Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 3 (3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 Gemeindeblatt der Israelit schen Religionsgemeinde Dresden Nr. 3 Die Reihenfolge der Ersatzmänner ergibt sich aus den in der Januar-Nummer 1923 des Gemeindeblattes der Jfra'litischcn Religiousgemeinde veröffentlichten Wahlvorschlch en. Zu 4. Ter Vorsitzende teilt mit. daß er auf Beschluß >es Gesamtvorstandes im Jahre 1929 als geschäftsführender 2 orsteher amtiere, -daß er als solcher den Vonätz im Vorstand ind (>iemeinderat iiibri*. und daß ihm iveiter die Festsetzung der »Gebühren für Trauungen. Grabstellcu usw. obliege. Ter scbriftlick ekngegangcne Antrag der Fraktion der jüdischen Volkspartei: ..Tie Besetzung des Vorsitzes sämtliher Kommissionen itt nur durch Mitglieder des Vorstandes der Gemeinde möglich", ivird gegen sechs Stimmen abgelehnt Es folgt die Neuwabl der Ausicbüffe und Kommiffior en: des Synagogenausschusses, des Finanzausschusses, des Slsulausschusses, der Fürwrgekommission. des Friedhofsausschu ses des Rechtsausschusses, der Satzungskommission. des Bil liotheksaus'chusses. der Pressekommissivn, des Ausschusses für das -Henrieltenstiit. des Ausschusses der Emil-Lehmann-Stistung und der Steucrberüfungskommission. Auf Antrag des, Herrn Tr. John Leon werden zivei Sitze im Fürsorgeaussshuß bis-zur nächsten Sitzung offengehalten, einer für ein mcindemitglied aus den Kreisen der Volkspartei, der a für ein Gemeindemitglied aus den Kreisen des Frauenvertüns Agudas Noichim. Auf Antrag des Herrn Mar Lesser oird widerspruchslos iengesrellt. daß die zu den Ausschüssen gewählten Personen niemals als Vertreter von Vereinen oder Lrgani'atiouen anzusehen sind. In die Tteuerberusupas kommisiion in in der nächsten Sitzung ein von der Fra, der jüdischen Volkspartei zu präsentierendes Gemeind^mit glied zuzuwäblen. Sally Mayer Altmarkt 10 Ruf 12045 Zeitgemäßer Bürobedarf Das Fachgeschäft, für Schreibmaschinen Alle Arten Drudcsad en vornehm, schnell, preis \ Ge idre ert Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklären biej Annahme der 'JöoliL Tie Wahl des Schächtausschusses un > der Trthodoren .>tultuskommission wird ausgesetzt. In einer bald eiupiberusenden Besprechung unter Vertretern der Zrattionen soll der Versuch unternommen werden, eine Einigung über den Vorsitz und die Besetzung dieser beiden kom- -missioncn berbeiznführen. Kommt eine Einigung zustan >e, so konslitnicrcn sich Schächtausschuß und orthodore Kultu ikom« Mission und nehmen ihre Tätigkeit auf. Tie förmliche Wahl erfolgt dann in der nächsten Gemeinderatssitzung. Es wird feftgenellt. daß das Rabbinat zu den Sitzungen des Synagogcnausschuües, des Schulausschusses, des Frie Hofsaus'chunes, des Bibliotheksausschusses, des Schächtaussc msses und der ortbodoren Kultuskommission einzuladen ist uns daß beide -Herren Rabbiner zu Liesen Ausschüssen Sitz urd gemeinsam eine Stimme haben. .Herr Rechtsanwalt Sa inger richtet an die Vorsitzenden und die Mitglieder der Aus chüsse die Bitte, Anträge für die Tagesordnung vor der Einl ldung zur Sitzung dem Gemeindeamt schriftlich mitzuteilen, damit die Unterlagen herbeigoschafst werden können. In der S itzung selbst mündlich gestellte Anträge sollen in Zukunft in der' Regel nicht behandelt werden. Mit der Bildung einer Kommission für die Pessach-J ersorgung 1929 wird Herr Vorsteher Weiger betraut. Hei r Tr. Emil Hurwitz ist in diese Kommission hineinzunehmen. Zu 5. Als Stellvertreter im, Ausschuß des Sächsischen israelitischen Gtzmeindeverbandes wird Herr Samuel Weiger gewählt. Tiefe Wahl gilt bis zum 31. Dezember 1929. Herr Weiger nimmt die