Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 10 (29.2.1928)
- Date
- 1928-02-29
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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Nr. 10 Seite 12 Gemeindeblalt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden Lotteriesache Ter Verein A r b e i t 5 fl c ni c i n i d> a f t 3 ii r B e - k ä in p r ii n fl der Tuberkulose unter den I n d e n, Iran k t 11 r t a. M.. x! a n fl e ft r a fe c 3 0. veranstaltet eine fiir den ilbiau iniierlialb jüdisciier Al reite in Preußen ni'.n:- neriell flenelnniflte Lotterie, deren E r fl e b n i s zur E r r i cki t u n g einer T » b e r k u l 0 s e tj e i 1 ft ä 11 e für i ii ö i i di e M ä 1111 e r verwendet werden soll. Tie Erriditmifl einer iolcbeii .öcilitätte cntipridit einem überall-}' b ri 11 neu ben B e'd ü r f u i s. Tie Z e n t r a l Iv 0 h l - 1 a b r t it e 11 e der b c 111 i d) e 11 n b c n und die bei ihr -beliebende?! r b e i t * fl e m e i 11 i rf) a f t jüdische T ub e r k u l 0 s e i ii r f 0 r fl e richten an alle ihr anfleichloficnen Pi 0 li l f a h r t •? it e 11 e n u n d T r fl a n i i a t i 0 n e n d i e Bitte, das $ 11 it a u d e k 0 in in e 11 des bedeutsame n Werkes d u r di r e fl it e Beteili fl 11 u fl a m A b f a v derL 0 ie in e i t fl c b c n b fördere zu wollen. Tie Zeutralwoliltabrtsitelle der deuticheu Juden wird in der Berwaltniifl des aus dem Ergebnis der Lotterie zu idKiitendeu Tuberkuloielteiuis vertreten fein. -ftteflen Ueberienbmifl von Loieu und Auskünften wende uiau iicfi liiiniittelbar an den obeiifleiianiitcn Verein in ftrniifinrt a. M.. Laiigeuraße 30. Jüdischer Humor Bo> R. Löwii, Wien und Lcipzig, erschien ioeden unier dem Titel „^iibifd-e 3d-tränfc" eine nette 3ammluna, die auo dem Buck „Rvsiukcs mir Mandlcn" zuiainnieiifleirellt in und aus dem jiddischen von Tr. Präger und Tr. 3cbmi>z übersetzt wurde. Wenn man auch viele altbekannte Witze wicderiindct, so nietet diese Sammlung daneben doch viel ergötzlichen Junior. Mit Erlaubnis des Verlags drucken wir drei kleine iltcickiicblchen hier ad. Tie zwei letzten Änekdölen sind aus „Schaler" von 3. Olrmieinann, crschiienen im „jüdischen Verlag". T. Red. * Der General (rin Jude kommt in eine fremde Stadt, gebt in ein Hotel und verlangt ein Zimmer fiir die Nackt, (fr erhält die Antwort. es sei kein Zimmer mehr frei: in einem Zimmer gibt es freilich - sagt der Portier —.ein freies Bett, aber das Zimmer bewohnt ein (General. Trans der Jude: »Hören Sie mich an! Es ift doch schon spät, und der Weneral schläft lieber schon: ich muß morgen sehr früh, nodi vor sechs, aufitebeit, öalnit ich den Zug erreiche. Lassen Sie mich in dem Zimmer des (Generals schlafen und wecken Sie mich vor sechs, da wird niemand was merken." Ter Hotelportier war einverstanden. Ter Jude gebt ins Zimmer, entkleidet sich leise, legt sich vorsichtig ins Bett, damit der Wcncral nicht erwache, uird schläft ein. Gegen sechs Uhr weckt der Portier den Juden ganz leise: „Es ist sechs: Sie müssen zur Bahn!" Ter Jude steht rasch auf und kleidet sich an. In der Eile zieht er aber statt seiner .