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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-05-01 · 5 (5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
5 (5.1929)
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Sette 2 Nr. r> Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Amerika vertreten, wendet iicl, an die gesamte Judenheit »ns der dringenden Bille, de» von ihm zur Lösung der oben geschilderten Auigaven geschussenen Wiederaufbausondezu unterstüben. Tie deutschen Etüden Huben nicht nur ein ideeller-, sondern auch t in materieller- Interesse an der (Mündung der wirtschaftlichen Leben-:- der jüdischen Manen in den an Deutschland angrenze-cden Landern. Wir empfehlen nachdrücklich, den Perband „Drl" in seinem imbesten sinne der- Wörteraufbaucnden Täligkcike-i^tlle» zu unteriküven. Tie Aktion wird in Teutschland im Namen des Aklionsausscbusies gesübrl, der aus der „Lrt"-Konferenz in Berlin im tidotel „Ztaiserbos" am lä. L krober litL» gewählt worden ist. lieber die eingebenden Gelder darf'die Zcntralverwälning der- Verbandes „>Trt" nur im Einvernehmen mit einer Teputation des deutschen '.'iklionsausschusserversüge». Dieser Nummer liegt eine ZaKskarie des „^rt" bei. ' ' ' II. Tie zweiteKundgebimg mar einem ähnlichen Gebiet der wirtschaftlichen Hilfe gewidmet. Ter Reichsbund jüdischer Frontsoldaten hatte zu einer Kundgebung für den Siedlungsgedanken unter den Inden in Teutschland eingeladen. Zwei anerkannte Fachmänner auf dem Gebiete der Siedlung waren als Redner gewonnen: Professor Tr. Franz Oppenheimer und der Tomänendireklor Tyk. Herr Tr. Wienskowitz.derVorsitzende des Frontbundes, erössnete die Kundgebung. Für den Verband der sächsischen israelitischen Reiigionsgemeindeit und die jüdische Gemeinde Dresden begrüßte Herr Rechtsa Salinger die Kundgebung und versicherte, daß sowohl Vc als auch die Gemeinde dem Siedlungsgelfanken äußerst " t ' - - «o» ' StA - Ort iedlung in Rutzland Levy palhisch gegenüberständen. Es begrüßten seltner für den Ecfitral Verein Herr Apt, für die Zionistische Ortsgruppe Dr und für den Iugendverein Kurt Hirschel. Herr Tyk legte in ctnvi einstündiger Anssührnng diel t>cot tvendigkeit dar, die bereits in Tentfcliland ansgebi deten l'iärtner lind Landwirte anzusiedeln: denn nur ivenn der land ivirtschaftlichc Arbeiter die Möglicktkeit habe, sich eine igcne Scholle zu eriverben. könne er anssichtsvoll und befriedigend arbeiten, darum komme cs jetzt im Augenblick nicht s, sehr daraus an, umzuschichten, sondern anznsiedeln. Diese znnt großen Teil praktischen Ausführungen wurden dnrc > den zweiten Referenten über die Grundlagen der Siedl ingen überhaupt ergänzt. Lppenheimer ist bekannt durch einen glänzenden Vortrag und seinen geschlissenen Stil. Er schloß mit einein Appell, für den Siedlungsgedanken Opf r zu bringen. Wen die Frage der Siedlung iveiter interessieren sollte, hat Gelegenheit, aus zwei Broschüren sich Jnformationen zu holen, mis einer „Denkschrift des Reichsbundcs jüdischer Frontsoldaten", im Verlag „Ter Schild", Berlin, erschienen, und ans der Broschüre „Zurück zur Scholle", aus »velckier ivir einen kurze» insorniatorischcn- Aufsatz von Toinänendirektor Tyk nachfolgend veröffentlichen. Ja« Problem Von Tomänendirektor S. Tyk, Berlin ^n allen Ländern, ivo eine an Geist und Körper gesunde Volksgemeinschaft lebt und wirkt, b c st a n d und b e st c h t immer die Tendenz und der Wille, einen graßcn Teil der Bevölkerung der Scholle, dem platten Lande zu erhalten. Gründe physischer und psychischer Natur, a u ch wirtschaftliche und nickt zuletzt sozial» „ politische Noiwendigleiten sind Veranlassung, die Forderung auf Betätigung am heimatlichen Boden zu erbeben und durchzuführen. Sogar in Rußland, wo der Bolschewismus alte gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse der Stadt revolutioniert hat, haben die modernsten Wirtschastsrevolutionäre vor der landwirtschaftlichen Produktion haltmachcn müssen. Dagegen spricht nicht, daß sie die Großgrundbesiyer enteignet haben, wichtig ist die Tatsache, daß beim Bauer haltgem.icht wurde, daß auch der Großbetrieb in iwalt band symsehr starkem Maße, allerdings als Kollektivbetrieb, erhalten bleibt. Ten Bauern und landwirtschaftlichen Arbeitern gilt im großen Reich des europäischen Ostens alle Fürsorge und Rücksichtnahme. ES dürfte allgemein bekannt sein, daß in Teutschland. seit der Revolution fast alle Kreise eine intensive und ausreichÄtde Tiedlungstätigkeit fordern; und daß auch tatsächlich die Innenkolonisation einer der wichtigsten sozialen Programmpunktc aller fortschrittlichen Parteien ist. Das Rcichssicdlungsgesetz vom Jahre llllv ist der verfassungsmäßige Ausdruck dieser lebensnotwendigen Bestrebungen für das deutsche Volk. , Wir Juden, unser altes Volk in Palästina, waren ein Ackerbau und Viehzucht treibendes Volk, und auch in der Diaspora bestand immer und überall der Wunsch und das Streben, den Zusammenhang mit der Scholl« wieder zu gewinnen, diesen Zusammenhang mit der Mutter Erde zu befestigen und dauernd zu erhalten. Wo politische und wirtschaftliche Möglichkeiten es dem Juden gestattet haben, sind auf der Scholle Großgrundbesitzer, Bauern, landwirtschaftliche Angestellte produktiv tätig, und zwar mit ebensolchem Erfolg tätig wie ihre nichtjüdischen Berufsnachbarn. feinsprecu-Anlagen jedes Systems Vollautomatische Anla gen, Reihenschaltungs-Anlagen Glühlampen-Zentralen, Haustelephon-Anlagen in höchster Vollendung in Kauf und Miete führen aus Dresdner Prlvat-Telelon-Geielllchaft Femspr.-Sammel-Nr.25631 )r6Sd6D*Al Wilsdruffer Straße IS Auskünfte und Ingenieurbesuche kostenlos und unverbindlich

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