Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 6 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligioilFgemeinde Dresden Nr. 6 Ter Freund deichte bei sich: Mein. .Siönifl wird mich eilt* UK’öcr inkognito oder bei 'A'ndit beuiciien. den» sich, r.wird er nicht in meinem ärmliclten .Hanse in seiner ganzen Größe erscheinen wollen. Aber. Erstannen! siebe da. dtr .(tönig begibt sich an edlem None, geschmückt mit dein königlidien Purpur nnd vo i zahlreichem Gefolge begleitet, in das -Hans des Freunde . Ich bin gekommen, sattle der >tönig, in meiner ganzen Gre>;e. um drr im Anjtesicht aller ein größeres Psand meinei Liebe zn tieben. To. als der -Herr Israel angekündigt batte, da» seine Majestät im Ttiftszelte Wobnnng nebmen iviirde. dachte Israel bei sich: Ticlterlicb wird Gott nicht in seiner ganzen Gröf;e bier ans (irden ericlieinen wollen. Und siebe Iw, kaum war die Ttiftsbütte einge:v, ibt, w umgab nnd nmbiillte sie ganz die von göttlichem Lichte strablende aättliche Volke: es umr die nämliche , öttlidw Wolke, die in ibrer ganzen gebeimnisvollen Größe apf dem Tinaj erschien. To aab der Herr Israel ein größeres Psand seiner! Liebe. Ial knt T. ->17>>. .Stomps Mosis mit dc» (»nadii um ben Besitz des bei Gesetzes >tanm batte Moies den Ins; ans die bimmlisciie T gesetzt. io begleitete ein Flüstern. ein Tnmnlt. seinen (Eintritt unter die ewigen Bürger des.Himmels. -Herr. -Herr! riesen die verwirrten Engel. ein geborener nnd noch Lebender üdi unter uns mischen! xübnbeit! nwldx' lintweibnng! Tiefer Weibgeborene, antwortete ('Sott, bat sich Himmel, begeben/ um das Gesetz zn einpfangen und die Erde zu übertragen. Tas beilige (Vesetz ans die (erde übertragen? veirsetzten noch mebr rwrivirrt die ewigen Bürger der Tdtöpfnng. Jenen kostbaren Tclxitz. der in deinem Gedanken voranging! Ter «gru chivelle Weibivelche n de» es ans I seit Tausenden von Zeitaltern deine Wonne bildet! Dieses Gesetz einem Wesen von Fleisch uird Blut übergeben? O er* lmlte. erbalte für den .Himmel dieses Licht, diesen Tchmuck. llird der Herr, zu Mose geivandt, sprach: „Mose, antworte deinen Gegnern." Mose antwortete: „Mein Gott! ich fürchte, daß diese mich mit ibrem feurigen Tdem in Asclte verwandeln." / „Lege die .Hcüid ans meinen unstcrbliäien Thron und rede siäier und frei." * . _ Und der Herr goß aus das Haicht Moses einen Ttrohl seiner ewigen Glorie, und Mose, frei und fidjer gemacht, begann also: „In dem Gesetze, das dn, mein Gott, mir versprochen hast, ist es verboten, Götzen anzitbeten. Teid ihr vielleicht, o Engel, unter götzcndienerijclien Nationen? — Das (tzesetz befiehlt die Niche des Tabbats: arbeitet ihr? habt ihr der Nuhe nötig? — Ebre deine Eltern, sagt es: habt ibr Pater und Mutter? töte nickt, stiehl nicht, sagt es: nisten denn im Himmel Neid. Begierde?" Bei diesen Worten beruhigten sich die Engelscl>aren und gaben Beifall, und alle lmtleiferten. jenen Weibgeborncn mit irgeirdeiner kostbare» Gabe zn beschenken. selbst der Engel des Todes gab sein (*Jdd)cnf: derselbe war cs in der Tat der ihn lehrte, durch die Düfte des heiligen Weihrauchs die Teildie zn vcrschendten, die unter dem Volke Verheerung an* richtete'. Ans dieses Begebnis spielt der Psalmist (ß8) an mit jenen Worten auf Mose: „Tn stiegst in den Himmel, führtest Beute iveg und kehrtest mit kostbaren (beschenken zu deif Menschen zurück." T a I m u d T'a b b a t T. 8tii>. 1 In der Biblischen beschichte wirb erzählt, baß. als göttliche Tträte, eine schwere «suche unter Israel wütete, ivelche aufhorte, als Mose dein Priester befahl, unter bas Volk den Dampf oes bciligen Weihrauchs zu verbreiten, als eine Art sühne. 4. Buch M'ose, Uap. 17. OUUieMt UJitn iruffer Straße - TQessetsdorfer Straße