Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 6 (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Plauen 1× ep/1045447
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Nr. 6 5emeii»beblatt der Jsra elilischen Religionsgemeinde Dresden Seite 7 die lvährend des oben angegebenen Zeitraumes überhaupt n-,»gestellt ivurde. Ein Rückgang um 10 862 Seelen oder um 18 Prozent. Tiefe Verminderung trifft nicht gleiherlveise auf ganz Bayern zu, sondern ist allein auf .(tosten deO platten Landes vor sich gegangen. Mir das Jahr 1025 seh en noch, mit Ausnahnie von Münck»ey und sonstigen Stadien Uber IU0 000 Einwohner, die beweisenden Zahlen. Ter Rückgang in den Ocksgrößenklassen unter .7000 i>> ganz besonders auffallend. Co ist es erklärlich, das; die baticrischen Städte an jüdischer Seelenzahl trotz Abnahine der (yesamtjudenheit zugenommen haben. ES lebten in Münä>en im Jahre 1897 : 2884, jUKK): 8739 und 1925 10068, ,n Nürnberg in den gleichen! Jahren 1831, 5950, 8603, in ,'lngsburg 6(50, 1171, 1208 unp schließlich in Jürth im Jahre >810: 2535. I960 : 3017 und! 1925 : 2504 Juden. 4<is zum Jahre 1867 war Jürth die größte jüdische Siedlung, ivurde dann von München und Nürnjberg verdrängt. > Teilweise sind die Bevölferungsverluste der bayerischen Juden auf Abwanderung nach außerbayerischen mebiete», teilweise auf die unaufhörliche Senkung der jüdisck-en Welmrtenrate zurückzuführen. Im Jahre 1879 belief sich die »N-burtenziffer der Juden auf 30 v. T. ((yesanitbevölkerung >0 v. T), 1925 kamen auf 1000 Juden nur 11,3 (steburten. Bayern gehört zu denjenigen Ländern, in denen mehr Juden '»erben als geboren »verden. Bei der sehr ungünstigen Bilanz obiger Aufstellung spielen die Mischehen keine unwesentliclie Rolle. Tenn durch die Zunahme der Mischehen werden natürlich immer weniger rein jüdische Ehen geschlossen find ihr Nachlvuchs mutz sinken, da die den Mischehen entstammenden.(linder nur selten de»J Judentum zugeführt »verden.! An Mischehen zählte inan in» Jahrfünft 1876 bis 1880 durchschnittlich jährlich 15, 1890 bis 1900 bereits 50, 1906 bis 1910 : 56, 1922: 116, 1923: 108, 1924:93,1925:79. | IX Sachsen J,r Sachsen »vohnten nach der Volkszählung vom 10. Juni 1925 23 252 Juden. Ihr Anteil an der (tzesamtbevölkerung 11 492 320) beträgt 0,46 Prozent. Tie jüdische Bevölkerung konzentriert sich fast ausschließlich auf die (Großstädte. In Leipzig, Tresden, Ebemnitz und Plauen find insgesamt 20 923 Juden oder 89 Prozent ihrer (Gesamtzahl ansässig. Ties hängt unmittelbar mit der fäch fischen (Gesetzgebung zusamlnen, die erst ain 3. Tezeinber 1868 die staatsbürgerliche (Gleichberechtigung verfassungsniäsgg sick)erstellte. »vährend vorher den Juden der Aufenthalt aus dein Lande im allgemeinen untersagt »var. So kommt es. dai; im Jahre 1834 nur 2 Juden auf den» Lande lebten, 18(54 27, CHR.GÖBEL&CO. VORMALS WILHELM JTHUME'S NACHFOLGER WERKSTÄTTEN FÜR GRABMALKUNST DRESDEN-TOLKEWITZ AM JOHANNIS-FRIEDHOF / FERNRUF 31902' BESTE R E FE R E N ZE N / GEGR Ü Nb ET18SO erst seit 1871 mit 70 Personen die Ziffer sich stärker vergrößerte und I960 auf 385 nieg. Bon de» 874 Juden im Jahre 1832 »vurden 852 in Leipzig und Tresden festgestellt, iin Jahre 1871 3014 unter 33 iO, 4910 13(508 unter 17 587.-i Rechnet man noch die jüdische Einwohnerzahl von Plauen find Eheinnitz hinzu, so muß män zu dein Ergebnis kommen,, daß die sächsischen Juden eine (hroßstadtbevölkerung ohne skinschränkung darstellen. Ueber die Beivegung de!r Juden ist folgendes zu sagen: In Sachsen »var bisher die; Geburtenguote der Juden gün- Der Winter naht! Vmotgen Sie kick mit teaxmex Hteidun^t Wienqx Stxidkkteidex Qumpex fiuttevex ttntexßCeidun# §üx d)amenf Heiden und Hindex ♦ Reimte fyCe££&txümp§e * Stxicß-f Steffl- und 9e^uttexte &edexfaaticUcfouhe \ Residenz Kaufhaus I # G. m. b. H.