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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-12-01 · 12 (12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
12 (12.1929)
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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:Kr. 12 lemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeir (iroüartiflc Freigebigkeit an sich fesselt. Aber er hatte eine starke Neigung zum Exzentrischen und war nicht frei von Laune und sonderbaren Einfällen und anderseits von .Hartnäckigkeit und Uebereifer. 2o fehlten ihm bei groben Perdiensten um sein Reich im .Urieg und Frieden doch die Stetigfeit und die Großzügigkeit des Handelns, die danernden Erfolg verheiße». Wie die zahlreichen von seinen Vorgängern und ihm selbst gegriindeten. Antiochia, Epiphania, Leleukia genannten Ttädte, so sollte auch Jerusalem eine Griecheustadt werden. Rur dadurch schien ihm Einheit und Bestand des Rcickfesi geück-ert, daß jedes Volk seine eigenen Bräuche ausgab uud sich dem Tienst des großen, in Autiochus selbst Fleisch geiivordenen Zeus weihte. Tenn dieses: der sichtbar erscheinende f'iott bedeutet in Wrchrheit sein Beiname Epiphanes. Tamit hatte er genau das zum Grundsatz erklärt, was die gufgeklärten, resormbedürftige» Aristokraten im Judentum längst gewünscht hatten. „In jenen Tagen ging aus Israel ein uichtswürdiger Mensch hervor, und sie (er und die Seinen) überredeten viele mit den Worten: Laßt uns hingehen und mit den Völkern, die riugS um uns sind, uns herbrüdern! Tenn seit wir uns von ihnen abgesondert haben, hat uns das Unheil betroffen." Tiefe Rede gesiel, und etliche aus dem Volke erklärten sich bereit, zum Möuig zu geben,! der gab ihnen Vollmackit. die Litte» der Heide» einzufützre».! So bauten sie denn in Jerusalem ein Wijiiinatinin (zur Pi lege! der Leibesübungen) nach dem Brauch der Heiden, »lachte» sich die Beschueidung uiifenutlich und wurdeki so abtrünnig vom heiligen Bund. * ES fehlte nun nur noch das letzte, auch dazu schritt Autiochus. Ein Erlaß des Königs fordert, daß alle Völker des Reiches „zu einem Volke werden und jeder feine besonderen Bräuche lassen solle". Temgeinäß werden die üblichen Opfer verboten, Sabbate und Feste aufgehoben, die heiligen Stätten entweiht, die Beschueidung und die Speisegeboto abgesckiafft. Tafür wird der heidnische .Kultus cingeführt. (Götterbilder und heidnische Multussitten halten wieder ihren Einzug im Lande. „Ter Tempel wurde mit Ansfchwcnungen -und Festgelagen der Heiden erfüllt, die sich mit Weihdirnen vergnügten und in den heiligen Höfen Weibern beiwohnten, und allerlei, was sich nicht ziemte, dorthin brachien." Tes Mönigs Geburtstag wird monatlich festlich begangen: statt der Sabbate und Feste werden die Juden gezwungen, dem Opferfchmaus für den Mönig bcizuwohuen und am Bacchusfeste Mränze dem Otott zu Ebren zu tragen. Welk sich weigert, wird mit dem Tode bestraft. Zwei Frauen, die ihre Minder beschnitten, werden diese tim die Brust gebunden, sie durch die Stadt geschleift und dann über die Mauer gestürzt. Ein greiser Schriftgelchrter, Eleasar, der sich sveigerte, Schweinefleisch zu essen, wird hingerichtet. Eine Schar, die zur Sabbatfeier in einer Höhle versammelt ist, wird verbräunt oder durch Feuer erstickt. Wer im Besitz einer Gesetzesrolle betroffen wird, wird getötet. Tamit aber war das Maß voll. Ter Truck war so stark, daß, kanr nicht irgendwoher Hilfe, der Untergang des Judentums besiegelt erschien. Ta trat in