Wahl an. Zu 6. In den Verwaltungsausschuß der Landeskasse Sachsen für jüdische Wanderfürsorge werden für die Zeit vorn 1. April 1929 bis zum 31. März 1931 gewählt: als ordentlicher Vertreter .Herr Tr. jur. John Levy, als Stellvertreter Herr Sanitätsrat Dr. Emil Zimmermann. Beide.Herren nehmen die Wahl an. Zu 7. Der Antrag lautet: „Hierdurch stellen wir den Antrag. den Gemeindegottesdienst nach altem Ritus fortan „Gemeindegottesdienst Adaß Jeschurun" zu benennen und bitten, diesen Antrag der nächsten Gemeinderatssitzung vorzulegen. S. Weinreich. A. Loewenthal." Herr Saul Weinreich gibt eine Erklärung ab. nach Her die Mitglieder des Vereins Adaß Jeschurun pnter gewissen Voraussetzungen in Zukunft an dem Gemeindegottesdienst nach altem Ritus' teilnehmen werden. Herr Dr. -Levy beantragt, die Angelegenheit wegen ihrer Wichtigkeit und um in Ruhe zu prüfen, ob eine friedliche Regelung zu erzielen ist, der orthodoxen Kultuskommission zu überweisen. Auf direkte Anfrage erklärt Herr Tr. Levy namens der Fraktion der Jüdischen Volkspartei. daß die. Jüdische Volkspartei programmäßig für einen orthodoxen Gemeindegottesdienst sei. daß aber alle andern Fragen, wie z. B. die Benennung eines solchen Gottesdienstes, nur im Ernvernehmen mit den Interessenten dieses Gottesdienstes zu regeln sei. Herr Max Lesser schließt sich dem Antrag auf Kommissionsverweisung an. Das Kollegium beschließt entsprechend einstimmig. - . 8. Annahme einer Stiftung und eines Vermächtnisses. Zu 8. Ter am 24. November 1928 in Dresden verstorbene Kaufmann Moritz Fuchs hat der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden letztwillig ein'Vermächtnis von 1200 M. mit der Auflage ausgesetzt, die beiden Erbbegräbnisse auf dem Israelitischen Friedhof an der Trinitatisstraße, worin seine Eltern Salo Fuchs und Johanna Fuchs geborene Schlesinger, seine Schwester Dorothea Fuchs, seine Ehefrau Frieda Fuchs und er selbst ruhen, dauernd instand zu halten. Kollegrum nimmt die Stiftung, die als „Moritz-Fuchs-Stiftung — Gräbererhaltung —" in das Stiftungsverzeichnis der Gemeinde einzutragen ist, mit der Auflage an. Der am 10. Juli 1928 verstorbene Privatmann Isidor Markus Rukeyser hat für das Henriettenstift der Israelischen Religionsgemeinde zu Dresden ein Vermächtnis von 400 M. ausgesetzt. Unter dem Ausdrucke des Tankes nimmt Kollegium dieses Vermächtnis an. Zu 9. Vorstand und Finanzausschuß beantragen, im Jahre 1929 von Vierteljahr zu Vierteljahr eine Gemeindesteuer-Abschlagszahlung zu erheben, am Jahresschluß oder ini Januar 1930 die Gemeindesteuer für das Kalenderjahr 1929 festzusetzen und dann einen Gemeindesteuer - Festsetzungsbescheid (Abschlußbescheid) zuzufertigen. Es soll ähnlich wie bei der Reichseinkommensteuer ein Vorauszahlungsbescheid zugestellt werden, in dem die-drei, Steuertermine angegeben iverden und in dem Quittungen für drei Zahlungen vorgesehen werden. Die Steuer soll für jeden der drei Termine ein Viertel der Gemeindesteuer des Kalenderjahres 1928 betragen. Das Kollegium genehmigt diesen Antrag einstimmig. Vor hundert Jahren, am 2. Februar 1829, wurde in Dresden Emil Lehmann geboren. Der Vorsitzende gedenkt mit warmempfundenen Worten der unvergeßlichen Verdienste dieses seltenen Mannes um die Dresdner Gemeinde. Schluß der Sitzung 10% Uhr. 3 Jahre OcHtsch-JOdiscIi« Jugen|dg< Sonntag den 17. flirz 1929, pünktlich im Unsere Gerne 9* . Die Zeit". {Eine Folge von Bildern und Engeike—Toller, Eahrtenlleder und -bli<|er lemelnschaft In Dresden 19.30 Uhr, findet Im Saal Wlnckelmannstr. 4 (Heimat) eine Feier statt: kii nschaft Chören aus unserem Leben.) U.a. Kollwltz — hasereel — Groß — Bröger -