Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 2 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 2 Kemeindeblatt der :>fra bieten der Geisteswissenschasten. Und daru Lessing so nahe,-weil er selbst so etwas von Kopf hatte. Kein Wunder: auch er >var e einer, der sich stets zu wehren hatte. n em Ve ei i in d> Ein Wort noch zu LessingS „N a t h a n". daraus, das; ein klassisches Drama »ach einem ,c ist. weil ein ^ude darin die Hauptrolle spielt ' gesscn wir nicht: Lessing hatte üie die Absicht, zu verherrlichen, Vor allem ist cs nicht das ,c sondern e i n Jude, der in diesem Drama in dasteht; »nd nicht als einer, der sein Polt lierttji es ganz deutlich znm Tempelherrn: „Lind mir i Auch nicht als einer, der sein Bekenntnis vertrib teil, er treibt ja vergleichende Konsemons überkonfessionell sein, »nis M e n s ch. Bergessen wir aber mir!) ein anderes nicht: L im „Nathan" Duldung.! Nicht nur gegen dei Duldung geübt werde», huch der ^ude selbst sein! Soll Verständnis fiir die Umwelt, für ande r lden .'l sgesc; Pir sind ilolz genannt -er iA*rdenn, in n t um. Lichte Er sägt 'i'üüt") bbegin- Will ii d e schöne tt. nser . ,Zm ichte mag! >>> soll e Art vu c n I >er Nathan ist kein typischer v>nde. Nur Lnm wl d< actitetcn. Was im Drama! jüdisch an ihm ist. isi diges Beiwerk, sind Züge des freundes Mo sohn, dem Lessing hier ein Denkmal setzen wollte. Mendelssohn war cs, der an dem Konflikt z (Octlogeist und Wcltgcist Zu verschmelzen. Lessi Nathan den Juden zeigen! wie er sich Mendelsw einen kosmopolitischen Hilden, der alles spezi bereits abgestreist hat n»o nur mit Wohlwollen beschichte und an seine Brüder erinnert. Es der Ort, zu erörtern, dass und warum wir an denken. Das ist Lache , ünsres jüdischen Lelbs das heute A ncrken n u n g, (fl l e i ch b e recht nicht Tnldnng fordert, j Lessing freilich konnte! gar nicht anders da Denn er war ein .Kind seiger Zeit, wenn auch feibji weit vorauseilten. Aber svas wir ihm heute hoh das ist die Tatsache, das; er lange vor dem „Nc vor der Bekanntschaft mir Mendelssohn in eil lustspiel aus freien Ltücken für die Hilden eintrat weil er Vorurteile lächerlich fand. ,'n k „T i c Juden". Wir dürfen ruhig sagen: e reifes Ltück, voll Unwahrmieinlichkeiten der Hai dliiiij elitischen Religionsgemeinde Dresden stoht uns übit' üdifchen tt'ölg^er. 11 ulic» liebch es ili nnd csitlebe ng r bn fisch sich ist l,i rs vew i a n rüber predigt soll olerant hcibiui. s Vt.'r> iswjir-' endels gerade rs litt, villtein inichte, ciiöiiche lestie r nicht »ariiver Bis. I g islld denkim.;e ^deen jlir h anrechnen, than",'lange cm Engend nur darum, em Lustspiel ist i|in ui; Auch Seite hier keine Lobrede ans das Jude »tu in. Landern auch hier gibt Lessing einen Ansnahnlejnden. Um zu zeigen, wie es Wieland einmal, sormnliert lat. „das; es auch unter dem Volke gute Herze» gsbt, das ie am ivenigsieu zu haben scheint". Also nicht firr.die >en, sondern gegen'die Ber allgcnieineruiig von Vorurteile»! Es in gewif; kein Ltiict. das »ns befriedigt. Wenn zni» Läiliii; einander die Haiivt spieler Koinpliiuenle jiiachen. uenu der.Elirift sagt: „Wie achtnngswürdig die ^itden. wenn i>e alle ^hnen glichen!', io in das für unser Empfinden nicln angenehm zu hören. Und erinnert daran, was ujur heutzutage io oft als .Kompiiment zu hören bekomme»:, Z.Lie find kein richtiger ,>nde."?ah glaube nicht, das; ein stnde von solchem Lob erl'aut tit. und ich hoffe nicht, das; er es otine ^r idersprncti eiimeckt. Aber dennoch bleibt Lefsing;» preisen, iveil er zu einer Zeit, da die Abwehr des Aiitifein tismns noch nicht io 'organi liert >r-ar wie heute, .mutig als Nichtjnde unter Nichrfnden gegen Vorurteil. .Koni^ssjons- und Ranenhas; anstrat. Wie hoch Lefsing jiber die Religion der Znden dachte, wissen wir ans seiner „E r,z i e b n n g des M e » > -b e » g >' > ch l e ch t s". Hier spricht er es unnmwunden aus. da>; ein Volk mit einer solchen Reist io» berufen fei. Lehrer der Völker z» iverde». Aper Lessing ging, wie wir es auch im „Nathan" sehen, weit! über das .Konfessionelle hinaus, über ^ndentni» und die '.HAnolgereligionen z» einem ganz neuen Zeitalter, denen .Clefcstlecht ohne (fleietz. ans freien Ltücken das (flute tu» sollte.! Ein Idealismus, denen ('lröhe n ir bewundern. Aber ebBifowenig ivie.das -Zeitalter Lenings kan» das unsre jenes asts messianische grenzende Reich beraii, führen. Auch wenn wir Zndeis »ns hierin gerade Lening io nahe fühlen, nur. die mir täglich unfern ('lottesdienir »nt dein Verse schlies-.e»,-desdie Znkn idee, die Lehre des Elini'gen Wir beten darin», j» Demut, inas;en. nur seien reif für-die Eifüllnng der .Zeiten, uft kündet, da e i n e (uortc-s di^eWelt beherrschen ivcrde. Weit eiitternt. »ns an;n Albert Metzenmacher tai Mi Der Kämpfer für Zdeale, das! jfl uns Lefsing. Nicht feine ichtnngen sind es. die! uns iinmittelbar ergreifen. Sondern die ('lesiniinng, ans der sie erwuchsen, der Eliarakter. aer sich in ihnen ansprägte. Ein inntst l ein einsamer szecliter, rin Aufrechter inmitten' von Lticbc-r:, ein ('lein ininitten voü svlachköpisen. Ein Lncher, ein Weg bereiter, ein Vorbild, ejii Z.deal, Dresdcn-tU Prager StraBe $7 Telephon 16574 Staatlich Meißner Porzdlafi Originalverkaufspreise | Dr. Leo Fand. y.y.y-3£ Richter u. Reichart Baumeister Dresden - A. Prager Straß© 46 Telephon 23931 und Nr. 20931 luiiiNiiiiHiiiiiiiiiHiiiiiniuiiaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiniiiiuiflii Ausführung von | Neuend Umbauten | Hausatputz | Entwüs lerungsanlagen Kosten« m schlüge und sachverständige | Beratung | | iHHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiimuiiiiuiiiiii