Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 3 (7.1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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des Sächsischen Mitteilungsblatt Hsischen israelitischen Gemeindeverbandes^ üli 1928 Jur Einführung Jcr lotete 'l'crl'mibc'liin des 3>ichsischen israelitischen <»eu i'al'iinN'ü hat dankbar bic Anregung l)eflriij;l, beut OiemeinbL* bit Israelitischen Religionsgemeinde Dresden c>»e Bcilag: leben, die sich zum auitliche» Hrgan dieses Verbandes, der d .(amte sächsische Iudenheit »nisaßi, entwickeln foll. lfiiideblatt 4‘« i‘ fltf» lyckann keilt Zweifel darüber besteben, das; der Zusammen iS,Inj; der sächsischen israelitischen Religions nieindeverband und seine staatliche A »erkenn» liche Bedeutung für das sächsische Fudentuu,;einei»dei: zu», Oie eine a»j;erosdent ecla»,it bat. lusaminenschluß brachte Erstarkung »ach'-uns,en ulid »ach brachte endlich, nach schweren .»ämpfen, tu»?. erscheint, die vielfach glciciilnnfenden Juleiessen der säch Organ, das ge dieser »ne». ignet israelitische» Rcligionsgemeindcn den BeHördeji gegenüber zisi ver Ire len. Bei eine», so"junge» Gebilde, wie es der verband ist, l>ebeutet es keine Herabwürdigung, ivenn man ihm vtrwerfen wollte, das; die Erfolge, die er bisher für die sächsischen Irden erzielt ha, noch ueneigert werden könne». 3cl,o„ das; der V, rband sich gegründet bat, das; die 3taatSregierung ihn anerkannt hat, ist ein außer ordentlicher Erfolg, wenn man tvdenkt, das; » anderen, größeren Bundesstaaten diese Ancrkennnng des Ltaaies »och aussieht. Doch es inuj; verlangt iverden, das; die liniere Festiguüg Verbandes fortschreitet. ES ist ausgeschlosseil, das; bei deil tut) ein-, höchstens zweimal stattsindenden, ziimcijt noch iaiigreichen Etatsdebatten ausgefülltcn Vectiandstagen all, jenigen fragen, die vor allein für das Genieindelcben von , iavlicher ^Bedeutung sind, die ihrer Wichtigkeit enlsprcchenhe bandlung und Durcharbeitung erhalten. lind ivenn auch der Verbandsvorstand beabsichtigt, im ischen g des jähruindie-;rund- Be. Herbst oder Winter dieses Wahres eine Verbandstagung zu beruf, n, die unbeschwert von allen Forinalien sich ansschließlich mit denjenigen tragen lxischäftigen soll, die von gröjzter Wichtigkeit für da i sächsische Judentum sind — ictp denke vor allem an 3ieuer rage», ,eragen des Austritts aus der (Gemeinde oder des Austrit s ans dem Judentum, Bcamtenfragen, Fragen der Pensionieru ig bewährter Beamten in leistungsschwache» Gemeinden, 3chafsung eines Beamtenrechtcs für die sächsischen Gemeinde» ünd einer Tiszi ilinarordinulg, sowie einer GeschäftSordnnng für den Verband -- und ähnliches mehr. Es ist selbstverständlich von außcrordentlscluir Wichtigkeit, das; alle diese Fragen nicht nur in den kurzen stunden einer Ver bauds» lagnng besprochen werden, sondern daß eine ausgiebig, Vorbereitung bei deii cinzelnpn VerbandSgeiNüinden lind den Vertretern in dem Verbandsausschuß stattfindet. olt deS i mis» grnnd- Vern dem Wir wollen daher ganz planmäßig das Milteilungsbl sächsischen israelitischen Gemcindcverbande/ zu einem Orgch gestalten, das geeignet ist, durch kritische Behandlung der säblichen Fragen, die das sächsische Indeniuln bewegen, dis.' bandstage vorzubcrciten und eine fruchtbriitgeiide Arbeit Verbandsausschutz zu ermöglichen. Eö sei daher die Bitte an sämtliche Verbandsgemeinden g stattet, zu allen hier zu behandelnden Fragen recht bald stell mg zu iichinen und auch von sich aus Anffähe an das MitteilungSb att gelangen zu lassen, die das Gcsamtintcresse aller Gemeind in beanspruchen können, v sich bin überzeugt davon, das; wir auf diesem Wege am si herjien das Ziel erreichen, das wir alle erstreben, die Rechte der sä, isischen ^uden und die Interessen ihrer Religionsgemeinden weitest gehend zu fördern und zu sichern. 