einem bescheidenen Torf Modeln an der Straße von Jerusalem nach Joppe rin schlichtes, priesterliches thias, den königlichen richtet hatten und die I Er weigerte sich, den 2jd; hör zu sckfenkeu, und a am Altar zu opfern, da sein Schwert und sticht amten, zerstört de» Al e „Jeder, der für das Ge der ziehe aus, mir ne Söhnen ins Gebirge, schweigenden Tuldeirs iii das Schwert gezückt, d Rollen: wie wird er zu ist'der Vater I u d a s' Geschlechtshaupt, der greise Matta- Mommissar/u, die eine» Altar ausgeeute zum Opfern anhielten, entgegen, smeicheleieu und Versprechungen Ge- S ein abtrünniger Jude sich anirfiicft, stürmt der Priester auf ihn los, zückt ihn nieder. Tann tötet er den Bear und läßt in der Stadt ausrufen: etz eifert und den Bund erhalten will, ch!" Tamit. entiveicht er mit seinen der erste Schlag ist getan, die Zeit des dahin. Eine todesmutige Sckiar hat r Aufstand ist erklärt, der Stein im Ruhe kommend Ter greise Priester d e s Bi a f t a b ä e r s. .r di Mattatbias muß re haben. Mit ihr durch; walt mit Gewalt, wer > gemacht, die neuen Alt, Wer sich nicht fügt, greise Priester starb be Seinen soll getvesen das Gesetz, erfüllen, u Vergeltung an de» He des (Gesetzes!" Sein M a f f a b ä u s, d e r rung U>(>. h> eine stattliche Schar um such gehabt ebt er das Land: sie vergelten (Reicht zum (besetze sich hält, wird nieder^ re Hingerissen, die minder beschnitten. > sein Heil in der Flucht suchen. Ter ld darmis. Sein Vermächtnis an die„ »: „Sckxirt euch zusammen alle, die nehmt Rach;' für euer Volk. Uebr iden und haltet fest au den Satzungen Solm Judas, mit dem Zunamen Hä m m e rer, übernimmt die Füll ,i d duc! Es war ein tollkülu Sckiar von etlichen 2 ägnptisdien (isrenze bis dem Schwerte trotzen 'nur fei» Lebe», das es auch so teuer als , schon der Vater erkgn» Tode gleich klar, daß langen gegen die abge sondern daß es gelten gegciizutreteu. So rücken den» Apollonius, und der t Bandensübrer au. Te l mutigen Sckiar und tö Schwert schlägt er sei ' greift er unversehens a alle Welt erzählte von! tollen Handstreiche mach' Manu. Autiochus befindet seines Reiches, wo er und Medien schwere Teil seines Heeres »nt Verweser im Westen t Rebellen zu Paaren z> Nachdruck durchzuführe ueueingerichtete befesli der Rcgieruugstruppeu Heer mit dem Befehl, de Dresden Seite 3 les Unterfangen gewesen, daß eine .insestd einem Reiche, das von der Armenien und dem Iran reichte, mrt wollte. Aber jeder war bereit, nicht ch verwirft war, hinpigebc», sondern iijöglich zu verkaufen. Tenn das batte uud den Söhnen war es »ach seinem es mit Rachezügen und Strafhandalleneu Volksgenossen nicht getan sei. werde, den Heeren des Mönigs eul auch der .Statthalter von Samarie». o» Syrien, Seron, gegen den kühnen i ersten überrennt er mit seiner todes et ihn. Mit des Gegners erbeutetem weiteren Schlachten. Ten zweiten i und zersprengt seine Scharen. „Uud den Schlachten des Judas." Tie zwei feil Judas über Nacht zum berühmten le sich auf einem Zug nach dem Osten in Armenien, Babnlonien, der Perus impfe zu führen bat. Er läßt einen^ r L n s i a s, den er;» seinem Reickis 'stellt, zurück mit dem Auftrag, die treiben und seinen alten Plan mit .. Es zeigte sich jetzt, wie wertvoll die;te Griechenstadt Akra ckls Stützpunkt werden konnte. Lyuas entsendet ein Judas zu unterwerfen. Tie Feinde Mn fcrnsprech-Anlagcn jedes Systems ▲ Vollautomatische Anlagen, Reihenschaltungs-Ar lagen Glühlampen-Zentralen. 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