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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Nr. 4 »ueindeblatt der Israelitisch«!» Religionsgemeinde Dresden Seite 23 Er i, We IV neue jüdische Menschen mit von künftig dort lebenden auch 'uns Juden selbst, zeigest Leistungen zu vollbringen, die heit fördern. Wer dem Fortschist versuchen, ihn selbst herbeizufü) Wir erwarten daS Erblühe Juden wisse» auS unserer geistiger Ziele an irdische Po sollen wieder in Erez Israel ist es, dieser Kolonisation die Geld, das wir verlangen und Erfüllung eines Machtstreben» weckung der stärksten sittlichen hat begonnen. Wir haben Jüdisches Palästinawerk, auch übernommen. Deshalb ist zugleich Darlegung unserer alle Juden. Insbesondere wendet sich deutschen Juden. Wir bleiben. Nicht schaden könne, aber nützen ihm und der ganz n .Palästina ein Erez Israel, jü mit Herz und Hand helfe», geistig verbunden fühlen. We guter Bayer, guter Sachse v inan dafür daS beste Perstans» Ter Präsident begrüßt Frauen, die der Einladung schienenen Abordnungen zahle Institutionen in Deutschla id z JsrSebcherbindet, soll, und hoffen erationen, das; sie der Welt, und werde», daß wir imstande sind, den wahren Fortschritt der Menschitt der Menschheit dienen will, »ins; renk , jüdischer Kultur, aber gerade wir -ergangenhcit, das; die Erreichung auSsetzungen gebunde». ist. Inden »ohne» und siedeln. Unsere Pflicht Mittel zur Perfügung zu stelle». Das I as man uns gibt, es,dient nicht der es dient der Bewahrung und Er- Kräfte der Judeuheit. Die Arbeit durch den Keren Hajessod, unser )ie Perantwortung für das Gelinge» Kundgebung des Keren Haj.'jsod siele und Appell zur Mitarbeit an je >e Jet deutsche Viere» Hajessod au alle sir d Teutsckje und wir wollen Deutsche wir unserem, deutscheil P<,l,>ri.,nde, Welt, wenn wir denjeuigeu, die in tj sches Land, wieder anfrichten wolleit, wenn wir uns init dem Aufbauwerke ade in Deutschland, wo inan zugleich, guter Deutscher sein taun, sollte is haben. Tausende jüdischer Männer und gefolgt sind, insbesondere die er*j eicher jüdischer Organisationen und! und in mehreren auswärtigen! Ländern, darunter der Allgemeinen Arbeiterföderation Palästinas, und fuhr dann fort: ES ist mir eine besondere Freude, in unserer Mitte Professor Albert Einstein begrüßen zu können. Professor Einstein steht seit Jahren in unseren Reihen. Der erste Aufruf für Iden Keren Hajessod trägt seine Unterschrift. Er hat sich unserer Arbeit, wo er konnte, zur Perfügung gestellt. Er hat in Europa^ und in Amerika für de» Keren Hajessod gewirkt, und er hat immer wieder seine tiefe Perbundenheit mit Palästina und der Judeuheit zum Ausdruck gebracht. Professor Einstein feiert in wenige» Tagen seine«, SO. Geburtstag. Er wird Glückwünsche und die begeisterte Huldigung der ganzen Kulturwelt empfangen. Aber wir glauben, I daß die Wünsche, die der Deutsch,' Keren Hajessod und diese Persaminlilng ihm heute entgegenbringe», ihn besonders berühren werden. Die jüdische Oleineinschaft, der Professor Einstein entftammk» ist stolz auf ihren-großen Lohn. In Palästina, wo schon heute Einsteins Name mit einem wissenschaftlichen Institut verknüpft ist — das Mathematische Institut in Jerusalem trägt seinen Namen — soll als ein weiteres sichtbares Zeichen der Perehrnng zu seinem 50. Geburtstag ein Wald gepflanzt werden. Wir gratulieren Professor Einstein, der nnch schwerer Krankheit nls ein Geuesener wieder bei uns weilt, aus