Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 2 (2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 2 lemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dr eSdcn Seile 5 BUWfdje Entdecker Mion hVlix A. T li o i I li a >, <-,. Berlin Wilmersdorf I. A n t o i I an der 6 n t d e rf » » g der n e » e » W e l t Tie Reuzeit. die mir mit der Entdeckung Aiuerikaö de ginnen lasse». bereitet iicki ickion vorder vor. .(tovl.rnikns' deliozentrische-:' Snslei». nach der die Sonne der Aentralkörper ist. nur de» iicki die Erde und die Planeten drelien, iälls zeitlich zusauiuie» mit der Eutslehung der Reformation, njit der moderneren rationaleren Religionsausfännng. Ter Mensch, der sich das Pulver und die schwarze .Wnnit der Buchdruckerei zu eigen macht, ist nicht mehr der magische Mensch desMittel alter-:-, der i» der Gegebenheit der Tinge, i» der romantischen Pcrkläriing der Bergaiigenheit allein Aiel und Elück des Eebcns sali. Tie naturiviiienschastliche Erkenntnis ebnet den Entdeckungen den Weg. Tie Entwicklung der Technik. der Plu>sif und Mathematik iii es.'die erst die Borbedingnngen hierzu lieferte. Auch in der jüdischen Easie tobte der.gampi zwischen dem magischen Mensche», der sich der Mtiillik ver schrieben batte, und den niebr naturiviisenschastlich oiiieutier ten Aerzten, die den nachhaltigste» Einfliisz ans die (Gestaltung und Erfaisnng der Eebenswerte nahmen, unter ihnen vor allem Maimonides und (venonides. Tiefe ta111rn>iiie11icliafter orientieren ihr Weltbild ans Ratnrerkenntnis,. niid! es in ihnen zu danken. das; die geistige Weiterentwicklung »jckit nur in der^Welt des „Sobar" und rn tabbaliilischer Schwärmerei versandete. Tas; die Besckiästignng mit der in ihrer ^',eit als rationalistisch empsnndenen Raturwinenschast. mit des Aiiro nomie. Technik, -'oe11miffeiifctiaft liim. auch von den;>cit genossen beivus.t io empsunde» Und abgelehnt wurde, das be weist z. P. die miszmutige Verwarnung des Äscher be» ^eckiiel (Roscki) gegen die. ..die den Ratnrwiiienschasten »achjagc». während sie.den Pfad der Thora, gänzlich vernachlässigen". Tie (iseheimnisse der Welt suchten also viele der siidischen (belehrten gegen Ende des Mittelalters in der Entschleierung der Tinge, in der Erfassung des Wesens des .Eörperlühe» zu ergründe». Astronomie. Eeograpbie. Mathematik i waren .s>iif£'Uiim'.iikhaften, um den. Ablauf der Vorgänge dir Welt zu ersahen, die Rätsel der Erbe auszulösen. Ter Entdecker neuer Welten ift neben dem Praktiker auch der Theoretiker, der n. a. die (Uigelgeslalt unsres (Gestirns ans ihre Wahrheit prüft. Einer ohne de» andern ist nndeukbar. xHmelrita ift entdeckt worden, als es eine Möglichkeit gab. mit Apparglzn den Sckiissskurs zu beslimiueii und es überflüssig war, wie einst Tdiisscns. zehn ^abre auf See iimherznirren. bis mian die Heimat wiederfand. Tas besui Mittel gegen ^ahrlb» ins Plaue war der ^atobsüab. Er war das .Hauptinitrnmjent de^ Seefahrer, eril nach Jahrhunderten durch den iertauten verdrängt, diente er dazu.;}eit und Breite p:egel zu be stimme». Ter geniale Erfinder dieses überaus w ckitigen .Hilssmittels für alle Seefahrer! mar T e v i b e n '(') < r i ü n, der auch die Eamera obieura entdeckte. Tlme »lathematiiche Borarbeite» wäre jede ixjfteifiatiidje Entdeckungsfahrt von vornherein zum Scheitern hnti»|mt ge wesen. Und so wird es verständlich, das; -Heinrich dcsr See fahrer erst eine