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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1930-02-01 · 2 (2.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
6 (1930)
Issue
2 (2.1930)
Date
1930-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 2 Seite 6 der Tieniie eines f mV». der der Admiral des Fürsten von ttoa war und von spanischen ^uden abstaninite. Ter jüdische' Pilot. 01 a n p a r de las jz n d i a s genannt, bat uns eigene Anszeichiinngen. die in Venedig 17>07 gedruckt tt'nrden. Innterlanen. (Suftvor dielt auch Cabral dlrzn an, nach Vraiilien zn tadren. '.'Inch Ainerigo Beipucci cnvälrnte den bedeutsamen Einritts;, den die geographische Kenntnis dieses Mannes, der von Aegypten dis Sumatra die Meere schon vor den Portugiesen befahren hatte. für die Entdeckungsfahrten der Portugiesen besessen datte. OkutiMr, der von Basco de lRiina getankt Worden war.;og sich Unannedinlichkeiten zu. als er an' einer späteren fahrt Thorarollen für die indiscden f nden initnadin und sie gewinnbringend absetzte. Ter spätere Lberberehlshaber der portugiesischen Flotte, der serner;nin ^onvernenr von Andrendesignierte. d'Albugnerane. bedient sich der •'öilrt' zweier Hilden, von denen der eine als .napitän einer Flotte. Hncefe d'AIande. „der gröize fnde" «o gra ^ndeu > genannt wurde.' srorbc» 1 .'v's 1) in einer der größten Polforfcher geivescn. Er begleitete bereits ls-v} bis 1 ST»f» die Eanesche Erpedition i>'. den Sniithsnnd. über die er ein inehrsach aufgelegtes Buch „An Artic boat jonrney" veröffentlichte. Ter Reisebericht der späteren Nordpolradrt „The open Polar Sea" ist auch 1-86, ins Tentfche übersetzt ivorden. Ans dieser bereits besprochenen Erpedition fand sein junger Begleiter A u g u st -c o n n t a g. der früher an der Tiidleyschen Erpedition Anteil genominen hatte, den Tod. An den fünf von Ainerika ausgehenden Rordpolerpeditionen des 10. f.ahrh»nderts waren jüdische Forscher aktiv beteilig^. A n g e l o H e i l p r i n . der die Er pcdition Pearys 1801 organisiert hatte, leitete 1802 die Rettungserpedition für Pearl). E in i l B e f s e l^ nrar an d^in Hallerschen Unternehmen beteiligt, das den Sinithsinid und Robeson-.Oanal nntersnchte und ans den Forschungen >ianes-ansbante. Tiefe Erpeditionen galten nicht irnr der il'issensckMitlichen Erjorschnng der Polargebicte, sondern sie waren die bewnßten kiidnen Perinche, den 9kordpol sclbsr zn Ter Streit. ob Edriitopd >iolninbns von fnden abstammt, spielk neuerdings in der Literatur eine gewine Rolle. Trotz allen dauir ins ,feld gerührten Argninenten halte ich feine jüdische Abslgininnng rür recht unsicher. Sicher aber ist es, das; es schließlich Maraiinen ivarcn. die nach dein Scheitern der Verhandlungen mit-.'dein Hose durch die .vergäbe ihres Oieldes das Znnandekoininen der Eiltdecknngsfadrt erniöglichtcn. lieber den Olang der Tinge und wir durch eingehende llrknnden anrs genaueste unterrichtet, die Rainen der Spender und nns bekannt und die gezahlten Sunimen bis ins einzelne überliefert. Bor allei'n ivaren es L n i s d e S a nt a n g e l und A l o n i o d e s )S a b i*a s , die;nin Teil über den bekannten T. fiaak Abravanel die Königin ninstiininten und die Reiie 'inanzierten. Tai-., an der fahrt auch Männer jüdischer Abslainninng leilnadinen. iü wodlbekännt. Luis de Torres, eben vorder gekaii't. spielte unterwegs eine große Rolle. Er betrat zuerst den ainerikanische» Bodxn und blieb in dein ncnentdeckten Land. Anäi die Äerzte der Erpedition waren Hilden, und unter den Matrosen soll z. B. auch der Matrose, der zuerst "and entdeckte und den der habgierige Edriitopd .Eolninbiis nnl die versprochene Prämie prellte, ein fnde gewesen sein. Zo bedentsain die Entdeckungsfahrten des Uolninbns nMre». die Otold'nnde reichten doch nicht ans. um die Expeditionen zu finanzieren. Ta kam dem Eönig von Spcinien .zustatten, daß er durch die Bertreibnng der fnden sich in den Besitz erheblicher Mittel gesetzt hätte. Ans diesem großen fonds nahm er nun die Gelder, um neue Flotten in ferne Länder z» schicken, und zwar nicht ans reiner irrende an >oiiseinckM'tlichen f orschnngen. sondern iir der steten Hofrnnng. das «»ioldlaiid endlich einmal anszurinden. Im 10. „nd 17. Jahrhundert behindern die Bertreibnng der fnden ans Spanien und Frankreich, die großen Religionskriege in Tentschland nnd'die hier eintretenden Wirtschastskatastrophen die ^nden. ,an der f orschnngstätigkeit weiter theoretischen und praktischen Anteil zu nehmen. Tie Weltreisenden der fiiden ünd im 10 . 