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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-12-01 · 8 (12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
8 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Seite 7 Nr. 8 Aemeindeblatt der s sraelitiscken ReligionHgemeinde Dresden rd stützen wir. Denn trotz alledem und dennoch, w i an unsreZeit, dennwirglauben anu Wir glauben an die Aufgabe unsres Judeseins, allein die Verwirklichung unsres Menschentums suchen wir uns in das Wissen und Wesen des hineinzuarbeiten, schaffen hierzu Kurse, Gemeines Bünde. Wir glauben an eine bessere Moral u den Beziehungen der Menschen. Darum Wäger unfern Gruppen und Bünden einander offen u reinex Freude und Kameradschaft, in echter Freiii Auge zu sehen. Wir glauben daran, daß der Physis liche Fortbestand des Judentums von uns abkl Darum erstreben wir für uns die auf edler Freu wahrer Liebe gegründete jüdische Ehe. möge die Lage den Kampf um sie noch so sehr erschweren, nicht den Kamps. Aber was wir verlangen um unsertwillen, sondern um der Erhaltung und jiidischen Gemelnjchaft, das sind die Mittel, die Stützung unsrer Aufgaben vonnöten sind. Wir fordern Verständnis und Mittel für die der Bünde jüdischer Jugend, an deren Spitze fref liche, darum erzieherisch so wertvolle „Verband Jugendvereine Deutschlands" steht. In Jugendck einigen sich die Schüler und Lehrlinge, von hrei sie ihre moralische und gesellschaftliche Stütze rm außen. Sie werden gestählt an Körper, Geist w! s< hen. rd müs c und glauben n s s e l b st I;il wir darin Darum Judentums schäften und Würde in wir es,' in ehrlich, in ndschaft ins jdjc und sittängen wird. . ndschaft und wirtschaftliche Wir fürchten n nicht nur Hebung der zur äußeren großen Ziele Überpartei >er jüdischen ruppcn veraus finden Kanlps nach Seele. In l den Juyendoereinen nimmt dieser Weg seinen Fortgang, sie bilden ein Bollwerk gegen ein oberflächliches Sichverlieren an die Außenwelt. Hier wsrden die Voraussetzungen geschaffen für die spätere Mitarbeit an den Mannigfackien geistigen, religiösen und sozialen Aufgaben innerhalb der jiidischen Ge meinde. Ein junger Mensch, der bewußt diese Wege der Jugend mitgcgangen ist, wird kaum je der Gemeinschast ganz verlorengehen. j Viel kann und muß Noch getan werden. Aber sollten die hierzu berufenen Körperschaften angesichts so viel hosfnunqssrohen Jugendstrebens und verheißungsvollen Aufbaus müßig die Hände in den Schoß stgen? Nein, die Einsichtigen werden auch die Lauen zu überzeugen vermögen, daß diese Arbeit praktisch unterstützt werden muß, daß die großen Organisationen die Mittel zum Bau von Jugendheimen bereitstcllen und die Bünde finanziell!stützen müssen, daß man die Jugend zur Mitarbeit am sozialen und religiösen Aufbau in den Gemeinden zuläßt, damit die Gemeinden wieder zu lebendigen Organismen werden könyen. Ihr Alten, nehmt Interesse an all dieser Jugendarbeit,! schickt eure Kinder in die Junggruppen und -bünde, helft mit am neuen, gemeinsamen Ausbau, ihr werdet daran wieder selbst verjüngt werden und an den Wert und die Zukunft unsres Judentums glauben! Wir wollen das >Beste für euch, für uns und für unsre ZukuNftj! Die Sorge um unsre schulentlasseye Jugend Von Sabbiner Dr. Klein, Düsseldorf El Wenn wir, die Dreißig, und Vierzigjähriger Kindheit und unsre früheste Jugend zurückdenkey, es gewöhnlich mit einem Gefühl ungetrübten haben noch im Kinderlande gelebt, wir erinne Wonne und Sehnen dieser Zeit unsres. Lebens, lrchkeit für uns in unfern Träumen und Spielest wir, behütet und umsorgt, unbeschwert unsre nossen. Unsrer Jugend, die jetzt die Schule verläßt des Krieges geboren ist oder wenigstens die best Kindheit in dieser Zeit verbracht hat, ist dieses Kinderland zumeist fremd geblieben. Der Vc oder drinnen eingespannt in die große Kriegsch Mutter, die großen Geschwister in ihrem ganz! gehalten, aufgesogen durch Sorge und Not, ih geswhlen durch all das, was Zwangswirtschaft mittelmangel ihnen auferlegte. Was wußten glücklichen Jugend von Valuta, Verteilung bei Lebens, unmittelbarer Sorge um die kleinsten Alltags? All das brach mit grausamer Gewalt in land der Kriegsjugend ein und zerstörte gründlick gespinste" und „Zauberspuk". Das Kind fror ' unerbittlichen Welt, die sich ihm nüchtern bot. während des Krieges und nach dem Kriege v mehr als den Trug, es kannte weder die liebest strafende Hand des Vaters. Niemand hatte Zeit Schule feierte allzuoft aus verschiedensten zartestem Alter war das Kind fast auf sich gestellt Ist es ein Wunder, daß diese Jugend ander» wir. daß sie den zurückkehrenden Vater nicht m ' daß sie all das Furchtbares was geschah, all den wl r i Lug an unsre so geschieht ückes. Wir n uns mit )a die Wirkbestand, da Kindheit ge die während e Zeit ihrer wundersame ter draußen aschine, die Sein fest- Zeit wegand Lebensr in unsrer Güter des lürfnisse des das Kindert,Phantasie der kalten. Und cS sah sellercht noch de noch die für es. Die ründen, in ihr wurde als verstand, und Trug. all das Elend, all die Zerklüftung als "hie Schuld der „Alten" empfand und sich angewidert abwandte? So mußte die „Jugendbewegung" erstarken, die schon um die Wende dieses Jahrhunderts als Protest gegen die Ueber kultur entstanden war ustd die Jugend mit ungeheurer Gewalt erfaßt hatte. Sie suchte Heilung zunächst in der Einsamkeit, in dem Ruf „Zurllcklzur Natur", „Fort von dieser Zivilisation", sie kam nach Viesen Kämpfen zur Einsicht, daß nicht Abwendung das Heil bristgen könne, sondern nur starke Arbeit im Sinne der Jugendbewegung innerhalb dieser Zivilisation So wuchs diese Jugend über sich hinaus und baute an einer neuen, besseren Zukunft.! Sie, die kein Kinderparadies be festen, suchte die Wirklichkeit mit zu formen ckür eine schönere Zukunft.! Doch hier beginnt ustsre Sorge um unsre schulentlassene Jugend. Des Lebens Einst tritt an sie heran. Wie steht es heute in unserm armen Vaterlande aus! Der Menschen sind zuviele, als daß unsre Wirtschaft sie'alle beschäftigen könnte. Die schmale Front unseres Qesdi&fteiokals hindert uns nldit, auf breiter Basis zu arbeiten. Sieben Motoren unter-" stützen die Lelstv^nöen unserer Mitarbeiter. Brillen Prager Roettig Prager Strafte 23 Iß?; Richter ui Reichart Baumeister Dresden-A. Prasfer Straße 46 T elephon 23931 und Nr. 20931 Ausführung von Nsau- und Umbauten Hausabputz Entw&aaarungsanlagan Kostenanachl&ga und »Achverständlgo Beratung > WIHUUMMMMNHllUM

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