nautische Akadeiüie begründete, die seine See fahrer ausbilden sollte. An die Spike dieier Akademie stellte er den jüdischen Mathematiker Mestre a i ui e, einen erü klasiigen ,Vachi»a»n. der die Mq Verfertigung verbessert 'batte, singuläre Erscheinung. Er entstammte der ,>lnel Mallorra. wo die Seefahrt unter den Willen allgemein verbreitet mar. Üiiiiirnmente und die Marlen Ter,,>iompas;jnde" war keine Uni den von dem gefeierten Astrolab hatte» sich vor ihm be .gosmographen verbeiierten reits verschiedene jüdische bk1lehrte verdient gemacht, wie z.'P. Abraham ibu Esra, ^akob ben Machir (Ton Profätins), v\ikob Eänoni. An der weiteren Perbeiierung arbeitete eine vom (iönig beslimmte >toiumiiiion. der neben Martin Bebgim, eiihfm christlickie» .(iosmogravhen. 'der Mathematiker Moies an tand der Eeistesknltnr unter die ^nde» ^oieph Beeinho und gehörte». Bei dem unerhört hoben' S den Hilden Spaniens jit es verständlich, das; die Hilden an den technischen Probleme», insbesondere soiern iie von mathe matischen Boransievnngen ausginge», de» gröi'.ten Anteil Entdecknngssahrteu sollten mehr gelangen, denn alsdie »ahme».;$» eigenen, grov.ei ^ude» von Spanien aus nicht .(iönige die Erpeditioneu anssckndten.. wurde» die Hilden in Spanien bereitsvertriebe» nn i in Portugal schon verfolgt. Aus dem Eandweg hatten einijelne Hilden früher--oft weile Reise» uiiternomme». Ter jüdische ReiienDe Sol'iinan ans Andalniien kam im lebten Biertel des!>. ,aihrl nnderts, bis nach Ehina mrd fand hier in! de» grofzen Städten ^nden. die auch .Hebräisch veriianden. Auch die späteren ,ick>nckien Weltreisenden, wie E I d a d ha $ a n i, P e n j a m i >> v o n T u d e l a, P e i a ck> ja a » s Regensburg, die sich in der Hauptsache für die A'age der Hilden interessierten und Answanderungsgebiete tür die bedrängten Bolfsmaiien lumie». fanden nicht die groi> Peackitung, die Marco Polo, der übrigens jüdische >,anslente bis in Ehina vorfand, mit leinen' Reisebeschreibungen er weckte. Ans einem ini.gairo gor nick» zu langer;>eit auf gen,»denen Priei kennen wir eine arabisch geführte ckorre ipondenz zwischen einem indischen ^udeu. und seine'» in Aegnpten wohnenden bieichäitsirennd. Ter indische ^»de berichtet von seinen Eeichäftsressen von Malabar und Eenlo» und von fei nein Warenlager inHAden. jüdische weitgereiste! .Eansleule und daher die Berater und Begleiter der Männer, die Indien entdecken wollen. Als einer der erneu. die der portugiesische jitönig ^oad ansschickt/wandte iicki der Ritter Al'ouio De Paiva in Begleitung eines Hilden »ach Aethiopie». Eineyi zweiten Emiiiär des.Uönigs Pedro de Eovilhgo waren ^oieph Earxtteiro ans ^amego und Rabbi Abraham aus Beja »ntörwegs zu.Hilie gekommen. Eapateiro war felbik schon ani der. Indien vorgelagerten oiifel .Hvrmn:-' gewesen und reine, nachdem siif. Eovilhao nach -Horinus gebracht hatte», über. Aleppo zum .Eönig von Portugal .zurück, in» Bericht zu erstatten.- Tie gro7s.e ans czrund dieser Wahrten i-nternom»iene Reise Bäseo de Czginas bereitete der Astronom und Mathematiker Abraham liaeuto vor, dem der .Uöiiig ,>oao! I!»I für seinen Rat in niaritimen Angelegenheiten Reis als Ehrengeschenk gegeben hatte.' lincnto lehrte, wie sie das >iap der >s>uten Hossnnng begneisi umsegeln könnten. Basro de Eama!nnd »gch ihui Eabral bedienten sich von Oiaa aus seidenhal/s 54COBY führend in Seide und Samt für StroJbe und Qe/eHfchoft