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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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Nr. 4 Seite 22 iemeindeblatt der Israel tuschen Religionsgemeinde Dresden Landesversammlung >es Deutschen ^eren Hajessod (Jüdisches ^Zalästinawerk), E.V. u ': ui vtm lu. März, nadimi’ttapc- 3'A llfir, fand im groRfn 2 Vogen Hauses zu Berlin die Landesversammlung Generalv lang des Deutschen Keren Hajenod jüdisches Paläitint Ir. i;. unter Porst ß des Präsidenten des Deutschen Vieren Direktor T -:-kar Wassermann von der Deutschen Bank, itrrt Saal war dicht gefüllt, aus allen Teilen Deutschlands war Glieder des .Keren Jajestod nach Berlin geeilt, uni an. der staliung tcilzunehmen. Bo in Präsidium waren anwese Alfred Apfel, Dr. Aron Barth. Alfred Berger, Man Blu Willi" Dretifns, Tr. Bernhard Kahn, Prof. Dr. Atari Var i'laphtali, Dr. Martin Noscnblürh, 'Alfred Liner und Schindler beide au-:- >?amvura. Tie Herren «Generalkonsul Landau, Rabbiner Dr. Baeck und Alfred Leonhard Tieg iizrren durch dringende auswärtige Peranitallungen, die Kommerzienrai Moos ■ Siurigari und Friv Sondbeimec rurt a. M. durcti Krankheit am Erscheinen verhindcrl. Aainens des Präsidiums de grusle Beer Direktor Wan die Erschienenen, darunter die Ehrengäste, Bern, Fclir : Miiglied der .ßiouiinseiieu Erekuüve in 'London, Beeru regierungsrai Jgua; Fricdmauu, Boriitzender des Keren Komitees für Ungarn, Berrn Dr. Bugo Berrmauu, den B des Keren Hajenod in der Tfäiechoilowakei. Von den Kercu .Bajenod-Komiices fast sämtlicher Länd von zahlreichen Mitgliedern und Freunden des sic reu waren Begrüßungsschreiben oder Telegramme eingelaufen Berr Alfred Leonhard Tien tclegcavhierle: „Dringende verküiderlcn mich plöiil,ä>, an der heutige» Bersammlurg zunehmen. Ich bedauere dies .außerordentlich und wünf h großen Beranilaltung Erfolg in jeder Beziehung. ' Möge daiikc der Kooperation in der deutschen Judenheit Allgeri werden." ui des f tiNiiliuer! ■, ajesf. d. Der esi Miierun- Tr. nfeld, Flip Jnti»:- E ngen uKöln i «der reu Fruntstiosc i .V > rmaun blüib, herj.-ssodrreeier r und ajenod Gründe reile der r Geeingut T irektor L'skar Wassermann, der Präsident dcS D."it,'.hen .Keren Bajesiod, cröffnete die Kundgebung mit der folgenden Ansprache: Der Denjsche Keren Bujestod tritt heute in einer großen Kundgebung vor die allgemeine l7effe,itlichkeit. Der Keren öajessod soll die MiitcU beschaffen, um jüdisches Leben fit Palästina zu »euer Blüte zu bringen. Das jüdjsche Polk war seit Jahrtausenden ein Kulkurvolt, dessen Leistungen die Weltkultur stark beeinflußt haben. Es ist uni geistige Leistung ähnlich bestellt wie um die Produkle der Wirtschaft. Die Fettigfabrikate sind vcrsendbar die großen Bücher gehen in alle Länder, unsere Bibel hat die Welt erobert. Aber jedes derartige von allen gewürdigte Ergebnis kultureller Tätigkeit ist in sesticr Entjtehuiig an einen bestimmten Drt, an bestimmte Ilmgcbung gebunden. Das Wichtigste ist es, diese Luellen des Schaffens in voller Frische zu erhalten. Der jüdische Geist befindet sich heule in einer eigenartigen Situation. Man spricht von . ihm,, wie' man vom englischen, deutschen, französischen Geist spricht. Aber alle anderen Geiitesmächte sind stark, nicht durch ihre Pergange». heit, sondern auch durch ihre Gegenwart, weil sie die Möglichkeit haben, immer wieder den allen Leistungen neue charakteristische Leistungen hinzuzufügen. Das Judentum kann seit Jahrhunderten nicht auf solche Kollektivlcijtungen Hinweisen, und niemand weiß heute, was in Wahrheit Judentum und jüdischer Geist bedeute!. Jede Deutung ist möglich, und wir leiden dcirunter, daß man ivill. kürlich in zufälligen Einzelerscheinungen charakteristische Symptonie für jüdisches Wesen erblickt. Dem Judentuni fehlt im Gegensiß zu anderen geistigen («semeinschaftcii die Verwurzelung mit seinem glten Boden, auf dem das entstanden ist, was in Wahrheit lüdis.hem Wesen und jüdischer Art entspricht. Wir erwarten von der Erfüllung der unS heute in Palästina gegebenen Möglichkeiten die wahre Erneuerung jüdischer Art. Im Vertraue» auf die sittlichen Kräfte des Judentums gehen wir an das große Werk, daS aufs - väidb/.- MIETWAGE Spez^JioehzeitsfaJvrtert I KUHEBSGENOSSENSQUn DRESDEN EüJUUt AL6JKCMTSTOASSE9 FERN SPO.ECHEQ 6rs 'klassiges WUQGnmocteeial Aafbflgeln Anzug 1 JOM.,Hose - 60 M Reparaturen Änderungen Kunststopfen Farben Chem.Relnlgen »Wie M Dresden-JL i Sckrtiktriasu tl ISMAN1K1BD.D \vtRK/rA1TFUR-DEK0RAnVE/Vl£REI 3 3<öf9 DRE/DEN BLAIfWITZER STR. 61 Jetefon 38068

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