3. Jahresversammlung der Sächsischen Israelitischen Lehrer- Vereinigung am 17. Juni 1928 in Leipzig Zur diesjährigen Jahresversammlung, die in den Raumen der Leipzig-Loge abgehalten wnrde, waren lt> Mitglieder der 3IL. erschienen. Aus der Tagung waren vertreten: die sächsische Rabbinervereinigung durch Herrn Rabbiner Eohn, Leipzig, die eät- Oieligionsgcineinde Leipzig durch Herrn R e u m a u n. die Isr. Rcligionsgcmeinde Plauen durch Herrn Rechtsanwalt Tr. G o l d b e r g. die Leipzig-Loge durch Herrn Rechtsanwalt Tr. Löwen he i nt, der jüdische Frauenbund durch Frau Rabbiner E o h n und Frau Anna Reu mann. Herr Rabbiner Tr. Gold in an» erschien etwas später zur Versamiulung, während Herr Tr. Earlebach, der am Erscheinen verhindert war, die Versammlung telegraphisch begrüßte. Ebenso hatte der Vorsibende des Vereins Isr. Lehrer Mitteldeutschlands, .College . 3 't e i n h a r d t, Magdeburg, aus seinem »uransenthalt »issingen warmherzige brieflictk- Gruße übersandt. — Rach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsibenden, Prediger H e i IN a n II, Plauen, und den WillkoiNmens» grützen der ('laste ivurde mir herzlichem Bedauern von der Erkrankung des seniors der 3FL., Herrn Lehrer Graf, Leipzig, .»enntnis genommen und ihm beste Genesuugswünsche übermittelt. Ttehend gedachte die Versammlung deS plövlichen Hinscheidens des ausgezeichneten Führers der bäuerischen Lehrerschaft, 3>>»ou Dingfelder, München, mit dem die Lehrerschaft und das Judentum überhaupt eine hervorragende Persönlichkeit verloren hat. Aus dein inhallreichen und interessanten Jahresbericht des Por» sibenden sei folgendes hervorgehoben: Ter Vorsibende hat als Delegierter an der T a g n » g des R e i ch s v e r b a n d e s F ü d i - scher L e h r c r v e r e i n e T e u l s ch l a » d S - in München um Weihnachten 10:27 teilgenommen und eütwirft ein anschauliches, lebendiges »Bild von dem glänzenden Verlaus dieser hochbedeuisamen Tagung, von der an dieser Stelle bereits früher bcrichlel worden ist. Ans der engeren Arbeit der 3IL. .sind besonders die Vorarbeiten zur 3 ch a f f u n g e inet V e r ba » d s - p c n s i o n s k a s s e für die jüdischen Gcincindebeamten 3achse'»s zu erwähnen. Tie 3chafsung einer solchen fetteiterte zunächst au dem Widerstande der sächsischen Großgclncinden. Aber im Lause' der Verhandlungen kam man in Berührung mit der Laudespensionskasse sächsischer tslenieindeli, Dresden. Tje Gemeinde Plaueu,,die sich überhctupt in allen Fragen der Hebung deS Lehreritandes »nd der Fürsorge für'seine Angehörige stets durch besolideres Verständnis, ausgezeichnet, folgte auch hier den ^Anregungen des Vorsibende» der 3FL. und versiclierte ihre drei Beämten bei der erwähnten »viniiiunalkasse. Hierbei wnrde einerseits d>e volle Anrechnung aller Tienstjahrc» »riegssahre-doppelt, andersetts mäßige Beitragsleistung erreicht, uiid der Berichterstatter konnte unter lebhaftem Beifall der Versammlung daraus Hinweisen, das; Planen mit dieser Regelung seiner Beamtenversorgung an der 3pibe der deutschen Geineinden stehe. Ter Beifall galt wesentlich dem Vorsitzenden der Gemeinde Plauen,' Herrn Rechtsanwalt Tr. Goldberg, der an dem erzielten Erfolge hen persönlichsten Anteil hat. Ten »lesugeineinde» in 3achsen ulid der Höheren Israelitische» 3chule zu Leipzig kann der Beitritt zur Landespensionskasse driugend cinpfohlen werden. — Für die Bewilligung eines I a h r e s z u s ch u s s'e s des 3 ä ch.s i s ch e n Israelitischen Ge.mc i » de vc rba n de S an die 3IL. dankt der Vorsibende in seinem weiteren Bericht und teilt mit, daß der CFG. ans Anregung von Tr. Goldman». Leipzig, eine »oininission eingcseyt habe, die Vorarbeiten zur Airsiteunng eines Landeslehrplanes für den jüdischen Religionsunterricht leisten soll. Tie .»ominission besieht aus einem Gemeiuderatsuiitgliede, einem Rabbiner und einen' Lehrer der IRG. Dresden. — Zwei Anträge des 3IL. waren im Berichtsjahr dem 3ächsischeu ltlemeindeverband zugegangen: 1. Zwei besonders verdienten Lehrerveteranen 3achscnS, deren Pensionierung herannahe, eine angemessene Pension zu bewilligen. 9traB*nbBhnllnl* TI, Dr«sd*n-W«IB*r Sonntags ab 4 Uhri Dsr X ADLEM HlraehoDlaQaat-, Bpaisau.TanimtStt» vi Waltruf als Sport // Donnerstags, Reunion