(tleider die des Generals an und gebt, ohne die Verwechslung z» bemerken, eilig weg. Er kommt auf die Straße: da geht ein «oldat vorüber und macht Front. Ter Jude wundert sich: Woher weiß der Soldat/ daß ich mit einem General geschlafen habe? Er geht weiter: nach ein paar Minuten begegnet ihm ein Tffizier und grüßt strflinin. Wieder wundert fick) der Jude: Woher wissen die Gojim. daß idi mit einem General zusammen geschlafen habe? Wie er auf dem Bahnhof an den Kasseiochalter kommt, fragt ihn der Beamte dienstfertig: „Was wünschen Eizellen.,?" Ter Jude wundert sich: Bin ich gierrückt oder ist die ganze Welt vekrückt? Woher wissen die Gajim, daß ich zusammen mit einem General geschlafen habe? Er verlangt > ein Billett, der Beamte überreickit es ihm dienstfertig: .Kleinigkeit, ein Weneral! Ter Jude steigt -ein, der Zug gebt ab. ' Nack einer Weile muß der Jude einen veridswiegenen Trt aufsuchen. Ta siebt er im Sviegel die Generalsuniform. Erfck,rocken ruft er: „Ter Schlag ,'oll den Portier treffen! Ich sage ihm, er soll midi wecken und er weckt richtig de» General. Und ick werde deswegen noch den Zug versäumen!" Der «eine Richter Ein Jude hatte ein Tel- und FettwarengesckM, also mit Tel, Petroleum, Seife uiw. Nebenan betrieb ein Ebrist eine Blnmenbandlung. 'Sie beiden Läden waren nur diircks eine dünne Wand getrennt. A-m Abend vor Geschäftsschlnß zählte der Jude stets seine Losung: das tat er immer mit lauter Stimme: „Fünf Rubel in Zebnkovekenstücken. zwanzig Rubel Silber, vierzig Rubel Gold" usw. Tann legte er das Geld in die Lade, ickiloß das Geschäft und ging heim. Eines Abends hörte der christlidze Blumenhändler^ den Inden wieder laut seine Losung zählen: er schrieb die sinnmcit und Geldsorteu genau auf. ging zur Polizei, und er/ zählte, der Jude hätte ihm seine ganze Losung gestohleir^und in seinem Laden versteckt: dabei nannte er genau die Summen und Geldsorten, die er. als er den Juden zählen hörte, ausgeschrieben hatte. | Tie Polizei durchsuchte den Laden des Juden und fand wirtlich in der Lade die Snnntte Geldes und die Geldsorten. die der Anzeiger angegeben batte. Ter Jude beteuerte, das Geld sei sein, aber da die Angaben des Ehristen so genau stimmten, übende die Polizei dem Juden keinen Glauben und bradite. ihn samt dem Geld vor Gericht. Ter Richter dem die beiden widerivrechenden Angaben Vorlagen, kam trab langem Nachdenken zu keiner .Klarheit und verschob die Ur- Solide, tonschöne I® IAN MM. »»«»— bei Anzahlung nach Vereinbarung und kleinsten monatlichen Raten JULIUS FEURICH Pianohandlung O. m. b. M. Prmgar StraDa ■■ M. Minkwld ♦ Traktor Älteste Staötlüche am Platze Anztnöorfstt. 4. Ras 22872 übernehme Lieferungen bon Frühstücks, Mittagesten. Abendessen, kalten Büfetts sowie einjelncv kalten und warmen Platten in u. außerhalb Dresdens in feinsten Ausführungen. Aelteatea, renommiertes und führendes Verleih-Magazin Möbel, Porzelfan. Glas. Silber Stühle, Wäsche. Teppiche usw. Christiaastr. 7 tph.l 14ST3 Ferd.Menzer Möbel __ . „ „ . . Gute Möbel A. Rentzfch & Go. - «70 Deeeiöeu r»i»ph«»;-§** Spezialhaus füt Möbel tttsö Deboratioae« S»rfcaaf*t*MMt I« StBftaM: Vid)«K »ttaft« 70—*5 )a filtftaftt: «eaaaee Straß» 30—3*