Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 1 (1.1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 Nr. 1 emeindek latt der Israelitischen Religio nsge mein de Dresden Aabima Ln Dresden (ilastspirl im Alberttheater;iebn Satire Habima.;idm v'aliro orfto? jiidisckes Jbcotcr jiibische 2tluim'indfnnit. Und überlxinvt. 1,'iti sage nicht d i e beste, wieivobl der 31ol\ ans könnte.» .hveiiello» ein iindet. So inns', man sich alte» Burgtbeater vorstellen, Die. Eleneration, die einen diese» Ensemble d.r;u verleiten Spielen. wie inan e» bcnte selten Sonnenrbal. 'Tewinikn. Baumeister erlebt bat. eine BöollerT eine Holnu J»» 'Böeien dieser »umt: :'Ji| ‘Ivitbo» iin-böchnen Sinn. Nicht Stel.en ans Phrasen. Sondern: d.-'esseniein vom Spieltricb, ingleich bene Tbeaterknnsl Hartmann. Robert noch sei» wird e» bestätigen, nt iiim gros;en Patbo». boble Deklamation, »ein ine Spieler alle erfüllest »eigte sich gros;ärtig in von der Inbrunst de»- Ausdruck» tbren Bern' als Sendung. Das Ealberons bibliickeui Drama ..D a i d » » r o n e",;eigte sich aber auch in der »omödie .,Der Schatz". (Gerade bier in der '-'(röteste bewäbrte sich der Asel dieser,Schanipielk»n>l. jüdische,>tnnü im tieisten Sinn: e :nr Sviel: kein Abgleiten in niederesPone, in derben Schwank. Uiid über aller Heiterkeit der Ernüi einer vom Religionsgesetz ne'limmten Eebensallt'aisnng. B-er diese An'siibrungen geiebeli bat al» dritte-:- Stück brachten üe ivieder den „Dnbnk'i mit starker B-irkn»g der kann, ne nickt io schnell vergessen. Diese (Gestalten, diese Stimmen prägen ück ein. wirken weiter: sicherste» .»riterinm nir die Lebendigkeit, iür die Dnasirät einer Dbcaterknnit. Der Beinck liei; sebr;u iviinicheli übrig. Der erste Abend, der Ealderon brachte, iand ein troirjo-? schlvack besuchte»^»». ,'lllerding» war es ein jreilagabena. "iberali»mn» in Ebren. aber es berührt dock seltsam, das; qii Unternebmen, ivie diese» gan; ani jüdische Eigenart gestellte! jimitiit am Sabbat seine Tätigkeit nickt unterbricht. Dbne ans da-:- Problem eingeben;n ivollen. ob solche »mm;nr B.-Bbe de» Sabbat» beiträgt oder nickt, io» nur ein» gesagt indischen Sabbat» entspricht das »all. r.as mag einen ^.eil der Dresdner ('(emeindeinitglicdcr abgebalren baben. «BNihrickeinlich den Be'liinmnngen ihrer geichäitlichen Bertreter richten und iverden: dem Stiin des rbeaterspielen ani keinen mns; sich die Truppe nach nach den Berbältnji'en der Tbeater 'viele gibt.» Aber an' den Freitagabend iole 'tellungen. Eine zweite Nachtvorüöllung. eine am Bormittag, .ine am Nachmittag und eine;nr Sie ivaren alle nickt genügend leinckt. Ruck die einzige Abendvorstellung zeigte ein volles \\ui». Da» in beschämend. Man Nachtvorstellungen nickt jedermann Lacke und. Bö er rrber :vcin. da';;eder ani die Lensatiow nlm gerade al» ökacktvorsteUung. .ri»verkan't in, das; "ja;; in denen ne seweil» Elastlen noch vier andere Boriiblichen;seit am Abend. aber kein ausverkanites könnte es begreiien. dai; lmr spekulierende Sernal kapcllen um Mitternacht stärksteit lauf babe», und nicht Uim wemgslcn ans jüdischen »reisen, empsindct cs deprimierend, das; die beiden Nachtvorstellungen des hebräische» Tbeaters vorveinem kleiitcn Häuslein von Zuhörern stattfindc» mus;ten. Und mns; die Habima-Eente um so mehr bewundern, die trotzdem alles an.»onzentration und Intensität hergaben. Dresden bat mindestens;i(MK) geistig interessierte Jude». o„ den fünf Habima-Borstellnngen waren zusammengenom men böchstens UXXl «wenn das nicht schon;» hoch gegrissen isr>. Es Iväre nicht Iveiter Ivnndcrlich, wenn in Dresden die Habima-kRrstspiele in;?nfuiiTt unterblieben. Hossentlich kommt es nickt da;». Aber die Dresdner Juden baben ge waltig nach;»bolen. Hier gilt die Ausrede nicht, das; inan die Sprache nickt verstünde. Diese »ünstler spielen derart ausdrucksvoll, das; ibre Mienen und (besten und die Modulation ihrer Sprache kaum einen Zweifel über die Handlung lassen. . B>er an Tbeaterkunil tvirklich interessiert ist, kann die Habima-Borstellnngen nickt übergeben. Und ein künstlerisch interessierter Jude ern reckt nickt. Ein Nachwort: Böie wird sich die linkun't dieses Thcater» genalten^ Es liat wie alles, was jüdisch ist, ein scliwcreres Dasein, als sonn künstlerische Unternehmungen. Schon weil es nch uinächst an jnden wendet. Und weil das jüdische Publiknm teils indolent, teils voll Hemmungen ist und weil die Mitläuier und Agitatoren m^ruchen, der;n gewinnen wäre, abschrecken. Dem jüdischen Tbeater iehlt eine einheitliche Resonanz, ein einheitliches Publikum. Noch mehr: ihm sehlen die Stücke. Mit Uebersetznugen ans dem jiddischen allein ist es nicht getan. Es sehlen die Dramen der gros;en jüdischen Probleme: Das Drama des Erils, das Drama des palästinensischen, jnden, da» Drama des nach Palästina auswandernden westeuropäischen juden, das religiöse Drama des heutigen jnden, um nur ein paar Andeutungen' zu geben. Da nicht genügend eigenes vorhanden in, greiit dieses Tbeater;n Uebersetznugen. Biclleicht solgt ans Ealderon ein Stück von Shakespeare. Der .D'ear" etiva oder „Hamlet", öl »es was iiber;eitlich ist. wäre geeignet. Es in bier iricht der Drt, die Bedingungen ,;u nntcrsnchen. unter, denen das hebräische oder jüdische Biihnendraina sich entwickeln kann. Es in bier auch nicht die Möglichkeit gegeben. das Problem des hebräischen Tbeaters ,;n betrachten. Aber da es eristicrk, lebt und wirkt, ist es unsere Pslicht, uns daüir;n interessieren und es bei jeder (Gelegenheit zu stützen. I)r. Leo Fant 1. . o» tu.'Km ^uniinmeatxuiii biirftc ein Artikel Marlin Bub.rs über die Habiina aus der ^üd. Rundsctxul iineressierc». Tie R e d a k l i o n. Unser Umbau tu hm*,: c. ±ü Wiir laden zur zwanglosen Besichtigung ein. Die ständig zunehmende Beliebtheit der guten Eger * Kleidung maoite eine Vergrößerung der Verkaufsräume um ein Drittel zur zwingenden Notwendigkeit, EGER i SOHN Nur Johannstraße