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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-10-01 · 6 (10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
6 (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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«eite S Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Rr.3> Niger als i»i übrigen Deutschland, «o trafen auf 1000 Zuden im 'uibre UM 1 20.1, 1325 20,2 Geburten, während in allen iibrigen Ländern ^>ie Geburtenzahl unter-20 liegt. Tie Ursache liegt in der doden Zahl anslandisclter Hilden, die in Tachsen eine neue .Oeimat gefunden haben. was inan bereits aus der t^eschlechtsverteilung erleben kann, bei der das männliche Ge- 'chlechr iibenviegr. das an der Wanderung stärker beteiligt in als das weiblickie .(Geschlecht. oin vabre 131!' staininten 5> Prozent der Hilden Tachiens aus nichkdentsctien Ländern. Zür l!>25 liegen keine dies bezüglichen Angaben vor. Ter jüdiiclv Gebnrtenüberschntz betrug 1011: 199, 11*1 ^: 521. 11M:i: 215. 1**^0: an*. 1921: 302. 1922: 277, Iva», vergleichen wir;. B. dieses (Ergebnis mit Preufzen. als iebr günnig angeieben iverden mutz. Tie jüdischen Eben beliefen sich im Zabre 11M0 ans 17. die Ä'ifcheben dagegen auf 3>. 11*11 auf 57 und 33, li*li* auf 71 und 3!t. 1!'13 auf 71 nnd 33. 1920 auf 323 und 31. 1321 auf 131 und 57. 1322 auf 211 und '73. 1323 auf 233 und 35, 1321 auf 167 und 57. 1325 auf >7 und 31. Tie bobe 3abl der 2','ifcheben.fallt bei dieser Aufzählung iebr auf und demgegenüber die geringe Zahl rein jüdischer Eben. Tie Ursache ergibt sich daraus, das; viele- Ebeschlieszunge» allein nach jüdifävm Ritus eingegangen werden, das beiszt. ohne das Ttandesamt in Änivriich zu ncbnien. Tesbalb entbaltcn die diesbezüglichen Ziffern der amtlichen Ttatiüik nicht den rich tigen Tatbestand. 17 W ü'r 11 e m b e r g Zn dem .Zeitraum von bundert fahren lätzt 'ich eine Zu iiabme von 2333 Zuden wabrnobmen. Zn den erüen Zabrzelmten. die dem Zabre l>2l folgen, 'ind die ivürttembergi'ckien Zuden durckxnis Törtbcivobner. To finden 'ich im Zabre I>21 die meisien Juden in folgenden Tberämtern: >?orb 11(>1. Mergentheim 1331, »üuzelsau 131.', Reresbetm 1321. Gerabronn 3.33. Riedlingen 71>. Wafblingen 321. A'eckarsnlni 523. Zm Zabre 1 >13 ivobnten Upu 133 Zuden auf dem Lande >1,17. in den Ttädten 1>.>3 Tocki immer üärker zog der Jude nach der Groszüadt. io ditz 1325 in Tiuttgarr allein fair die Hälfte aller 'ich uiedemelasfen l'atte. > Ziir die natürli ä' c B e w e g u n g d e r Z n d e t liegen UNS Zahlen >eit!>!'> vor. Tantals betrug die Giburtenzi'fer 17, die Tierbeziffer 15 vro 2'(ille: die Tterberaie senkte -'ich bis auf 13 im Zabre 1313. Tie Geburtenauote f|cl aber noch 'lärker, auf 11.7. io das; die natürliche Zunabitie ganz gering iü. ja unter Berücksichtigung der Austritte eine va''ive Bilan; ergeben dürfte. Tatz während des Krieges die Sterblichkeit bei weitem die Geburtlichkeit überwog. trifft auch (für Württemberg zu. Tiefe ungünstige Entwicklung bat in der Nachkriegszeit keine Besserung erfabren tznd datiert fortlaufend feit dem Zaire i;«08. , B a den! Tie Zuden bilden mit 21331 Personen l.t Prozjeut der '''e'amtbevölterulig. Rund zwei Tritte! aller badifcheii Zuden tvobnten im Zabre I!*25 in den 16 Ttädten mit über 13 030 Einwohnern. Zaü jeder dritte von ibnen iü in M^nnbcim domiziliert. Zn bundert Zabren. von 1 >25 bis l!