Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 1 (1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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reite 10 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde DreSd stammt von diesem Namen das Wort Jubiläum), ,'für die weiteren auf das Schmittalu und das Jobeljahr verglichen Bestimmungen lei auf duCBibeltert selbst veriviei'efi (vgl. mich 2. Buch Mos. 23, 10 Ml, und 3. Buck Moi. 13, 12). Wann nach der Einnabme Palästinas mit der -tivlnng dieser Schmittab- und Jobeljabre begonnen wurde, iariiber entvält die Bibel keinerlei Angaben; nach einer llcterlieferilng, auf die Maimonides. der erste groste .Modifikator unsres Religionsgesetzes, Bezug nimmt, -zieickab es 14 Jab e nach der Eroberung des Landes, d. b., da die.Wüstenwaiiderung 10 Jahre dauerte. 31 Jabre nach dem Auszug ans Aezypten. Ter erste Tempel wurde 1X1 Jabre nach dein Ansz lg aus Aegypten, also im 420. Jabre der Sckmittah- und Jobel- Zählung, erbaut, und nach 410jäbrigem Bestände, also im >36. Jabre dieser Gablung, zerstört, d. b. nach Ablan voller 10 Jobel- und 3 Sckmittah-Perioden. - Tann ipn de die ZJblnng unterbrochen. und zwar bis zur Ankunft (?'ra?"iti Jerusalem, d. h.. da der Tempel erst nack 70 Jabre» wieder errichtet wurde und Esras Anknnft in Jerusalem 1 Jabre iväter erfolgte, volle 70 Jabre.,so das; das erste Schnittab- Jahr das 13. und das erste Jobel-Jabr das ,3<>. ilack dqm Ban des zweiten.Tempels war. > Tiefe Zeitrechnung ist aber offenbar nie im bürgerlichen Leben des Volkes Israel, iveder in der biblischen, noch in der nachbiblischen Zeit, verwendet ivorden. .stein Ereigiils, von dem die Bibel, kein Ereignis, von dem die talniudifchcn Schriften berickten. ivird von ibnen unter Derlvendrng der Schmittab-Jobel:>iechnung datiert. Auch von der Jeior eines Schmittah- oder Jobel Jabres wird weder in der Bibel, die beispielsweise wicderbolt von der freier des Penachfe les berichtet, noch sonst im jiidiscken Schrifttum erzählt. N id dock ivnrde von ' jedem vorausgesetzt. das; er wisse, in welcher Schmittab- und in ivelcker Jobel-Periode inan sich gerade befand. denn entsprechende Jragen »inszten nack der V» rschrist der Misckna (Sanbedrin 3. 11 dem Mengen vor Gerilbt vor gelegt iverdcn. lll. Welch» Zcitrecknuiig^bat denn uim aber die Bibel selbst? T^rranf-ist zu antworten: keine einbeitlicke. Tas ist anck leicht crklärlick. denn fie ist ja auch kein einbeitlickes Werk. Bielmebr verwenden die biblisclicn Büctier durckweg d e Zeitrechnung. die ibnen am nächsten liegt. Tie Zeitrechnung des ersten Buclies Mofis bauert durchgängig aus der Berechnung der Lebensalter der einzelnen Gefchlecktsbäupter-bis zu den Patriarchen einschließlich. — Ter Auszug der .stindcr Jiraels aus Aegypten dient an > pentateuchischen Stellen als Ausgangspunkt der Testierung.' Außerdem ein Einziges im ersten Buck der.stönige i.Kap. 0. 1): im 4>0. Jabre lticb dein Allszug aus Aegypten ward von Salomo der Tempel crbaull „Tiefer Tempelbau selbst ivird zweimal in der Bibel il. .Kön. 0. 10 und 2. Chronik. \ 1) als Tatierniigsgrandlage verwandt: im übrigen aber dienen in den gesamte!» nach pentateuchischen Büchern der Bibel vor dem Erst dio Jabre der Richter und derKönige der Bestimmung der Zcitcreigniise und ihrer Tauer. 