'evnng ihrer Iorderiingen in die Prari-?. Ter llrgrund dieier Entivicklnng liegt in einer Perainagung de? jiidi'dien ''leine-?, die ne von allen anderen gieiiaioneu 'täi ter-ld>eidet. al? Togmen und Lehren e? können: ::» W irt > iditeit -? ' i ii ii! Tie jiibiidie Religion nimmt da? v\-ben. wie e? in. nnd iie gebt in ihren Iorderiingen von dem Meuidxm in allen feinen Clegebenlnüten an?. Tie unterfdoai.: bei: 'irVrt de? ''leinigen und der moralisdx'n Ioröernng teinc?weg?. aber ne mein sie in einen organiidvii djnsanimenbana mit dein inirklidien Menidien. mit feinen Trieben und 'einer Erdgebiindenbeit. mit seinem Haften am Materiellen zu armaen. To bat da? Indentnm ndi andi in feinen fittlid ei; Iorderungen net? von jeder Perniegenbeit sreiznbalten gewußt und mit dem w i r k l i di r n Mensdxm geredwet: »nd die Poran-ssid't, daß ans diesem' 4.lege größere Wakirsdieiglidikeit der Dnrdisüh'rnng der nttlid)eii Rotwendigkeiten als dnrdi die absolute, der niensdilidien Rai nr fremde nnd dadurch »nerfiillbare Iordernng lag, bat e? nie betrogen. Tiefer Wirklichkeitssinn gebietet aber, and' dem li leinen und llnsdx'inbaren Beaditiing zu sdxmken. Er erkennt die Rolle der Bebaglidikeit. der Ttimmnng, der ('lesnndbeit für da? nttlidie Wirken. Tie direkte Iolgernng an? dem Wirklidikeitssinn ist die P e r iv i r k I i d) n n g. und (llrnndlage für diese ist stet? der mensdilidie Wille, der von körperlidie» Bedingungen ebenso abhängig ist w Ponorge sdiant die Religion datier die Voranssebungen für die Verwirklidmng ihrer Clebote inirdi die Rüdnditnabine auf Leib und Leben, ans da? ansdibiiil'iid Untergeordnete, daS Materielle. d<i? xiörperlidie. llyd an? diesem Wirklidikeitsfinne entwickelt nd) die Hvgiene teil jüdiidx'r Lebensanssassung. Ta? Verständnis für diefe Meinnngen hilft and) zur lleberwindnng de? Vorurteil-?, dajsz da? Indentnm im Wegen fat; zu anderen Religionen in a ist mir, daß im Indentnm lieber der Materie und ihrem Verlange wird, liniere jüdifdie Ansdiann viel größere Tidierbeit für die Verwirklidmng der sittlidien Idee. Tenn die Verücknditignng menschlidien. bereitet den Voden für die Ersülliing der ewigen! Iordernng. Ta? Iiidentiim vere j (lsegebenbeit de? Leben? mit dem bödisten sittlidten Ideal, i lind so wird die HvMene. die ansdreinend an den Aenßerlid) I feiten unb 'Jicbumicblidtfeiteit öes z n einer notwendigen e t b i s ri> e n V e r in i r f I i di n n e von seelischen. In kluger il? ein orgaiiiidxr Vestande r i a l i sl i s di sei. Wahr den seelifdx'ii .xtreiften andi n starke Veaditnng gesdienli ig erreidit atx'r damit eine de? Mensdilidx'ii. de? Allzidlnt barmonisd) die materiede n KTOltWERCI^ Leben? hastet, in Wahrheit Vora n?seh n n g der g ' Kakao Schokolade l Pralinen 4