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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-02-29 · 10 (29.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
10 (29.2.1928)
Date
1928-02-29
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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Seite 16 Nr. 10 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden cutitKii fahren wurden durch .'öctrii Tr. Leo Winter regelmäßige ärmliche llnterfuchungen der Hortkinder eingerichtet, die jetzt Herr Tr. Erwin Saliuger fortfüb’rt, und ich benutze gern die Gelegenheit, beiden Herren -von dieser Stelle aus unfern herzlichflen Tank auszusprechen für idre so selbstlosen und für uns so wertvollen T.enüe. Tie »linder, d. d. die oorschulpflichrigen. kommen bereits morgens gegen 9)- Uhr zu uns und der »dort ist ihnen »lindergarten. Tie Hortnerin, Fräulein Emmi jlakob, die sich seit langem alle »rinderherzen erobert und sich auch unsre Wertschätzung erworben bar, arbeitet mit diesen »lindern in anerkenrrenswerter Weile. Lallten sich unsre Geldverhälmifie bessern, so in es eine bringende Notwendigkeit, eine zweite »tindergärtnerin anzustcllen, dn die Arbeit an 7«> »lindern für eine »traft zuviel ist. Mittags, nach 2chiilKüInr>. kommen die (Großen, die eigentlichen Hortkinder; iie bekommen eine einfache, aber kräfti,ie Mahlzeit. Tie Ber» t'flegiing lir rituell, ldni ihnen auch Milchspeisen verabreichen zu tonne», haben wir vor einiger Zeil Milchgeschirr angeschaffl. Zum Vesper erhalten alle Milchkakao, die übrige Zukost bringen sic sich vom Ellernhanse mit. Nach dem Mittagessen schlafen die »lleinen, ivahrend d:e Großen ihre Schulaufgaben anfertigen, beaufsichtigt von Tamen. d:e sich diesem Liebeswerk selbstlos unterziehen. Haben Sie »linder nicht durch Neligions- oder andern Unterricht Beschäftigung, so gehe» sic im Sommer unter Aussicht spazieren oder verbleiben im Hort, wo iie zu Handfertigkeiten a»geleitet werden, spielen oder lesen. Eine kleine, ausgewählte »liuderbücherei jreht ihnen zur Berfügung, die von freundlichen Mitmenschen gespendet wurde. Allmonatlich haben wir außerdem Elternabende eingerichtet, um den Ellern der »linder Gelegenheit zur Aussprache mit uns zu: geben, wobei uns manch neue Not Ivfannt, mancher Einblick in : bas häusliche Leben des »lindes gegeben wird. Schon oft war es uns möglich, durch Äusfplache Rar und Hilfe zu schaffen. Tas! Hauplkhema der Abende find Erzichungsfragen, das Wichtigste für ein gedeihliches Aifainmeltarbeite» von Hort und Elternhaus, ^lin | Laufe der Satire find viele Hortzöglinge bereits ins Leben getreten! und haben sich als tüchtige, rechtschaffene Menschen bewährt. Auch ' letzt noch erinnern sie sich freudig und dankbar der Horlzeit, das beweist uns die Bereitwilligkeit, mit der sic ihren Berhällnissen entsprecheud für-Honzwecke spenden, linier unfern jetzigen »tinbern haben wir ebenfalls sehr wertvolles Material, viele, deren gelinge Beranlaguug unsre besondere Aufmerksamkeit für ihre weitere Ausbildung erfordert. Aus all dem (besagten ersehen Sic, verehrte Anwesende, wie michtig der Hort ist und wie wir unbedingt bestrebt sein müssen, (»lcldmitrel -zu beschaffen, um ihn zn erhalten. Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit auf die Mitgliederbciträge und sie werden criiaunl sein, daß der jährliche Beitrag im Turchschnitt knapp 5 M. beträgt. Wir müssen Zhre Aufmerksamkeit auf unsre Sache lenken, denn auch in unsrer Gemeinde wächst die Not, nnd wenn unsre jüdischen »linder an uns verwiesen werden, so darf Geldinangcl nicht der Grund der Abweisung sein. Noch einmal will ich Jhucn unsre Ausgaben im besonderen vorführen: lHortmiete. -Gehälter. Heizung. Licht, Berpflcgungskoften, wozu oft noch bcsondere Ausgaben treten, z. B. durch zwingende Neuanschaffungen, vor die uns besonders die Einrichtung d,s nencii Horts stellen wird, wenn seine Ausstattung auch beicheiven. aber zweckent'prechend, vor ahem einwandfrei in sanitärer nnd hhgienischer Hinsicht sein soll, um i» erster Linie Gesundheit und Wohl der Hortkinder fördern zv helfen. Wir müssen also Einnahmequellen suchen, die eS uns ermöglichen, den unbedingt nolwendige» weiteten Ausbau des Horts zu sichern. Die Eltern der Hortkinder zahlen zumeist nur ganz minimale Beiträge, viele gar nichts, und sie können eS auch nicht. _ wie wir durch Recherchen festgestellt haben. Erwähnen möchten wji, daß wir von der Stadt Dresden auf alljährlich erneute Eingabe nur einen ininimalen Beitrag bekommen, weil unsre Hortkinder ziimeift nicht in Dresden geboren sind und die Stadl für Ausländer keinen Zuschuß gewährt, da sie selbst knapp an Mitteln ist. Die Fraternitasloge unterstützt uns wesentlich. indem sie' einen großen Teil der Miete trägt und uns auch andre Spenden zuführt. Alle diese Einnahmen haben »n« bisher gerade über Wasser gehalten. Zum Schlüsse möchte ich noch darauf Hinweisen, daß unser Hort im nächsten Jahre sein Löjähriges Bestehen feiern wird. Wir Hoffen und wünschen, unserm Hort bis dahin ein der Neuzeit entsprechendes, behagliches Heim geschaffen zu haben. Wir wünschen ferner für unsre »linder ein Tagesheim, das allen berechtigten Anforderungen entspricht, ihnen Licht und Sonne schafft und wenigstens Bosch Eiseman Fabrikate lagsüher Arohnnn, und Geist in frohes, anheimelndes Zuhause ersetzt. Unsrer.»linder ihre sich stetig mehr und mehr entwickelnden Körper- Skräfre werden unser höchster Lohn sein. Ql£i&0u^Klei(king fragen heilst modern angezogen jein. /Sie finden bei uns ornbager die neuesten jSchopfungen deren Auswahl verblüffend ist. \Ul£*cisiAJuffeA. * /Sfcxdj^e. * i

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