17. und 1>. Jahrhundert von nicht großem format. ihre Berörrentlichnngen wissenschaftlich wenig wertvoll. Ern im I!'. fahrlmndert rinden Hilden ivieder Zeit und Boranssetznng. an der Tnrch'orschnng der Erde teilzunehmen. * -. Tellnab m e a » R o r d p o l e r p e d i t i o n e n. Ansrallendcrwcise envächsl den Rordpolerpeditionen eine starke jüdische Beteiligung. Bereits 1773 begleitet Israel Lyons als Astronom und Botaniker Lord Mnlgrave. Tie .frage, ob es ein ofrenes Polarmeer gäbe, hat lange Zeit die ganze RordpoUroge beherrscht. Tavon hing es ». a. ab. ob es möglich war, ans Schissen weiter vorzudringen, fsaak Israel Hayes stellte daraus seinen Plan ab. Ueberzengt von dem Borlrandeniein eines Polarmecres, rührte er 1800 eine eigene Schifiserpedition. die ihn aber nur bis 7Si[, Grad nördlicher Breite führte. 1861 drang er dann ans kühner fahrt mit Hunden und Schlitten bis 81*35“ vor. Hahes. der 183L zn Ehester in Pennsylvanien geboren wurde (geerreichen. » . 3. f n de» in der A r a b i^e n s o r s ch n n g Tie geringen Beziehungen, die der fude zn den Behörden »nterliielt, ließen ihm rast nie die amtliche llnterstütznng zn teil werden, deren sich vielfach nichtjüdische forscher erfreuten. Ter Münchner M erzbachcr z. B, erwarb ich erst ein Berinöge», um so reine Reisen finanzieren zn k innen. fn den Toloinitenrührern ist sein Raine oft erwähnt zur E>imiernng an kühne Erstersleignngen, die er ausführte. Tiefer kleine, »n 'che in bare jüdische .Ztausmann bereiste in einer Zeit, no'es noch ein Wagnis war. den Oaukasns, bestieg als erßer die l^isspitz^'n nmvirtlicher Olcbirge nnd fand erst spat für seine wertvollen ethnographische» nnd geographischen Forschungen die gebührende Anerkennung. ' Ebenfalls in München lebte in der Zwischenzeit noch kühnen Wahrten durch das unerforschte Arabien H e r in a n n trj l a i c r. treine öffentliche Stelle unterstützte den hervorragenden Wissenschafter bei Lebzeiten, keine Universität nahm den bedeutenden Erforschter der Saba-Sprache als To reute» an, da er fnde war. Tie Arinnt, die ihn sein L-'ben lang nicht verließ, hat ihn nicht davon abgehalten. Reisen zu nnternehmen, die wertrwllsten ^nnde in Arabien für die Wissenschaft zn machen nnd mit seinen nur dem kleine» Ereis der fachivissenschafter verständlichzen Arbeiten den Tiensk an der Erforschung längstverschollener Sprachen zn verrichten. Unsäglich mühselig sind seine Entdecknngssahrtcn in Arabien gewesen, köstlich für die Wisseni'chaft der (beschichte die ^nndc nnd Abklatsche, die er von 3000 verwitterten Inschriften ans Jahrhunderten weit vor der christlichen Zeitrechnung nach.Hanse brachte. Wie sehr unterscheidet sich der Charakter dieser ^orschnngsreisenden von dein eines Kolinnbus, den nachweislich irnr der (tzedarlke an Reichtümer, an das irdisäre (»iolö zn seinen Wahrten lockte, der lieber jahrelang die Erpedition verzögerte, als auf einen seiner Gcwinnansprüche zn verzichten. i i Tas; die Reisen nach Arabien keine harmlosen Spazier gänge gewesen sind, bezeugten nicht nur die Erzählungen der Reisenden selbst, die >vie W i l l i a in (il i s f o r d P a l g r a v e (der Sohn von Sir orancis Palgrave-Cohenl, Joseph .tzalevy, T. H. Müller, Joseph Stern und andre uluden Arabien erforschten, sondern vor allem die Lebensschicksale von Siegfried Langer und Hermann Burchardt. Beide büßten aus ihren Reisen durch räuberische Uebersälle ihr Leben . ein. Burchard^, ursprünglich .sfausmann in Berlin, hat auf seinen Reise«! Hunderte von Photographien angesertigt, die im ethnographischen Museum von Berlin ausbeivahrt werden. Auch er hat seine Reisen auseigener Ätaffe bezahlt. Es ist ermüdend, die Anzahl jüdischer jforschungsreisenden aufzuzählen. Her in a u n Bainber y, der vor seiner Taufe Bambcrger hieß, galt als der größte .(ienncr Vorderasiens in Ungarn. Er erforschte das dainals (1801 bis 1864) noch wenig bekannte Armenien, Persien und die Buchara, S. I. Poljakow im Tienste Rußlands entlegenste Teile Sibiriens, A u r e l S t e i n Zentralasien. B a r o n v o.n S p p c nl

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