'Beispiele hierfür anzufühlen, erübrigt stch fast; ein jeder, der einigermaßen seine Bibel kennt, ivciß aus dem Gedächtnis die eine oder andre Tatieiung zu nenncir. Gleichwohl feien einige Beispiele genannt. Im l. Buck der Könige -ivird an der gleichen Stelle, die den Tempelbau in das Jahr 4S0 nach dem Auszug aus Atgypten verlegt, gesagt, daß dieses das 4. Jabr der Regierung Salo- Nr. 1 mos gewesen sei. Jeder Jude kennt das erste Kapitel des Buches Jesaja, von dessen erstem Worte der Schabbos Chasaun seinen Namen hat. Aus ihm erfahren wir, daß Jesaja in den Tagen der Könige Usia. jotofm. Ahas und Hiskia von Inda gelebt bat. Und ebenso kennt ieder Jude die gewaltige Schilderung der Bcrnfnngsvision dieses Propheten, in welcher zu»! ersten Male eines Mensclien Tbicii das Kodausch kodausch kodausch vernahmen, jenen Satz, int dem ein (Geschlecht Israels nack dein andern bis in di: fernsten Zeiten seinem Gotte in ebrsürchtigcni Schauern inst doch voller Hingabe und Zuversicht zujubelt. Tiefe Vision erlebte der Prophet im Todesjahre des Königs Uüa. Amt! sein großer Nachfahre, jeremia, der zweite der „großen Propheten", bezeichnet am Anfaiige seines Buclies durch die J cnnung der Könige die Zeit, in der er wirkte: vom 13. Regferungsjahre des Königs Jona bis zum 11. jabre des .Königs Zedetia — d. h„ wie an der gleillien Stelle zu lesen ist, bis zu dem jall Jerusalems und der fvortfübrnng seiner Beivoln er nach Babylon. Diese soivie die elf Jabre früher erfolgte Jortsübrung des Königs Jojackin nach Babylon, ivelche sich dun Gedächtnis der Zeitgenossen mit furchtbarer Gewalt eir prägten, werden jetzt — nach dem Sturze des judäischen Königsthrones — der Angelvunkt der Tatiernng der Ereignisse, hie sich während des babylonischen Erils abipielen: Ezechiel, der Prophet des Erils. zählt' - »ack den Jahren des Galuth <vgl. insbesondere 1, 2 und 10. 1). ' . IV. Es ist interessant, wie Tatsachen.!fdie im allgemeinen ganz unbeachtet bleiben, häufig wichtig^ geschichtliche Ereignisse illustrieren und oft blitzartig beleuchten. Bis zum Erst zählt das kleine Volk Israel nach den Iahten sein e r Richter und .Könige, gewissermaßen ein Symbol! des selbständigen staatlichen Lebens im alten Israel. Wenn aber beispielsweise bereits Jeremia (Kap. 23. 1) das vierte Negierungsjahr des Königs Jojakim von Juda dein ersten des Königs Nebukadnezar von Babel gleichsetzt, und weitst die nachexiljschen Propheten Haggai und Secharja ebenso wie Esra und Nehcmia nach den Regierungsjahren der pe bischen Könige rechnen, deren Reibe init Eyrus beginnt, so offenbart sich in dieser Zeitrechnung bei Jeremia: die Einbeziehung seines Landes in die politischen Wirren seiner Zcst, bei den Späteren mit * ± Buck Mos. 16, 1 — 19, 1 — 10, 17 — 4. Buck Mos 1, I l — 10, 11 — 33, 1* — 5. Buch Mos. 1, 3.; - - ' _ . '~T"~ ECHT MEISSNER PORZELLAN Kunst« und Gebraudfl Gegenstände für das g pflegte Haus u STAATLICHE MANU FAKT BERLIN W5Ö.BUE. IM HAUSE DES C DRESDEN'A. I. LEIPZIG C I. GOß Zu beziehen Audi durdi alle PORZELLAN. R MEISSEN APESTER STR.9a APITOLS AM ZOO SCHLOSS STR. 36 THE STRASSE 6;ührend«n PorzellanhandJungcn RIALTO-PALAIS PRAGER STRASSE 6 Inhaber: F. 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