Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 11 (11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 emeindeblatt der Israelitischen NeligionSgemeind, Dresden > ib 2ic lis-cgo wt;l-> und /fleg* gebe» halb a»*ci»a»bcr. i'Aibrcn& Her;1 nor die Cefieiitlidifoit (Europas tritt, um dem jiidiichen Volke die Heimat. die 2elbftändigkeit -,icht ficti iileg wnädiit in ieine .Ulmin- >uriicf oirnolc* Wem eindringen. begreirt ober, baf; die» iit, ohne seine 21'radic zu beberridien. 2o ießt er hebräiidi;» lernen, fernen? Wein. nur in n i » z n r ü cf r 11 f e n . wie Tvleii io ichöit fogt. E er. ein von den '.'Ihnen ererbte» (Heböchtnic' t Wiidifoiiinnerinnere lieh der 2oradic der Väter, im 2tndinm de» oltjiidiidien 2riiriitt»niv fortid gröv.er wird sein Irrftiuinen: vr iindet oll das. ('täte und t^rov.e am Ehnneiitnin am meisten in geiteigeitem 'JJiot;c im Judentum vor. Vor ober seinen, von ^iroel verkündeten Gott wieder den Wliuibon on 2i’i*ncer n»d Muht. Und donn dem Abschnitte ..Das ewige Israel" Worte beis Vekenntnisies;n Israel, das er scbon verlöre» er in iidi >n neiten Vcbon eruHidien fühlt. Das Bndi widmet der Dichter seinem nodi niigeborenen Enkel. tir Init zwei Iniigen. von denen der ei le ne»n',eb». der andere vierteln, Satire alt in. Nim ivndit er zu dem im 2diot;e der;fcit weilende» waten Wadifoinmen: „Wann wirst b» mein Buch leien? Um bo» Jahr l!C»o, 1!H>0?" lind dann füllt er mit jüdischem 2arkasmiis bin in: .„'iiü b man nodi leien im Jahre t-!HH>? hcddio ('k'üalt wird die hielt nnndiiiicn? hiirb die Technik die 2eele nnterdrüekt. wird idi der tiiein al zu erringen, Er will in nidit möglich ndi nun bin, <is e dädit - - gäbe. meint . der späte Je mehr er reitet, um io was ihn an zepackt batte, ein findet er und verliert fpridit er ifi bnrdigl übten tiitte und das Nr. 11 ein neues Weltall erid,offen haben? ... Wird es noch Inden Heben?" Und da erwidert der Dichter mit Zuversicht: ..Ich glmibe: ja. 2ie Iniben überlebt die Plmraone». Nebnkadnezar. uoiinantin. Mohammed. die Inanintion und die Assimilation: fie werden aiidi das '.'Intouobil überleben." Dann front er in wehmütiger 2timinnn,r das kleine Enkelkind: ..über wirft dn didi nodi als Jude fühlen, mein Minö?... Wenn du eines Tones glauben wirft. Israels Jenner sei in dir erlosctien. beobachte nnd warte: eines Tones wird es wieder aufflanimi n. Es ift eine lehr alte (hesdiidite. die in jedem Jahrhundert von neuem anbebt: Israel bol taufend WclegenheiWji ne habt. zu sterben, es ist tansendmal zu neuem tz'eben erivaäit... 2o werde ich Israel bis zu dir weiternefübrt habe» und kn wirft es wieder weiterfübren bis;» anderen, wenn dn will t. wen» dn kannst. Und so werden wir beide, jeder midi feiner ürt, das göttliche Webot erfüllt nnd überliefert haben: »Diefe Worte, die idi dir heute gebiete, sollst dn stets auf deinen^ Herzen lullten. Dn sollst sie ein schärfen deinen .mindern.,."' Dieses -'Midi iiibiidier jtrene ist um io wertvoller und be deutender, als es in einer -feit entstanden ist. in der w mondier jüdisdie Intellektuelle seine geiitige Höbe dadnrdi in doknmentiere» indit, das; er icincinlangcitanimten Volke Lebewohl lagt. Tiefes ansgezeidmete Buch des Pariser Dichters ist ein neuer Veweis für feine llnbeiiegbarfeit jüdischen (Geistes. «Ans Menorah. Iiidifdies Iamilienblatt für Wineiz fdiaft. Unnn und Literatur. Wien Berlin.) Moses, unser Lehrer Von Edmond E I e g . '.ins .Viii fiir.didi eriant-iu-in-ii hier': Mole, von liJinon^/vliii, herhiii Piper & Eo., Mnstdien. •VM ms Von dem Tag an. da (Wttes Gegenwart b um in der 2tiftsbiitte in. wohnen, war die Ürt Wort des Herrn an den Propheten erging, voll Bisher hotte der Heilige fer fei gelobt) gleidiia iniiiebenre Drommete zu ihm gesprochen, und sehen, wie Moies' Angesicht fidi rötete, wenn Nun aber mgr Lottes 2timme immer mit ihm. vertrant und io sanft, das; nur er und sonn kein kein Engel sie °,n hören vermochte, und das; keim auf '.l>ioie?' Angeüdit fie chnen-offenbarte. Und die 2timme flünerte: ..Ehedem irnir zwifdieii mir und meinen Uindern. Zorn und ift Irenndidiaft. in I riebe. in hiebe." Und der wortete: ..uönig der "Welt, da dn nun geeint bis Volke, und deine (Gegenwart, gebiillt in die Wolke den böien ('icift der Dämonen und das böse Üig von ihm iernhiilt. da idi für dein Volk deine 2 baute und in die 2tiftshütte deine Thora legt nicht die ünfgabe. die dn mir;ngeteilt Ixin.;i ..Nicht io. mein 2ohn. Was nntzt meine hiebe wenn mein Volk fie nicht;n bewahren versteht meine Thora meineln Volke, wenn es sie nicht vernein? ^a du meine Thora für fie in meii legten, io lehre üe nun ondi meine Thora: und befolgen nnd meine hiebe bewabreir." Von bieij? unterwies Viofes. inner hehrer, die. Minder I Thora. Und dies war nodi nniern Nabbinen die W^e lehrte: üaron kam;nern und empfing das dann kamen die beiden 2öhne Aarons. Eleafar i und empfingen es. während Aaron.;nr Nechten '.l »hörte: dann belehrte der Prophet die Aeltef^e Eleafar zur Wechten' feines Vaters fas; und hinken Mofes': dann traten die vom Volke hin;» gleich dem Hohepriester belehrt. 2obald Viofes ging er biniveg. Dann wiederholte Aaron, wa hernach Eleafar und Ithamar. seine 2öhne, nitl Aeltenen. und hernach alle anderen, bis ein jeder bis;nm hevten. viermal das ltzefev wiederholt der Ewige batte Moses geboten, den .mindern I die Thora ein;nschärfen. .'rniedernieg. . in der das g verändert, in durch eine man konnte r ihn hörte, fie war ihm Mensch und Verstörtheit * ii Feindschaft s;: jetzt aber lZrophet antinit deiijei» des Wnhmes. e der Völker iftshiitte erift nun Ende?' mein Volke. VNis nutzt;n befolgen i .Heiligtum sie sollen sie tut Tage an rael in der I Ild ie. in der er ort kffottes': Ithamar. i'oie< sitzend, n. während ittiamar zur und wurden geendet hatte, er gelernt, hernach die vom Ersten hatte: denn rael viermal Moses sagte ihnen, wa endi >ii Indien: und wenn seither unsre Weifen wiederholten: ..Die Thora;n erforfdien Imt mehr Wert als Dpfer und tliändierwerk. Wenn drei Menfdien am gleidien Tifdi orten und nidit-von,der Thora miteinander sprechen, ist es. als äs;en sie Ileisch vom Dvfermahl eines (f)öven: wen» sie aber von der Thora sprechen, in es, als ätzen sie vom Tische des Herrn. Drum indiet die Thora auf, denn fie wird nidit kommen, um ihr sie nicht in eurer Jugend fndit. wie wollt ihr sie in euren Alter finden? Wenn ihr sie aber gefunden bubt, io rechnet 'S euch nicht als Verdienst an, denn für die ThoraTiat Utott e idi gesdxiffen Er sagte ihnen ferner „2ehet die -fehlt (Gebote ans den beiden Tafeln, die ich vom Ewigen empfangen habe: sie bilden will,»men nur Ein ttzebo. den» einem jeden ans der ersten Tafel entfprian eines auf der zweiten. Dem ersten: Ich bin der Ewige, dein <Wtt. steht das sechste gegenüber: Dn sollst nidit töten: denn der tl>iörder zerstört das Ebenbild des Ewigen: dem zweiten: D > fällst keine anderen (Götter hoben neben mir. steht das siebente gegenüber: Dn sollst nicht ehebrechen: denn (ifötzeiidiensi ist Untreue, und Ehebrndi ift eine ebenso grosze: dem drittel: Dn sollst den Namen des Herrn nicht eitel anssprechen, stellt das achte gegenüber: Dn sollst nicht stehlen: denn iüme :»ng bestiehlt .(tzott, nnd Diebstahl führt zu Lästerung: dem ffebot: Tn sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Wächiten, steht gegenüber: Gedenke des 2abtxittages. ihn zik heiligen: denn wer den 2abbat verletzt und vergitzt, das; <-pt die Welt in sedis Tagen geschaffen hat. am siebenten aber r ihete, iit ein falscher Fenge wider Gott.: dem (fjebot: Ehre-'dc inen Vater und deine Mutter, steht gegenüber: tz'as; dich »ich: gelüsten: denn wen gelüftet, den erfreut nicht, was er hat, änd der ehrt nicht, die es ihm gaben. Und in solcher Art find fie (flebote miteinander verbunden, das;, wer sich wider das'-fctzte vergeht, sich vergeht wider alle: denn wer da begehrt, bsgehrt einen anderen 05ott und andere Eltern, empört sich wider t))ott und betet zu anderen Göttern, heiligt keinen Tag und lbgt Zeugnis ab wider sich selbst, tötet und stiehlt in'seinen (flanken, und in seinen kffedanken be gebt er auch Ehebruch.' j. 2o erklärte ihnen P oses die Gesetze, die sie kannten: dann schärfte er ihnen sie ein, die sie noch nicht kannte»: „Brich das -Hans ab, iiU >as Anssatz sich eingefressen ... Dn sollst das -ficklein nicht.i« der Milch seiner Mutter essen... Du sollst keinen Zins nehmen von deinem Bruder... Du