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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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reite 10 emeindeblatt der Israelitischen Religionsgenteinde Dre-den Nr. 4 Palästina Reiseeindrücke von wie idi nu einem fdiöue» Herbstmorgen mit der eifentubn von Aegnpten kommt, erblickt den puUiniiicnfi üjc«t Boden zuerst dort, ivo die ausgehende Lonne über dem laj- Ugen Wriiii der Lrangenpslanznngen der juüäischcn .>> olo nien glänzt ein Lymbol des Werdens rind Wachse»? in dem verjüngten Lande. Ans der Strecke nach Jeriiieicm, die obne Tunnel die 77>0 Meter Höbe m ständigen! tündüngen etu>a zivei Stunden lang ansleigt, erireut sich der Blick an der berrlichcn Beleuchtung der-Berge und i iler; inan versteht es. wenn ein weltknndiger Jorschungsreiü »der wie Sven Hedin „den seltsamen Reiz wunderbarer ^and schasten und-seiielnder Skaturschönbeit" in Palästina rUhmt. Aber das Land ist öde. man sicht nichts als kable Jilfeii. selten einen Strauch oder dürftiges Gras, das den Sclafen als Weide dient die ^luhläuse sind verdorrt, die c llen, kunstvoll angelegten Terrassen verkommen, ein trau iges Denkmal der türkischen Miszwirtschast. Erst unmittelba vor Jerusalem bei Bittir. dem historischen Schauplatz von Bar .Uocbbas beldenmütigeni Endkainpf, beginnt die Si iltiic ivieder: sorgsam gepslegte Blumengärten, irische Wcniiie* beete, muntere Scharen sich tummelnder Hühner künde l die Rabe der Stadt und ihres Bedarfs an. Es s(nd säst ansichlieszlich Betriebe von Juden, den einzigen, die nebei den württeinbergischen Templern und einigeil christlichen .stli ftcrit das verödete und verivahrlone Land ivieder belebt unl mit >iultur erfüllt baden. Als Vertreter der europäischen Zivilisation baden die Hilden sich in Palästina bciväbrt, sie laben produktive Werte höchsten Ranges geschassen. haben nicht etwa nur Pläne entworfen und sinanziert, sondern selb! zngegrissen, mit eigener Hand, oft unter Einsetzung ihre-,- Gebens, die allerschivernen Arbeiten verrichtet. Palästina besitzt ein Retz erstklassiger Automobilst! as'.en, das den Reisenden rasch und billig durch das Land l ringt Pros. Tr. I. E l b o g e n und die Eisenbahn-'geradezu entbehrlich macht. Es lvar sicher nicht leicht, in dem gebirgigen Lande mit seinen zahlreichen einzelnen Erhebungen und den starken Riveaunnterschieden — von Jerusalem bis Jericho zum Beispiel oder vom Tiberiassee bis Sased hat inan aus Strecken von nur 40 bis .">0 Milometer Höhenunterschiede von 1100 bis 1200 Meter zu überwinden brauchbare Hahrstrahen zu errichten; die wichtigsten Straften aber aus den Hauptlinien-sind ilnmittelbar nach dein Weltkriege von den Ehaluziin unter Ausgebot aller ihrer Ztrüste in der brennenden Whit orientalischer Sonne gebaut worden. Ebenso ist rings unt Jernsaleni ein Ztreis von Pillenvorstädten entstanden, die mit allen Ersordernissen moderner Wohnungen ansgestattet sind; auch hier ist von der Applanierung und dein Ansbau der Straften, von der Kanalisation und der Wasserleitung bis zu in Elektrizitätsiverk, von der Herstellung und Ansgestaltung der Gebäude bis zu den (Hartenanlagen alles ausschlieftlich durch jüdische Arbeit geleistet worden. Beth Hakereni erinnert mit seinen Terrassen vielfach an Rikolassee. und das neue Gebäude des Lehrerseminars, das gegenwärtig dort seiner Bolleiidung entgegengeht, würde jeder europäischen (Kronstadt zur Zierde gereichen. In .Hciisa, das ebensalls aus der Höbe nach dem Ziarmel hin mit modernen, groftstädtisch angelegten Wohnvierteln ausgestattet ivorden ist, entiverfen schon heute jüdische Städtebauer die Pläne fiir die durch die Hasenanlage zil erwartende Eriveiterung der Stadt. damit das Stadtbild nicht planlos, sondern zweckinäftig und ästhetisch nach den besten Möglichkeiten unsrer Tage sich entsalte. Dicht beieinander liegen das arabische Jaffa und das jüdische Telaviv. Pom Meere aus bietet Jaffa einen herrlichen Anblick. es ist beute noch Sitz des alteingesessenen Ervortbandels. die Heiinat reicher Ziausleute, aber es ist eine zurückgebliebene, vernachlässigte, typisch arabische Stadt. Telaviv hin- Die fetzten Dleufyeiten finden Sie sofort in unseren Spezial - CLöteiiungen rstoffo offfe lüir führen QuaCtatsujaren in reicher ClusujafoCund bekannter 7'reisLuärdiQkeit Jüitsdruffer Stra) \e - T^essetsdorfer Straße

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