Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 3 (7.1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden Nr. 3 eigentlich die der Tttjuden in alter/ biblischer Weise eine siebentägige nt, so ivürde sie, am Sonntage beginnend, mit dem heiligen Sabbat ihren Abschluß und Höhepunkt finden. 1»* ausgehende Mittelalter kannte bei den deutsckvn Juden den Mittwoch als den gewöhnlichen Hochzeitstag für eine Jungfrau uud den Tonnerstag für eine Witwe. Tie Wahl des Mittivochs hing damit, zusammen, daß die deutschen Juden eine dreitägige Icier hatten, die natürlich dann ebenfalls mit dem Sabbat ihren Abfcl)luß fand. (südlich aber gibt es Tage, an denen aus" historischen Gründen keine jüdische Trauung slattfinden soll. Tas und vor allem die Trauertage der jüdisch'» (beschichte. Llviian gebt natürlich Tiscttah-b'Abti. der Tag, an dem der Temvel in Ilammen aufging. Tas glciäte gilt vom 17. Tammus, der die Eroberung der Stadt Jerusalem durch Titus gesehen bat, und auch an den ganzen drei Wollten jinndvn diesen beiden Tagen, der Zeit, wo die letzten Verzweiflungskämpfe „in der Einengung'" stattfanden. Außerdem findet keine Hochzeit in de» Wochen der Szefira statt, in denen die nationalen Anhänger Rabbi Akibas und Bar .(iochbas zu Tausenden ihr Leben ließen. Rur der eine Tag, der dreinnddreißigste im Tmer (Lag-b'-Omer) ist davon aus genommen. Ta hörte das Sterben auf. Bis zu den Ären; zügen rechnete man nun wenigstens die zweite Hälfte de, Szefirazeit zu den fröhlichen Zeiten, in denen man zum Ehe buudc schritt. Aber chs die jüdischen Gemeinden am Main und Rhein gerade in dieser Zeit der Glaubenswut der erster Kreuzfahrer zum Tpfer fielen, bekamen auch diese Wollten den Ebaraktcr nationaler Trauer, und sind seitdem nicht mehr für fröblilltc Hefte, wie es die Hochzeiten sein solle», geeignet. Aus einer jüdischen Bolksehe sind die religiösen Iornie, nuferes in seinem letzte» Grunde tief religiösen Volkes ein standen. Echte Volksfeiern find die jüdischen Hochzeiten auch geblieben, selbst wenn sie durch die gleichmalltendc Zivil, sation der jüngsten Zeit manlltes an Ursprünglichkeit und Innerlichkeit verloren haben mögen. Tiefe alte» Bräuche ipciui nicht durch.;»führe», so doch wenigstens zu sammeln und dem Gedächtnisse späterer (Geschlechter zu überliefern lohnt sich der Mühe. iHk'ir l'Vik'fjmiflimn des viemeindeblatles der Züdisdeu (Gemeinde zu Berlin.) Bewunderung ein Schuh erregt der ständig mit Eg-Gü gepflegt! CfQü farblcr in derÜibe ermöglicht die vollkommenste Pflege aller hellfarbigen Modcsdiuhe, schützt diese gegen äußere Elinflüsse, verhindert Fledcenbildungcn und ist unerreicht in Qualität und sparsam im Verbrauch. Die Eg»Ciü» Fabrikate sind in allen Fachgeschäften erhältlich. Fortschritt’ Schuhe fTtmsUM Größtes Schuhlager Dresdens Der ftotalog -er Gemein-»- ».Waafche-Vibliotheli liegt in -er Lesehalle ani« Gemeia-eamt aas 5k«Vk^^vL 0 Mf)haus 54COBy führend in Seide und Samt für Straße und (jefeHfchaft