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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1930-04-01 · 4 (4.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
6 (1930)
Issue
4 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seile 2 (Semeindeblatt der Israelitischen Religionsgeineinde Dresden Heit lipme, das; endlich di;> -Zeit »vahrer Ireibeit tonnut.. Ave» iininer wieder koininen die Rückschritte. Rur eine Minorität, '.'erstellt den Ruf der ^eit. Viele verlinken immer wieder in den Sumpf niedriger Leidenschaften, und sie glauben, durch dw Erneuerung des Bcirbcirisnius, durch den Sieg der dninvien Instinkte die (beschichte zurüctznicbranben und die »l^enntüieit zun» Tier zurückzuerzieben. Und ibr -Haß wcnder sich immer »nieder gegen die Juden, »veil sie in ibnen ein freibeitliche-.-. fortschrittliches Element atmen. Wir neben aus der Brücke'zwnctien ,;rvei Welken und darren ans den Sieg der Wabrbeit und (Gerechtigkeit, und täglich erleben »vir neue Enttäuschungen. ' Und öcHii vertagen mir nicht, weil wir ein geschichtliches Element sind und winen. »nie langsam der Iorkichritt in. Und »vir glauben an den Sieg der Wabrbeit und Gerechtigkeit in« Genie nn'erer Leine und wir »vollen alle Schritte fördern.. un te die zur -Höbe führen, »vollen jede Tat fssvrtichritt bringt. Völkerfrühling. »vir »v. -arte »Ile ,>e dcr An» vöhepnnkt des Pesfachabends, des nnd Romantik, iprecien »vir vom „Pessach einem Jen »vahrer Ircilieit. von einer Bef^ Menichbeit von >mf; und Niedrigkeit, von AV»-rglanben. Tiefes Ideal schivebte dem I> einer norm immer vor. Tiefer Tpti Illnsionisiiius. sondern der Ausdruck »vabren religiösen Menscticn. Tiefer Ideal! eine Ienersanle immer voranleuchten. Mi! Hagada »vollen »vir vertrauen, das; die götljl über Tumpfheit und Erbärmlichkeit siegt, neues Lied dir singen für liniere Erlösung unsere» Seele". t nds voller Poesie er ^uliinft'', von einng der ganzen Ianatismus nnd Dentnin in irgend änisinns in kein Sehnsucht des ^mns soll uiis .vie dem Tichter der iche Gerechtigkeit »nf das; »vif „ein nnd die Befijeiung Das Getto in Rom »Wir e rtliiilniis öes Bcrl.iaes g. >!>>»'UlliIIII. grollt 'nri ,i. M.. vrinacii ivir einen kurien ^INichniir ,ins Sem un »vrunen 4»rrtnae crntnenenen irvr leiensiverien Buche ..:>tvnin iirnelliien" von vruinnno Voevinioii. Tie :Hco. l-eaevei: »vir »ins nun zu der Stätte, »velclie von I V>(j vis 1 s7!; mit einige» Unterbrechungen I IHN die Wende des 1-Y ,u»d die Rütte des lv. Iabrbunderks» den Inden.;n»n;wangs e.'ei'en Wobwiize angeivieien war» übrigens nicht nur denen Roms. . Senn an',er liier »varen Üe. »'eil der Pulle des Papstes Pins V. vom Iabre überbanvt nur in ivenigen" L rlen ees «iirchenskaates. -»vie Ancona. Senigatlia. llrbino. Eenlo. I.rrara. gednidel. Ein mertivürdiger Zufall bat es ge.vollt, d..i»; ü»l das römi'che (üetto an derselben Stelle erbob. an der .seinerzeit der Sebat den.'lauer Vewasjan nebü 'einem Sobne Titus bei äbrer Rüiktebr vom jüdische» .'lriege empsangen batte: Vor der Sänlenbatle der Tktavia ans zivei Elrenbeiiislübleii »itzend. börten. »vie der jüdische Cteschichlsichreibei Ilavins Iosevbns erzählt. die beiden Imvoratoren in Ciegenivari des Senats, der Ritterichasl. und der hoben Peai.uei» die Schilde'ning ihrer eigenen >deldentat^n ans dem Munde ilner iorbeerbefrän;ten, in Seide gekleideten .'trieger an. Eines der Eingangstore zum «Getto. deren ,jabl er» durch das sdineingeben von Via Reginella und'eines Teiles der Via Veicheria in dasselbe unter der Regierung Leos X l l. > IV-M vis 1 s2‘.»i an» acl't irieg. befand sich gerade gegenüber der tieinen .'tirche S. «üregorio della Tivina Pieta. Ties vard die Urmcbe mannigsacivr Sti-riligkeiten. nicht n^ir tird> luliii. sondern auch finanzieller Natur zwischen Juden und Ebrinen. Ter P s a r r e r _b ea n s v r u ch t e nämlich für die durct» Er richtnng des 'Gettos ibm entgangenen «üebübren eine inai-atliche Ae-gabe von jeder jüdischen Ieuersielle. Ergötzlich in es ilun;n lesen, »vas iür Sclicirsünn und ivelctv Mittel von den .'lindern Israels ausgewandl ivnrden. nin sich ibr zu ent-;iel,en: Selb» mit gerichtlicher und polizeilicher .'