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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Jsrae itischen Reltgionrgemeinde Dresden Nr. 4 Peflachbräuche tzon Dr. t Vax Grunwald, Wien Br, Ta kein jüdisches Feit jo reidslich mit Sitten und aiisflcttattct in wie Peisach, lieflt ecnabe, bei den J»d.' ictnedener Länder Uniictxm zu halten, inwieweit iid 'iTeiiachbraiicbe bei ihnen nntericheibcn. ndjeit $i verdieie. iler d e Seit» d ‘ Ans ihrer Minhbeit berichtet P online Wengerofs ii Penadsteier in ihrem Elternhause. Nach dieser Schilds die tut wesentlichen iiorfs heute für die aubfeuaincben itilt, begann in Titanen idrcm am Ta ne nach Purim rüstiing des Penadtfestes. Es wurde ein Faß „geka d. h. gründlidt gereinigt. »in über die Tauer des? jedem Stäubchen „Isbamej", d. j. Unfleiänertcm, bewn bleiben, und darin wurden die Mühen für den „Bandst uiucrlidK polniühc Suppe aus roten Mühen, angesetzt, dem kncwven „pessadÄigen" Sw-iiezettel einen breiten einnahm. Tann wurde Mehl geprüft, um das beste „Mfa&ot" zu bestimmen. Einen Ja# vor . dem Me MiiTan nähte man für dieses Mehl einen Sack, der fllei iorfliältiii von allem Ehamez fernflehaltcit werben Alles im .banse. Eltern, Kinder und (isefinde, wurde zu ivichtigen Pessadsvorbereitung herangezogen. iltachde das Mehl in Töpfen abgemessen hatte, veruwhrte man dem eigens dafür hergestellten Sack an einer Stelle, mand mit Brot oder anderem Ehamez nahen durfte, einem weißen Ueberznge über den Stleidern siebte - Mehl, wobei. das Spredxm verboten Uxrr, damit Tröpfdx'n in das Mehl falle. Nun wurden die großen gescheuert. die später die Ma.zzot aufnehmen sollten, alle Tisdv und Bänke, sowie alle Spinde, in die inai Bretter und Tücher oder frisches Papier einlegte. Blidier wurden auf Ehamez untersucht: Alles Metc warf man in einen großen .Steffel. Man legte rotgl Eisenstäbe oder glühende .stöhlen hinein nnd goß zuerst dann kaltes Wasser darüber, bis der .Steffel überlief, wurde alles gefcheiiert und blank geputzt, bis es funfelti Borabend des Meumonds Nissan wurde aus dem Flus Brunnen das W<n'ser zum Mazzotbacken geholt. Ta große „Mizwa" galt, beteiligte» sich alle männlicheil fönen des Hauses daran. Tas Wasser goß man in .Holzfässer. die mit Leiiuvand überzogen waren. Gleich „kascberte", d. H. glühte man deil Bcrckofen ans. und zu hartem, harzigem -bolz, das man den Winter über zu 3m«fc gesammelt batte. Am nächsten Morgen bega, Mazottbacken. Um einen langen, mit Blechplatten b Tisch standen grauen, die den Teig mit Mollhölzern teten. Eine andere mar unausgesetzt mit dem.Sine Teiges, eine weitere mit dem Backen beschäftigt. die erung, gnden Zuchert",. s vor chn zu ', eine die in Mama iir die nnond chfalls unßte. dieser man es in r nie- Mit n das kein .stiften, ebenso dann Selost llgerät ihende leißes. danach Am e oder es als Pergroße Zeitig ar mit diesem n das ^deckten learbeiten des Tas i7.Madeln". d. b. Köchern der Mazzot, besorgten Mannspersonen der Familie. Die .Hausfrau prüfte die Mazzot, ob nidit die eine oder die andere ausgebacken, d. b. „chainez" geworden lei und warf ein Stück Mazza als „Ehalla" in den Ofen. Nachdem auch für Festkleider und alle