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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-08-01 · 4 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
4 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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II iwpi na iyip, iii,pjwj ij Ve: Di; Oil i .Kirchenctnstrittsciesev ausgetretener Ju-e noch Bayern ufw. vcrziedl nnL an seinem neuen Wohnsitz ^M"cn erfolgten Austritt verheimlicht? Antwort: Tie Regelung -er Ansrrittsfrage ist der Lan-esgesetzgebung: ,-ie Frage ii'r al'o nach den des Landes zu enricbei-en. in Sem der in Läch'cn lreiene 'einen Dobnsitz genommen bat. Hier in es angebracht. zu erwähnen, daß in der des Fretsiaaies Tacbien oom 1. November 1020 nur TreUe. in Artikel d>0. von den ReligionsgeseU'cbasten in. Artikel '>0 lautet: -Tic itcgierung udl 6vc siaariich' Aufsicht ütvr die nacb den Lande sgesetzen aus. D.c :1c«d:c offen tLuber Morre rfcbaften werden den kJ.'Sehen rein t^esamtminisicrium verlieben. An dieser Trelle in ferner zu bemerken, daß Angelegenheit von der Leitung -es Tactriicben iira i^nneindeverbandes mit dem iädrh'dvn Ministerin Bolksbildung mündlicti erngebend erörtert worden in der Trandvunkr der sächsischen Ttaatsregiernng mir TarneUung durcbaus im Einklang siebt. Roch denrlicber wird die Tachlage -urch folgen-es Tte 'acbn'cben israelitischen Rekigionsgemein-qr Zivangsgeineitt-en. ..Tie 'amtlichen i>raeliti''cben aenon'en des Landes ' i n dzu Religionsgemeinden einigen. Tiejenigen J'raeliten. die innerhalb des einer Religivnsviemein-e ibren Dobnsitz oder ives Ainenibalk baben — ' ind Mitglieder der Ne gemeinde. d L des sächsischen (sieietzes. die iira Neligionsgemeinden betrc^'end. vom 1". Juni 19>>4. N e 11 g i o ii s g e m e i n d c ös' ent 1 ich * . iä' e Ne 1: g i o n s g e ' e 11' ck a' k Oi 1 a u b e irr e i n ' ct' a ' r — u denbeir — Jude n,g » ni. Ein Ju-e. der in Tackven 'einen. Anstritt erklär:, nenn es ge'exlicb möglich ivärc. nur ans der Gemeinxi, intreten e s i n n i cb t »i? g I i cb —. in kein denn i e d e r I u d e i n naeb Recht und l'ie'ek -in Ä :: g 1 i e d einer R o 1 i g i o n s g e m e i n d e. dern Dorten: In ■cod'W-« iv o b n i kein Au n : cb :; :r anal ä n ' i g L'k i r g 1 i e d einer j ü d ' 8 e in e i n d e i n T acb i e n i n. Tie Verordnung der Ministerien des Julius und iictien Unterrichts und >es Innern über Einträge ins t .ins:r:r:srerzeicbiiis vom 1. Februar 102" regelt d> 'obren des Uederrrirrs eines Ausgetretenen zu einer naarlicb anerkannten Neligionsgesell'cbent. Äui Antr. die Anstriiiserklärung vom Llandesbeamren im austrirtsverzeichnis gelöscht und über die Lö'cbn Be'cbeinignng ausgenellk. Ter Fall des Diedereint die Neligionsge'eU'ctxiir. der der Ausgetretene bis zu Austritt angeberre. in in der Verordnung vom 1. 192" nicht erörrerr. Tiev Lücke in der Verordnung Vorstand der A.'raeliii'cden Religionsgemeinde Tres .nilaß:, an das Trandesamr in Trcsden und an da; nerinin nir Volksbildung die Anfrage zu richten, ob ni ::n Falle des Diderrins der Kircbenaustrittserklärzitfg 'über im «ircböNaustritlsver^ichnis ein Vermerk :verden könne: Tas Trandesamr bar gcannvorret. ..daß bis jetzt niinmilngen bekannr geworden sind. -die deü Diedereii^t die'elbe Religionsge'eU'cban regeln". Ten Bescheid des Ministeriums lasten wir bierui Dorrlaui wlaen: % reußen. finen kn lufgabe besetzen Ausge fannng >n einer l ie Mde eligion-:-» elißion-Sgan;> ijlitijchen m rür ind daß unsrer :i nnd ubens-;u ver Bezirks äntlicben agions- :f itti’dvn recbt- >rsge - ilid! ke i reSSen-?,. 6, bcn 3. Ae?. lSÖT 3ii<t>indk'v iKtniiicnurn für VeNslnld-.n'.a M: W dillg. Vum 3cbrd. e. e>. 1". 1!>37 f Aaeb der gegenwärtigen (HcKeflctmng berühr! der cintrin in eine NeligionSgesellscbair den zuvor beurkundeo irin aus derselben Religionsgesellscdafi nicht. Daher Direiedung solcher ÄuSinne im ückndesamilichen AuSlri» nine zur Zeit niehr in jerage kommen. Es fei jedoch ivähni. >rß eine Äenderung der bisherigen Vorschriften wird. Siinifteri»« für Votksbildun, Kür den Rininer: ' K. A.: gez. Tr. v. Z i m m e r m a n n. An den Von'iand der Kiraelinschen Aeligiynsgemeindc zu l IreSdcn. nie i selbn e ausmedr. Kach'en an- > e. der s cb e n ot'enr- | tirchens Verandern g wird ^ircbeveine Ms in seinem idbruar >at den ver- Nini. bt auch bicrlemackt rg d:n ne Beritt in rer im ka i s x Diedeen Su«-» n eine rzeichuuerirwogen