Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 1 (1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Dir. 1 lemeindeblatt der UH’ allem auch d Bleibe Jude gleichviel, wie Dü Bräuchen des Judentums stellst, bleibe Jud, einst auch Deine stinder in dieser Richtung Bleibe Jude mit ganzem Herze»/ganzer allen Deinen straften. Nicht Jude aijs Rücksick aus stonnivenz. Nicht gezwungen, ^'ein, zeugung von der Wahrheit, Nichtigkeit, Inn Judentums. Mein Sohn, so weise die altjüdische Ma Last de» diiiiiinen Ileberfroinniei Nicht in Deine Nabe koninien, » lLachc-, Ltiniinen voin AorLan und so richtiger noch die: Las; den heuchlerische» Jraininei Nicht in Deine Nähe komnicn so überhebe Dich nicht. Verspotte niemand Dinge als religiöse Bräuche übt, die Dir ui „Ein Wahn, der uns beglückt, ist eine Wahrheit zu Boden drückt." So denken mit Wieland Hilden. Mein, und ich hasse Tein Geschmack-ist jeden „nach seiner Fasson" nicht blos; selige auch hinieden schon seine Religion üben, (stebs gionsspöttereten ein. Achte und ehre vor Frömmigkeit, w o Du sie findest. Achte o Selbstgenügsamkeit. Aber den Heuchler meihc. Bleibe Jude mit voller Ucbcrzeugung, Zurückhaltung und doch mit stolzem Selbst^ Nichts ist erbärmlicher, als das feige V mancher Juden. Sie sind Juden,'aber sie > gehalten zu werden; sie suchen es auf alle '.I halten. Und das sind oft, ja meist die, welch, und Aussehen die Zugehörigkeit zu uns am leugnen können. (stanz verächtlich sind die Anmastenden viele unter uns gibt. Infolge mangelhafter auch der vielhundertjährigen Leiden und Zurr ihrer auch heutzutage noch nickt ganz und schwundenen Nachwehen, hat sich inancher u genossen ein Ton und eine Haltung bemä anders denn abschreckend wirken. Anmastui Ton, Haltung und (stebärde. Sucht, sich vor ersten Plast einzunehmen, auffälliges Hervort>r recht unerfreuliche Eigenschaften vieler .'eiiöcn Auch manche Jüdin ist davon nicht frei die auffälligen Toiletten gehören auch hierher freuen sich über derartige lästige Aufdrin; l wahren Juden tun sie tveh. Unsre Feinde nehi wüchse für die Regel; wir wissen, das; all das Ich komme hier auf ein stapitcl, das gemeinen überschreiben könnte: stiddusch und beiti und ZU, Seel^ Ist. a »de c gkeit. iiumn ifiu'bv auci, wenn er iiserständlich sind, wert, die uns Jfr Tics aus aelitischen Religionsgemeinde D zu den suche der ärkcn. und mit ns Pietät, lieber Tiefe des Nt: it, 2.i gar es siele, auch nicht. Las; rde i. sondern nichs aus Rclidie wahre e fromme ilnit ewi! eirsteck^i reider lpeise in wen bescheidener jtsein. isspiel so es, dasiir geheim zu ihrem Tun igiten verlieren es leider Biltung, wohl cksestlingen und csllentpalben ge- Glaubensdic nicht Sprache, »drängen, den eter, das sind »»rer cytigt g in zissprechen. Und Unsre Jeinde inge. Jedem >ien olckv Ausunji difch ist. ganz im allchillel haschcm. r iSden Heiligtum und Entrieihnng, is'örtlich: des göttlichen Namens, tatsächlich: des Judentums. |- Als einer Mind ubeit, einet verfolgten und hier und da noch sctieel angesehe nen Minderiieit angehörig, hat der Jude die heilige Pflicht, sch io;n isalicn, das; nicht nur er. sondern in ihm auch das In ientnin frei von Schande bleibe.;n Ebren und Anerkennung komme. ' Jeder Jude ioll und inus;i n issen, das;, so erleuchtet unsre;>eit ist; immer nock ein gut «Stück vom alten Judenhas; zu riickgeblieben ist, tun jenem al ten odium geileris humani, das schon Tacitns he» Juden nachtrug und das ein' alter Juriikenzopf Bergeij (oeenndmia iuris) vor löst "Jahren in den Säst zusamnieii aszte: Ju.d^scus qua Judaeus ad scclera perpelranda quaevis proclivis praesumilur et promlus. <Der Jude als Jud, ist voraiisiestlich zu allen Perbrechen ge neigt und bereit.» Die Zeit ist ichter, die Herzen find milder geworden. Aber .ei l Stückchen Judenlnist ist überall zurückgeblieben und wird zurückble ben, solange d,ic> Ziind in der Religionsstunde liö t, das; die Inden Christus gekreuzigt haben, solange nickt der Tod« Christi mit dem des Sokrates auf gleiche Linie ge teilt wird.! — Deshalb bat aber auch jedei Jude die Doppclpflicht. stch und mit sich seine Religionsgeiiiossensckiaft von dem Verdacht zu befreie», der in den Angen jivs Pöbels Und der er,treckt stch bock hinauf . letzterer anhHftet. Und das kann er nicht durch feiges Zurücklhalten. iiock Hervortreten, sonderst nur durck» pflichtgetrenes Handeln. [ Es ist nickt leist,t. Jude sch sein und als Jude unter Es war w lstiltnismästig beanemer, als de in früheren Jahrhunderten S^ite 8 Eliriiten zu leben, stainmerknecht und als Schnstjiik weniger durch auMastliches llnbefangenes, geiviiienliaftes, Vesulllle I^laKrullg bordern Keines u. Oehä nete krü laden,, Niiffe, «Iw pcifcöle, hcfcfrcic Brote i kc, Nuftbuttcr, gctrock» ihtc.Obftfätlcu.Marmc, ‘ ft-u.Cicmüfckonfervcn, Wußpaftcn, Honig, Tee in Edd'Qualität! frei Haus! d Poßvcrfand! S(e bitte Preislifte! DIE VORNEHME ZIG/iR i k l