*2ö. bjibt'ii ne um 37 Prozent, von 17303 auf 21OÖO. zugenommen. Tie >R-'amtbevölkeru11g dagegen >lm 101 Prozent. Tamal^ wobuten iie faü aus'chlietzlich in Rordbaden. beute lind sie über das ganze Land zerüreut. , Trotz ständigem Rückgänge der badischen Juden offen baren die Ttädte ein unausbörliches Wachstum der jüdischen Bewohner. Ties geschieht also allein auf .(tosten des platten Landes. Tie Geburtenauote ist, wie während des Weil krieges. in den lebten Zahrcit so gering geivorden, das; mehr Zuden üerbcn als geboren werden. ' Zm Zabre 1310 wurden 388 .(t in der geboren, 1325 nur noch 313, 1323 sogar 251, so das; im Zahre 1310 auf 1000 Zuden 11,3, 1325 dagegen 13,2 Geburten trafen. Tie 2 t c r b licbfctt zeigt keine fallende Tendenz mehr; sie betrug im Zabre 1310: 313 (13.1 pro Mille). 1325 : 312 (11,2 pro Mille). 1326: 353 Zuden in Baden. Tic kompensiert keineswegs mehr die Gebnrtlichkeit. Tie Ebeauote. die vor dem .Kriege ziemlich gleich mätzig verlief, bat in den lebten Zähren das Porkriegsniveau üark unterschritten. Poit den Eben waren im Jahresdurch schnitt 1>63 bis 1873: 1S3 rein jüdisch, 1873 bis 1883: 16>, 1»3 bis 1 >33: 163, 1833 bis 1303 : 200, 1303 bis 1913: 175, 1313 pis 1323 : 261, 1321 bis 1925: 126. An Misckzehcn stellte man l>!«0: 6. l‘KX): 16, 1910: 17, 1920: 62, 1922: 58 fest' G. .<£> esse n «eit dem Zabre 1 >19 iü ein steter Rückgang der Juden feüzuiteUen. - Tamals kamen auf 100 Personen 3,1 Juden, im Zabre 1325 nur noch 1.5. Temgegcnüber bestand wenig üens bis zum Zabre 1310 ein Ansteigen derjüdischen Be völterungszabl in Den Ttädten. Rach der lebten Zählung trifft dies nicht mehr zi7. Tie Abnabme der Zuden war besonders stark in den Ttäd ten Tfsenbach (33.6 Prozent), in Tarmstadt (19,3 Prozent) und autzerdem in Rbeinbessen ohne Main; und Worms (26.0 Prozent). ' Zu Gienen (1,8 Prozent), Mainz <6,6 Prozent) und Worms (7.0 Prozent) tvar sie gering. Tie «terblichkeit war bei der evangelitckicit, katholischen und israelitischen Bevölte rnng annäbernd gleich: in Ttarkenburg bei den Juden ausfallend gering, was mit der starken jüdischen Abwanderung in Tssenbach und Tarmüadt zusammenhängt. In diesen beiden Ttädten betrug die jüdische «terblichkeit in der Zeit von 1310 bis 1925 12.3 und 13 Prozent der dortigen mittleren jüdischen Bevölkerung. Zn dem 11'; jährigen Zeiträume zwischen den zwei Zählungen ivurden in Heuen 1123 lebende eheliche und uneheliche , >tinder von Juden geboren. 1168 davon entstammen rein j jüdischen Eben. 97 waren uneheliche Ztinder von jüdischen Müttern. Auf 1000 Personen der mittleren Bevölkerung dieses Zeitraumes kamen demnach bei den Juden 13.9 Lebend geborene, Geüorben sind in der gleichen Zeit 5002 Juden, alio 15,7 auf 1000 der mittleren jüdischen Bevölkerung. Es find 579 Juden mehr geüorben als geboren. Ta nun aber 2011 Juden gegen 21 063 im Jahre 1910 festgestellt wurden, mutz der übcrschietzende Berluü auf Abwanderung zurück gefübrt werden, da die Austritte aus dem Judentum nur minimal find. In den ersten Rachkriegsjahrcn 11*19 bis 1922 war die^ EbeichlietzungsZiffer autzerordcntlich grotz. Nunmehr liegt fie tief unter der Borkriegsböbe. Tic Entwicklung der-Mifch eben zeigt, wie überall in Tcutschland, die Tendenz der Tteigerung. In dem Aufsatze finden sich seht interessante und instruktive Tabellen, auf die wir ausdrücklich aufmerksam machen. 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