Tie Falle des Wiedereintrits ins -tzudentum find nicht selten, geradezu tragisch ist aber folgender Fall, der fich in Trssden zuaetragen bat. Ein Mann tritt mit seinen beiden Töchtern, damals sechs und vier Jabre alt. aus dem Judentum aus. „Ter Austretende kann bestimmen, daß sich der Austritt auf seine »inder unter vierzehn Jahren erstreckt" — t> 3 Abi. 1 des .irirchenaustrittsgesetzes vom 4. August 1910. An ibrem vierzebnten Geburtstage en'cheint die älteste Tochter vor dem Rabbiner und beteuert, daß die Austrittserklärung von ibrem Vater gegen ibren Willen abgegeben worden sei. daß ne Jüdin bleiben wolle und hiermit in aller Form ihren Diedereintritt erkläre. Tarain ist leider sestzusrellen: , solange d i e gesetzlichen Bestimmungen nicht geändert sind, bleibt die gegen ibren Sillen abgegebene Ä u s t r i t t s e r k 1 ä r u n g , rn Austrittsverzeichnis — ohne Vrrmrrk — stehen, während diese Erklärung sorort gelöscht wird, wenki. ein U ebertritt ersolgt: Dir können nur der -Hossnung Ausdruck geben, daß die vom Ministerium in Aussicht gestellte Äenderung der unhaltbaren Vvrschrifr recht bald ersolgt. Beim Abdruck des ersten Aufsatzes über ..Recht und tüesetz der sächsi'chen Juden" hatte die Verwaltung der Tresbner Gemeinde erklären lassen: „Tie (iiemein-eperwaltung würde Zuschriften aus dem Leserkreise, die sich mit diesen Veröffentlichungen kritisch desas'en. außerordentlich begrüßen. Auck diese Zu'chriiten würden hier mit einer Oiegenerklärung der Verwaltung abgedruckr werden." Tie vielumstrittene Frage des.^irchenauslritts veranlaßt dazu, dielen Wunsch hierdurch zu wiederholen. L. V 1 oßjaea che r. Das A»eade«eitt z>» EimomSenagsgelLV der 11. 6. A. Auf die telegrapbisctie Anfragö! der Hias-Jca-Emigdirect bei der Hins of America. Stern Jiorf, heircffs des Amendements zum amerikanischen Einwanderungsgeiftz vom Jabre ikezz, das kürzlich vom amerikanischen Parlament eingenommen wurde, ist folgende Ankwori eingetronen: „Tae Amciidcmcni bezieht sich auf den Paragraphen 4 Absatz a des „Emigration Acl 1024", welcher dic.sogenannlen Ron-Quota Einwanderer behandelt. Dieser Paragraph wird da bin abgeänden, daß außerhalb der L-uota einreisen können: 1. unverheiratete Zzinder unler 21 Kahren > bis jetzt unter ls Kahren zu ihren Eltern, wenn diese amerikanische Bürger sind; 2. Ehefrauen zu ihren Mannersi. die amerikanische Bürger sind; 3. Ehemänner zu ihren Krauen, die amerikanische Bürgerinnen iind und vor dem i. Kuni t92>> geheiratet haben. Kerner wird der Paragraph 4 durch einen Zusatz ifi ergänzt, wonach diejenigen Krauen außerhalb der 'Duoia einreisen können, die früher amerikanische Bürgerinnen waren, ihrer Ltaats« angebörigkeit aber insolge einer .Heirat Por dem A4. September I0A3 mit einem nichtamerikanischen Bürger verlustig gingen, jetzt aber entweder geschieden oder verwitwet sind. Paragraph 6 des Immigration Äet vom Kahre 1924, der die io* genannte „Preferenees Wnhin LluotaS" .siategorie behandelt, wird folgendermaßen abgeänderi: .Tte L.uoro zerfallt in zwei Delle. 50 Prozent find benimmt für: 1. Eltern amerikanischer Bürger.^ 2. Ehemänner amerikanischer Bürgerinnen, die nach dem 31. Mai 192* geheiratet haben. 3. Laztdwirte oder Landarbeiter jnit deren Krauen und mit Kindern unter 13 Kahren ibts letzt unter 16 Kahren >. die entweder mit dem Kamiltenoberhaupt reifen oder ihm Nachfolgen. D:e übrigesi 50 Prozent der Lluota und der Rest der ersten 50 Prozent, falls diese nicht ganz ausgenutzt werden, fallen zugunsten der unverheirateten Kinder unter 21 Kahren und der' grauen nichtamerikanischer'-Bürger. die gesetzlich in die Vereinigten Staaten zugelanen und dort ansässig'sind. Kür die Kinder, die auf Grund deS Amendements entweder außerhalb der Lluota oder als „Preferenees Within QuotaS" Emigranten einreisen können, bleibt das am Tage des Eintreffens des Gesuchs beim Ladour Departement in Washington erreichte Alter gültig." Dies sinddie allgemeinen Grundzüge des abgeänderten Einwanderungsgesetzes der Vereinigten Staaten von Nordamerika, die vorläung vom State« Departement auf telegraphischem Wege den Konsulaten in Europa mitgeteilt wurden. Die AusführuntzSbeftimmungen zu diesem Gesetz, das am I. Kuli 1928 in »raft trat, wurde noch vor diesem Datum den Konsulaten offiziell bekanntgegeben. Vorsichende Information ist als Inoffiziell zu betrachten. > i

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