Wirtfdtaftsangelegeicheiten, die für das Fest in Betracht kamen, gesorgt worden war, kam am Vortag des Festes das „Bedstat Ehamez" an die Meibe. Was sich an Brotresten noch im Hause befand, mußte hinausgeschafft tverden. Man umwickelte einen hölzernen Löffel und einige Gänsefedern mit einem iveißen Lappen, imd beim Schein eines Wachskerzchens fnchte abends nach dem Abendgebet der Pater, nachdem er einen bestimmten Segen gesprochen hatte, mit den Söhnen das gaitze Haus nach Ehamez ab. Wo sich ein .Striimchen findet, tvird es mit den Federit in den Löffel gescharrt nitd in einen Lappen gebunden. Um zu verhindern, daß Mäuse oder sonst wer etwas von diesen Striimel» im .Hause verstreuen könnte, befestigte man das Päckchen etwa an einem Hängelendster. Damit die Suche nie ohne Erfolg bleibe, legt die .Hausfrau selbst vorher^ Brotstückcheu an bestimmte Stellen bin. lind zwar an zehn Stellen, entsprecliend den zehn Plagen Aegyptens. Am nächsten Morgen >vird das Ehamez, in manchen Gegenden zusammen mit dem Lulah vom letzten .Hüttenfest, wieder mit einem entsprechenden Segen, verbrannt, alle Ehamez-Geräte werden auf den Boden geschafft und das Pessachgeschirr von dort heruntergeholt.. Ein männliches Famjlienmitglied stellt, während die Frauen andere Teile des Seders zltbereiten, aus Aepfein, Walnüssen nnd Zimt das Eharosset her, das an den Lehm erinnern soll, ails dein die hebräisckvn Sklaven in^Aegypten Ziegel zn kneten hatten. Man füllte damit beim Leder hier ilnd da kleine silberne Schiebkarren, um das Symbol noch zu steigern. Ans den Sedertisch kamen ». a. die Schinura- Mazzöt, auch „Mizivot" genannt, die vom Schnitt des ti-etreides au unter beständiger Obhut gestanden hatten. Bei ihrer Herstellung tverden hier und da alte Etrogim nnd das Laubdach der Sukka veNvandt. Auf den Sessel für den Vater breitete man zur Linken das sogenannte .Hessebett (aus dein -Hebräischeit, eigentlich „Hassiba-Bett"), aus das er sich beim Seder „lehnen" sollte. : Mit dem Nahen des Abends legte alles seine besten Kleider! und den avertvollsten Schmuck an. Die Hausfrau sowie sämtliche Töchter über zwölf Jahre zündeten wie am Freitagabend Sterzen an. Vor dein Sitze des Vaters brannten zwei besonders kostbare Kerzen, die sogenannten Ma-nischtana-Kerzen. weil bei ihrem Schein das jüngste Kind bei Tisch die bekannten vier Fragen stellte. Auch das Gesinde nahm am Seder teil. löibb&l Bes e dmi das ^Väseb« ist. \Va«chmittel den Ihrer hohem Fettg^h wenden Sie immer gut genug für Ihre Keine ätzenden und scharfen verwenden, denn diese schaäaehe. Nur reine Seife mit alt löst den Schmutz. Verdeshalb bei Ihrer ^Väsebe nur Ruimbe-Seife. Ihr reicher Schaum und frisch bezaubert, denn nichts macht Rumbo- Seife. Ein Versuch Packung eine wertvolle Sparm; Wl! Rumbo-Seiffen-Werke, G HorsUlbrift der Usik« Rtambo - Soff. 4«« uirbiut bovorsuftca rr Duft hat schon T aus ende von Hausfrauen ie V/äache so blütenweitf und frisch wie die rd lohnen. Auch finden Sie auf jeder Marken- «rke aufgeklebt für nützliche Hausgegenstände. ebr. Rumberg, Freital-Dresden iilkttitifco Wuelmittcl« Rumbo - und iUr vorsufLuboa Rambo •TotlottOMifoa«

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