äilse gelang böchnens die Eintreibung der 'däl'kel Ueber der Eingangstur;»., dem. .'lirchlein S..(üregorio della Tivina Pieiä. das bereits im Mittelalter als in der Räbe der Iudenbrücte gelegen be;eichner »vird. bat man »och in» Iabre 1S‘>\ alio »oenig mebr als.ein Te;ennium vor dem Untergänge der v elnichen Macht der Päpste, aus .'tonen eines übergetretenen Inden eine Inschrift angebracht mit einer Stelle aus Ieiaias in bebräi'cher und lateinischer Sprache, im Innern aber, über dem -Hanptaltare. ein Abbild des ('Gottvaters. Man wen;. »vie nreng dies von dem mosaischen E,ei'eb »'erboten in! -'Ueorigens ging der .jelvtismus Pauls I V.. welcher 1 de» Pe'ebl;ur Einiperrung der Juden in eines der St.idt- »nertel aao. »vo allerdings schon seit.altrömischer tjeit in uuiinterbrochener Iolge viele ülcnerationen von ihnen gewohnt batten, ioivie seiner' Nachfolger so weit, das; es ne ein geringeres Uebel dünkte, sechs auf jenem Gelände vorbanoene .'iirchenabzureif;en. oder »venigstens zu e Juden, wie bisher, nach ihrem Velieben in Staütgegend. ivotinen zu lassen. Ward doch kirche S. Maria in Eandelabro unter (ssrego : XIII. < l">?2 bis lzerstört, um auf ihren Ruinen das Gelände für dii- |iiin jüdischen Vetialc zu errichten, welches dann bis zun» Anfang dieses Iabrbuuderts aus der nach ihnen lenannten Piazza delle Scuole an der jetzigen Via del P Monte de Eenci und Via Portico d'Tttavia Iwei der Säle bief;en Eatachna. bezüglich lel Tenipio. Und aerung zwei rnoififr ibnen waren astigliaua und im Ritus und dieie Namen bat man in pietätvoller Erini deinen Strafen dort in der Räbe gegeben, '.’l in demselben (Gebäude die Scuole v Siciliana. Ruova. untergebracht.. Genüsse.Unterschiede ('(eiäng deuteten auf das Land bin, aus dem die zu dem-betreisenden 'Tratorinin gehörigen Iauiilw» cingeivanderl »varen. Man kann die oben erwähnte, in alrröniischer (jcit von j dem Stras;enver»valter Lucius Iabricius errichtete, beule im l Volksmunde nach den vierköpfigen Marmor:»erinen an ihrem . (üeländer Ponte Tnattro Eapi genannte vniitt der Stadtgegend ansehen. »vo seit deiü frühen Mittelalter ein grofzer Teil der röniisclx'n Juden aus frejem Willen zusaminenivohnte, ganz ähnlich, »vie ans laudviiianikschastllchein » tsusammengebörigfeitsgefü'bl damals die »neislen ' znüsclie'ii Engejsburg nnd Peterskirche ihre W.» : 'N'icht »veit von der „Iudenbrüche" erbebt s Nr. -1 erstürzen, die den n ans bikf)! »jilweiben. als dw dieser oder jener sogar die Psarrrogreiio. znnichei, gestanden bat. Tenfscl)eii obnslätten hatten, ch ein »nächtiger Van aus der ersten .äaiierzcit, das Mar» ellustheatcr, im Veberrschung der Mittelalter »vie geschaffen zur militärischen dichtbevölkerten Stadtgegcnd zivischen Tibör und .Uapstol, \ auszerdem sehr geeignet, eine längere Belagerung aiisznhalteu, : da leichr in Verteidigungszustand zu sehen. \ dah die reichste dcr Iudensainilien dort iy! Besitz der nunmehrigen Burg gelangte. Et stürinisctien Seiten der letzten Regiernngsjalire des .(lanoiiapapskes Gregor VII. illtl.'j bis KXüä). Alleijdings batten die Pierleoni das Ehrisieutuin angenommen. Vor mehr denn zwei Jahrzehnten bat dtr hervorragende (üei'chichlssorschef Pietro Iedele — gegenivär minister die Verniutnng ansstellen können. zn>ar körperlich unbedeutenden, aber »villcns» tischen Mönches vildebrand, des späteren Giegor VII., wäre i mit den Pierlconis blutsvenvandt, also jüd geiveien. wozu das orientalische?lens;ere des Papstes, von dem j feine Zeitgenossen;n berichten wissen, stimm?n würde. Ent-! vebrE diese -Hypothese, damals von einem nicht minder gläu : bigen katholischen .(tollegen Iedclcs in Mitteljenropci mit Ein I pörnng bekämpft, aber von ihrem. Urheber I verteidigt, auch heute noch eines zwingenden Ztein Wunder, >er Räbe in den gesclial» in den rtig Untexrichtsdie Mut'ter des zeivaltigcn. askesäien Ursprungs ebenso energisch Beweises — so- Odeon Parlophon Columbia Eleetrola.

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