vollem Herzen. i nd die Fa. Franz Horn Dresden*A. 24 Leubnitzer $tr. 3 Telephon 43917 führt Dachdeckungsarbeiten jeder Art sowie Asphaltierungs• u. U rund wasserdicht tungsarbeiten höchst zuverlässig aus. Bitte verlangen Sie kostenlos Angebote' und überzeugen Sie sich von der Pieis• Würdigkeit. Hilfsverein der Vorläufiger Bericht über die Hilfsaktion i n B e s s a r a b i e n. Bekannt ich haben das American Joins Distribution Eommittee und die America» Joint Reconstruction Foundation größere Beträge für die hungerleidende jüdische Bei völkerung in Besicrrabien bewilligt. Es hat sich ferner ei» Hilfsf komitee in Kischinew ge bilde , welches Mittel aus Rumänien wif aus dem Auslände erhält. Ueber^ die Tätigkeit dieses Komitees ist dem Hilfsverein der Deutschen Juden ei» Bericht zugegangei;, der nachstehend im Auszug wiedergegebeii wird. Nach den Mißernten in'den letzten Jahren in einem großes Teil von Mittel, und Lühbessarabien hat sich die ökonomisch^ Krise ungeheuer verschärft und in diesem Jahre ihren Höhepunkt erreicht. Die Dürre, die i»t letzten Sommer herrschte, wirkte bejsonders katastrophal. Unzählige jüdische Familie» sind im buchstäblichen Sinne des Wortes ohne Brot geblieben. Nicht nur. dje Ackerbauer waren die Opfer dieser Not, solide«» auch Handwerker, Kleinhändler und Großkaufleute wurde» völlig ruiniert. Es stellte sich die Notwendigkeit heraus, eine Rettungsaktion in weitern Umfange einzuleiten. Auf die Initiative einiger auf soziales» Gebiete tätiger Persönlichkeiten mit Herrn R. Roitman an d^r Spitze, die schon in den Jahren I02S und 10:20 eine ähnliche Hils^- aktion für die hungerleidende -Bevölkerung in Nordbessarabiein durchgeführt hatten, wurde der Beschluß gefaßt, die .Hilfsarbeit sofort zu beginnen. Das Komitee konstituierte sich unter dem Vorsitz Deutschen Juden von Herrn Roitman. Vizevorsitzende, sind Tr. A. Jackir und Ingenieur A. Silbermann. — Tie Not wird von Tag zu Tag größer. Die Zahl der Hungerleidenden wächst ungeheuer. Täglich koinmen neue Nachrichten aus Städtchen und Dörfern, wo der Hunger sich fühlbar macht. Ter Winter verschlimmerte die Lage. In der .Kasse des Komitees befand sich ein Reil von lOMOj» Lei, di: von der Hilfsaktion im Jahre lULti zurückgeblieben waren. Das Zentralkomitee begann seine Tätigkeit mit diesem kleinen Betrage. ES verschickte gleichzeitig Zirkulare nach allen Städten und Städtchen von Rordbesscrrabien, der Bukowina und Rumänien sowie nach dem AuSlande. Im Januar d. I. in Besjarabien iveilende Vertreter ainerikänisch-jüdisckjer Zeitungen suchten d n Hungerration aus, wo sie sich von der Notlage selbst überzeugte». Sie veröffentlichten eine Reihe von Artikeln und Telegramme,i in der jüdischen Presse. Ferner erschienen Aufsätze in der rumänischen Presse. Von der bessarabischen Judeuheit konnte keine wesentlich« Hilfe erivartet werden, sogar daS »glückliche" Rordbejsarabien, >v^ der Hunger nicht herrscht, ist von früheren Jahren her wirtschaftlich zerrüttet. Es ist aber hervorzuheben, daß trotzdem von viele» Orten in Nordbessarabien Spenden geschickt wurden. Selbstverständlich konnten diese (ssaben bei d sehr gering ein. Aus Czernowitz ging ein, außer Spenden von Einzelperso r großen eigenen Not nur ein Betrag von 400 000 Lei len in Geld und Lebens- Jehannes IMatthesius Vornehme Wohnungseinrichtungen / Innenausbau Dresden, Qrunaer Straße 33/33/37 Telephon 14377

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