Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 5 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Israelit schen Religionsgemeinde Dresden Nr. 5 Gärtners in 90 von 100 Prozent die Notwendigkeit vorliegt, rach Jahren der Bewährung im fremden Dienst zur beruflichen »S lbständigkeit auf eigener Scholle zu kommen, denn man ist in die em Beruf mit -15 Jahren zum alten Eisen gelegt. Die jüngeren Krisle, die sich in großer Anzahl anbieten, sind gefügigeres und w >hl» feileres Arbeitsmaterial als Mäniter über 45, die sich im B ruf physisch verausgabt haben. Und so lautet denn unsre Forderung: Durchführung er A n s r e d l u n g unsrer in Jahren der Ausbildung, der Praxis und Erfahrung bewährten Mäiijer und I r a u e » auf heimatlichen! Boden!!! Der Versuch der Berufsumschichlung ist in gualitativer Hinlichr gelungen. Nicbt die Quantität, die Qualität entscheidet das R> sul tat eines Versuchs. Wir müssen die' Folgerung ziehen und den Versuch unternehmen, den selbständigen jüdischen Bauer, den auf eigenem Boden produzierenden (Gärtner zu schaffen. Von diesem Willen ist jeder Jude erfaßt, der für jüdi öffentliches Leben und Werden Interesse, Herz und Zinn hat, so iit cs mit Tank zu begrüßen, daß der Rcichsbund j ii scher Frontsoldaten, als die Vereinigung reifer jüd Jugend, auch hier das Banner erhebt, sich an die Front im K4mpf um jüdisches Werden und Gedeihen stellt, und aufrufk und forDert, verteidigt, wirbt und kämpft und, so Wott wiil, siegen wird als kior Posten jüdischer Selbiierhallung, jüdischer Kraft und Ilnbeziung. licbkeit. — Deine Legitimation als Vortrupp in diesen Bestrebungen der Froiilbund auf Grund seiner Blutitcuer, Sie er im Kr tragen, und cs ist vor allem an ihm, das vornehmste Rech Bürgers, das Rectn auf die heimatlictie Scholle, für seine Genossen zu erkämpfen! Zu diesen Bestrebungen, die auch politisch betrachtet nicht genug cingcsckäpt werden können, den» am produzierenden 4 i prallt jeder Antisemitismus ab; müiie» sich hinter und mit Frontbund alle jüdischen Organisationen und alle Juden Willens mir Kraft und Mitteln stellen, denn nur so wird > S zu einem vollen Erfolg kommen. hat ge. des hoch auer dem luten Das größte Schuh -Spezialhaus.! Dresdens mit der größten Auswahl und dem aroßten rÜmsatz> SCHUHE Ter praktische Vorgang muß seiru eine jüdische Siedln ngsgcsellschaft zu gründen, der Vertreter aller Institutionen und'Vereinigungen im Judentum Mitfel, Rat "und Aufsicht stellen müssen, und die durch bestehende Siedlungsgescll» schaften, durch Ankauf eigener Gutsobjekte oder auch durch Einzel, siedlung jüdische Siedlungsanwärtcr auf die Scholle als Bauer und Gärtner bringen und auch bestehende jüdische Landwirtschaften so auszubaucn helfen, daß sie existenzfähig werde». Unsre Tiedlungsgescllschaft wird im Rahmen der bestehenden Gesetze die durch Behörden gewährten Mittel für Ticdlungszivccke in Anspruch zu nehmen wissen und dafür Sorge zu tragen haben, daß wir in den 'allgemeinen Bestrebungen, in Deutschland Siedlungspolitik zu treiben, als Bürger mit gleichem Maßstabe gemeffcn werden wie alle andern Staatsbürger. . Daß in der Verwirklichung unsres gesetzten Zieles bei der Ansiedlung in erster Reihe jüdische Kriegsteilnehmer und ihre Angehörige», soweit sie sich eignen, berücksichtigt werden sollen, ist Ehrenpflicht, nicht nur begründet auf der Arbeit jetzt für das Liedlungsproblem, sondern vor allein auf die Opfer, die sie in härtester Zeit für uns alle auf sich genommen und mit größtem Heroismus getragen haben. Tic Beweggründe, der Weg. das Ziel sind klar; die Jugend fordert Regeneration, Licht und Luft und Arbeit auf heimatlicher Scholle, die jüdischen Soldaten stehen in Front, gewillt, mit Kraft, Verantwortung und materiellen Mitteln zu helfen, sie rufen und fordern zur Mitarbeit und zu Opfern alle Juden, alle jüdischen Institutionen auf. An die Spitze der Bewegung haben sich in eurem Ausschuß bekannte, führendejüdische Persönlichkeiten gestellt, die als Treuhänder die zur Verfügung gestellten Mittel verwalten und bewirtschaften werden. Pflicht jedes Juden ist es, dabei zu sein, und nur der, der mittut, kann und wird Freude finden im Strebe» „den jüdischen Bauern auf deutscher Scholle" zu erreichen!!! Be! Ausbleiben ÄJtfSlSr deblattes der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden bitten wir, sich sofort an den Briefträger oder an die zuständige Postanstalt zu wenden und erst unserem Gemeindeamt, ZeughausstraBe 3, Mitteilung zu machen, wenn diese Beschwerden keinen Erfolg haben. Dresden, im Mai 1929. Der Vorstand der Isr. Religionsgemeinde Dresden. Viele starke Damen wissen noch nicht, daß durch das weltberühmte amerikanische -Xieder ihre anormale 7üHe richtig uerteiß wird und ihre 7l$ur die moderne schlanke Clnte bekommt. Ihr h&ftumfanQ oermindert sich um &~10 cm. Siehe Jttustr, „Die Dame“, „elegante Hieß" usw. Corselette o. 13^ hüftformer o. Tt,- an. CUteinoerkauft Spexial-Corsetgeschß/t 1. Hanges fiefeae TuQmann Ctßmarkt 10, neben Xarienapotheke oebeoWolUMe^Jer, vorher32Jsbre Sdtreibergnue 2 mrneri